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Werden auch in den Gärten der Liebhaber um der
Mannigfaltigkeit willen gehalten. Die achtzehende^rtehat lange schmale Blatter, welche den Blat-tn einiger Grassorten ähnlich sehen. Die Blü-hen sind einfach, von gelber Farbe, und sehen denAlumen des gemeinen Hahnenfuses oder der^chmalzblume, so in den Trifft?» wächst, >ehr gleich.>te wachst urspringlich auf den ?tlpen, und ist alsoA>e sehr dauerhafte Pflanze, und wenn man ihreWurzeln voi angezeigter Massen tractiret, und an ei-^en Ort der gegen Morgen liegt, pflanzet, treiben>ie sehr wohl.
. Die neunzehende Sorte hat breite Blätter, wie?er Wegerich' die Stengel werden bey einem Schuhund haben an ihren Enden verschiedene grosse,Mache, weisse Blumen, so büschelweis wachsen.^>e kommen mit Anfang des Aprils zum Vorschein,machen um diese Zeit in den Rabarten des Blu-mengartens eine schöne Mannigfaltigkeit. Sie wachstebensals urspringlich auf den Alpen, und mus wiev>e vorige tractiret werden.
Die zwanzigste Sorte soll urspringlich in Oester-reich und Ungarn wachsen; sie ist gleichfals einelehr dauerhafte Pflanze; die Wurzeln dieser Sorte>eh«n den Wurzeln der Gartenranunckel sehr gleich;Wd aker ziemlich klein. Auch sehen die Blatterdenglättern einiger Gartensorten sehr ähnlich, sind^ber sehr wollicht. Die Blumen sind einfach, von^asgelber Farbe, wie an einigen Feldhahnenfussen;Abwegen man sie selten iu den Blumengarten halt,°>e Liebhaber der Pflanzen aber, halten sie um derMannigfaltigkeit wiüen. Die Wurzeln dieser Sor-'k, sollen in einem leichtern Boden als die vorigen^pflanzet werden , und je mehr sie in der Sonne>>kken, >e besser treiben sie auch; man soll sie aber!Ucht öffter, als alle zwey Jahre ausheben, undAnn solches geschiehet sobald a!S ihre Blatter wel-ken , kan man die Wurzeln bis zu Anfang des Oc-kers ausserhalb der Erde aufbehalten, und wie dieGartenranunckel« tractiren.
. Man hat mich berichtet, es gebe in Frankreichpflanzen von diesen drey Sorten, mit gefüllten-6lumen ; alieine ich habe niemalen eine derselbenZeschen, weswegen ich sie denn auch hier nicht ange-uchret habe; könnt« man aber selbige gekommen,w wären sie wohl werth, daß man sie zöge, weil sieUhr zierliche Pflanzen seyn müssen, sonderlich dieNeunzehende Sorte mit gefüllter Blume: denn dieM der einfachen , verdienet in den meisten schönen-Blumengärten einen Plaz, indem sie bereits bald"n Frühling kommet, und da die Blatter der Pflan-ze eine schone, glänzende, grüne Fan'? haben, ste-hen sie mit den fthneeweissen Blumen sehr schön ab., S. 187. Col. l. l. 2Z, seye start der Morre:man sie also:c. und was darauf folget, nach-gehende : daher man sie denn nicht länger ausser-Mb der Erde aufbehalten soll, als bis zu Anfang,"er um die Mitte des Ocrobers.
Da diese Sorten sehr dauerhaft sind, so werden^e überHaupts in die gemeinen Rabatten des Blu-mengartens gepflanzet, wo sie eine sehr feine Man-^gfaltiqkeit machen, wenn sie mit andern Blumengleichem Wachsthum gehörig untermischet wer-ben. Vor einigen Jahren, ehe wir noch in Enge-5nd bessere Sorten katten, wurden diese mit vielerSorgfalt erzielet; seitdem aber die andern Sorten!"^eführet, und in den lezern Jak'en so sehr ver-liert worden , indem man ihren Saamen ausge-und dadurch beständig neue Blumen erhalte»
!ll. Theil.
