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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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242
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daß ihnen die Hassen und Kaninichen keinen Scha-den mehr thun werden; daß ihnen aber das Viehnicht schaden sollte, wenn solches in die Plantaschehinein gelassen wird, da gehören viele Jahre dazu.Diesemnau) soll man den Boden mit einem dauer-haften Zaun umschlichen , und wenn man selbigenanfangs uut Psälen besetzet, welche unten verschlos-sen oben aber offen sind, innerhalb derselben abereine lebendige Hecke pflanzet, so wird daraus, bisdie Piaie verfallen , eine gute Hecke wider alle Artenvon Vieh werden, und bis dahin werden die Bau-me so angewachsen seyn, baß die Haasen und Ka-ninichen denselben keinen Schaden mehr werden thunkönnen denn die Rinde der Baume wird ihnenzum benagen zu hart seyn.

Wenn der Boden wohl umzäunet ist, mus manihn zubereiten, drey bis viermal wohl mit dem Pflugumreissen, und nach jedem Pflügen mit der Egewohl überziehen, um Sie Schollen zu zerbrechen, undden Boden vom Hundsgras und den Wurzeln allesscl limmen Unkrautes wohl zu reinigen. Ist es einGrasboden , so ist es besser, man mache vorder inslbigen eine Saat von Bohnen, Erbsen oder Rü-ben , ebe man die Eicdeln darein säet, doch mus einesolche Saat wobt gesrettet werden, um den Bodenaufzulockern und das Untreu l auszurotten, und wenndieses beobachtet wird, so wid der Boden zumAussäen , durch diese Saat verbessert; in diesemFa - aber soll der Boden, so viel möglich? wenn dieSaar eingeerndet worden, gepslüget werden, umibn für die Eicheln zuzubereiten, welche man so baldals ne reif sind, aussaen soll: denn ob sie sich gleich aucheine zeulang im Sand kalten , so sprossen sie dochgerne aus, und wo dieses geschieh?: , so brechen dieSprossen leichtlich, daher aber ist das frühe «^aenrathsamer und besser.

Wenn man die Eicheln anölieset, soll man diese,nigen vorzüglich wählen , so von den grösten Bäu-men, die am besten treiben, genommen werdendevon Schneideleichen aber sind allezeit zu verwerffen,ob selbige gleich insgemein die meisten Eicheln brin-gen; und die Eicheln grosser Baume geben insge-mein die kräftigsten Pflanzen, so am besten treiben.

Wenn die Zeit zum Aussäen der Eicheln da ist,und der Boden gepflüget und wieder eben gemachetworden, so ist das nächste, daß man die Eichelnaussäe. Um dieses zu bewcrckstclligen, sollm'.n querüber den Boden Grublein machen, so vier Schuhweit von einander sieben, und zwey Zoll tiessind,worein man die Eicheln wirfst, daß sie zwey Zollweit von einander zu liegen kommen. Diese Grub-lein macht man entweder mit dem Grüblenip^ug,oder mit einer Handspate. Mit den, ersten gehetes geschwinder, und daher verdient selbiger, wennman viel plauzen will, den Vorzug. Wenn manaber die Grublein machet, und der Boden an einerSeite abhängig wäre, so soll man selbige nach deinHang machen, damit die Reihen der Psianzen, wennsie quer über den Boden gehen, die Nasse nicht auf-halten. Dieses hat man auch überhaupts bey >edemnassen B'-'den zu beobachten, oder wo sonst im Win-ter oie Nässe gerne stehen bleibt. Wenn die Eichelngelaet worden, mus man die Grüblein sorgfältigwieder füllen, damit die Eicheln recht bedecket seyen:sollten einige offen bleiben, würden dadurch dieManse und Vogel berbeygelocket werden, und wenneines von diesen Thieren dieselben einmal angreift,richten sie unter selbigen vielen Schaden an.