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bat, so sind die alten Sorten gröstentbeils in Ver-achtung gekommen, daher man sie denn selten mehrin den Garten der Biumisieu findet, unterdessen kanman doch einigen in den gemeinen Rabatten des Lust-gcmeus einen Plaz einräumen, sonderlich da ihnender Frost selten Schaden thüt ; lin,gegen sind diepersischen Sorten viel zarter, und müssen daher inBeete gepflanzt werdeu, damit man sie m derKälte verwahren könne.
Die Beete, in welche man die persischen Ra-nunekelnwurzein pflanzet, sollen aus frischer:e. n,eben diesem ?lbsa;: S. >8 . Col. ,. l. ,8 seye„üt-t?, zerfallen, hinzu : hernach mistig einen vier-ten Theil recht wohl verfaulten Kühmistes, nebst ei-ner proportionirtenO.uantitat See- oder BacbjändeSdarunter, nachdem nämlich die Erde leichter oderzäher ist!c.
— — l. 42. secze starr, vier, acht.
Der darnach stehende Adsa;, har Anfang»folgende Veränderung gelitten : Diese Erdemusdrey Schuh tieser in die Beete geleget werden : siewird aber unter die Oberfläche geleget, und zwarnachdem die Gegend, wo die Beete liegen, trockmoder feucht ist. In einem trockenen Boden soll siezwey Schuh acht Zoll unter die Oberfläche kommen ,und die Beete vier Aou hoch üver selbiger gemachetwerden; in einem nassen Pl iz sollen sie unter der-Oberfläche zwey Schuh vier Zoll tief, und acl r Ho!küber seldige erhöhet seyn Auch ist es in diesem Fallgut, unten in jede? Beet etwas Schutt und Steinezu legen, um die Nasse abzuziehen, und wenn manauf diese, unten in das Beet, etwas recht verfaul-ten Kühmistes zwey oder drey Zoll dick leget, wer-den wlchen im Frühling die Wurzeln erreichen, unddie Blumen um so viel schöner werden. Diese Erdewollte ich keineswegs zart zu sieben rathen, sondernman hat nur allezeit beym Umwenden wohl Act! zugeben, daß man die Schollen recht zerbreche, undalle grosse Steine herausnehme, und dieses ist schongenug: denn wird sie gar zu zart gemachet, undes fallen die starcken Wmterregen ein , so wird dasdurch die Erde zu einem vesten Klumpen gemachet,und die Nasse zurückgehalten, da denn die Wurzeln,wenn sie ihre Fasern nicht ausbreiten können, ver-faulen. Hievon habe ich:c. Vt.-.ch diesem Abs^z,ist S. 187. Col. 1. folgender einzuschalten:
Ich kan mir leichtlich vorstellen, daß wider dieseTiefe von drey Schuhen, welche nach meiner hieegegebenen Anweisung die Beete dieser Blumen ha-ben sollen, vieles werde eingewendet werden; weilsie so wohl Mühe als Kosten erfordern ; auch wirdman glauben, es seye unnöthg, für Blumen die sokleine Wurzeln haben, die Beete so tief zu machen^Alleine wollten sich diejenige so solches thun, die Mü-he geben und einen Versuch machen; wollten sie einBeet nach dieser, und ein anders nach der gemeinenArt anlegen, beede aber mit einerley Blumen bese-tzen: würden sie, durch das Wachsthum der Blu-men selbst, ihres Irrthums bald überführet werden»Denn in den Beeten die so tief angeleget worden,habe ich gesehen, daß eine Wurzel bey fünfzig Blu-men getragen , wovon jede bey einem Schuh hochgeworden, und unvergleichlich gros und schon ge-wesen; da man hingegen f nach der gemeinen Weisesie zu ziehen, dafür hält, sie schlügen sehr woklan,wenn jede Wurzel acht bis zehen Blumen bringet?welche sechs Zoll hock werden; sollte aber jemanddie Lange der kleinen Fasern dieser Wurzeln messenwollen, so würde er finden, daß sie drey bis vierSchuh unter sich treiben. Da nun aber diese ent-Qqq fernte