Ich rathe aber deswegen die Grüblein so weitvon einander zu machen, damit mal» den Boden

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zwischen den Reihen um so viel besser auflockernkönne, um die jungen Pflanzen vom Unkraut reu»zu halten: denn geschiehet solches nicht sorgsaM'tan man sich keine Hoffnung machen, daß die »un«'gen Pflanzen viel zunehmen werden. Es wird die^scs insgemein von solchen Leuten, welche gr^Pflanzer seyn wollen, nicht beobachtet, und ob 1^gleich offt viele Unkosten auf das Pflanzen wende»'sehen sie doch nachgehends kaum wieder nach ihr^Pflanzen, so, daß sie mit dem Unkraut vieleskämpsen haben, welches vffters vier bis fünfwwhoher als die Pflanzen wird, selbige nicht nurschattet und schwächet, sondern auch alle Krafft ^Bodens auffanget, und den Pflanzen dierung nimmt. Diejenigen also, welche sich eine?guten Fortganges ihrer Plantaschen erfreuen wolle«/müssen die Kosten, solche acht oder zehen Jahre la"»nach dem Säen, vom Unkraut frey zu halten, n>^achten; diese Zeit über aber werden die Pflanz»genug erstarcket seyn, um das Unkraut zurück Ahalten ; weil man nun solches unterlassen hat,sind auch so viele junge Plantastden misrathen, ^man offters in verschiedenen Theilen von Engelssiehet.

Zu Ende des Merzen, oder mit Anfang ^Aprils, werden sich die »ungen Psi.mzen über der"Boden zeigen ; sollte aber der Boden viel j'.mS^Unkraut tragen , so ist es gut no h vorher denden mit der holländljcjnn Frette bey trocken^'Wetter, entweder zu Ende des Mcrzei.s oderfang des Aprils zu übergehen : dadurch wir)^Boden rein gehalten, bis alle Pflanzcn aufgeganS^dap man sie deutlich unters beiden könne; umZeit aber ist es abermal gut den Boden zu freltt»'denn wenn solches tald geschiehet, da das Uuki'^noch klein ist, wird ein einiger Mann innerhalb ei^Tages mehr thun können, als er/ wenn das l^kraut gros geworden, in drey oder vieren auszuri^ten im Stand ist. Uberdem stehet zn befürcht^'man mögte die jungen Pflanzen anschneiden oder ^schädigen, wenn sie vom Unkraut bedecket sind;nes Unkraut aber wird von der Sonne baio trock^'und grosses schläqt vffters wieder Wurzeln, ^wachst von neuem, sonderlich wenn ba d einfiele, und svdenn würde das Unkrmtt, weil der 5,,den aufgelockert worden, nur starck wachsen.scmiiach ist es nicht nur am besten, wenn manim Frühling freuet, und solches so offt als daskraut hervorkommet wiederholet, sonder essolches auch weniger Unkosten. .

Im ersten Sommer, wenn die Pflanzen w'Ajung sind, ist es am besten man nehme dasmit der Hand vor, nachgehends aber kan nuu>ches mit dem Frettpflug thun: denn da cie ^hen vier Scluh weit von einander sind, hatPla» genug sich dieses Pfiu. es zu bedienen ,durch setbigen der Boden aufgelockert wird,den Pflanzen sehr vortraglich. Doch hat manwenn man den Pflug braucht, etwas mit oer 4^zuthun, um das Unkraut auszurotten, welc!)^ 'den Reihen, zwischen den Pflanzen wachst: ^ ,diese kan der Pflug nicht erreichen, lind rottet n ^es nicht ans, wird es die jungen Pflanzen ^überwachsen und unterdrücken.

Wenn die Pflanzen zwey Jahre langhaben, ist es gut, da wo sie zu dicke stehen,.^ ^auszuziehen, wobey man sich aber sorgfältig ^Acht zu nehmen hat, daß man die Wurzeln de- e ^stehen bleiben nicht beschädige: denn daPflanzen welche ausgezogen werden, nur zu