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so etwann an den Bäumen hangen bleiben, werdenöfftere durch die Winde an den Zweigen zerstoben,so, daß sie sich fetten wohl hatten. Dieses juhreich aber deswegen au, um dadurch zu beweisen, daßdiese Birnen sehr wohl reichn, ohne eine Mauernöthig zu ha^en. Wenn man sie also an Spalierepflanzet, wo^an die Bäu ne niederig gehalten wer-den, so ist die Frucht den strengen Herbstwinoennicht so sehr ausgesetzet, wie die an den hochstäm-migen Bäumen, und also hat man nicht zu f rch-ten , daß die Frucht nicht zu ihrer Verkommenheitkommen sollte. Da auch die Baume an den Spa-lieren beständig beschnitten werden, und man seligeeben so, wie die an den Mauern tractiret, >o wirdauch die Frucht an diesen Bäumen eben '0 aros icnn.Wenn man also einen warmen Ort und guten Bo-den hat, da wo te i h nicht ra Heu, da;, man umder Birnen wiüen Maue n bauen sollte, sondern sol-che an Spaliere zn pflanzen. So aber jemandrecbt viele dieser Früchte zu haben wünschte, im)einige Kosten nicht scheuen wollte, so wollte ich ihmrathen , sich eine genügsame Men >e von Rohrmat-ten anzuschaffen, um sebstae im Frühling hinten andie Spaliere, wenn die Ba nne in der ^ lüthe sind,vestzumachen, dadurch würden sie für den kaltenWinoen verwahret seyn, und die zarte Frucht konn-te, dis die Gesahr voroey wäre erhalten werden.Herna n könnte mau die Matten wieder wegnehmen,und selbige unter einer Schoppe verwahren, daß sievom Wetter nicht Schaden leiden. Fiele hernachein schlimmer Herbst ein, konnte man diese Mattenwieder aufhänaen, dadurch aber würde die Zetti-gung der Frucht beförde t, und zugleich verhindert,daß sie von den Winden nicht abgeworffen oder zer-stoben werde. Diese Rohrmalren, welche siebent-ha!b S ''ub breit sind, ^an man die Elle gewöhn-lichen Maases, um einen Schilling kaufen, undwenn man sie sorasaltig aufhebt und für dem Wet-ter ve-wadret, so danern sie sieben bis acht Jahre,so, da>? sie eben nicht zu viel kosten, und wenn manden Nu?en ^Betrachtung ziehet , welchen sie inAnsehung der Frucht bringen, so wird, wie ich glau»be, niemand etwas wider den Gebrauch derselbeneinzuwenden haben.
Wenn aber die Frucht einmal angesetzet hat, undim Wachsthum ist, so mus selbige, um sie auchgut zu erdalten, noch ferner besorget werden : dennes ist nicht genug viele Frü hte an den Bäumenerhalten zu haben, und sie, so lange selbige noch wach-sen, der Nalur einig und . Heine zu überlassen; son-dern es wird auch eine Erfahrung und die sernereBesorgung der Baume dazu erfordert, um der Na-tur zu Hülfe zu kommen , und den Mangel der gu-ten Witterung zu ersetzen! denn ausser dein Beschnei-den und dem Anlegen der Zweige dieser Baume,wovon bereits Unterricht gegeben worden, will auchdie Wurzel derselben, so wohl was die Natur desBodens, als auch die versi ledene Witterung anbe-trifft, besorget seyn. Zn iedem starcken Land, wosich der Boden in trockenem Wetter sehr vest zusam-men setzet, müssen die Rabatten und der Boden inseldiqen denn und wenn aufgelockert werden, damitder Regen und der starcke Tkau hinein könne, undder Booen angefeucbtet werde, wel >>es sowohl denBäumen als der Frucht sehr vortraUich ist, unddem Wachsthum des Unkrautes wird dadurch eben-fals Inhalt getdam Ist aber der Boden leicht undtrock 1, und die Will rung wäre heiß und trocken,da soll man um die Stämme der Bäume grosseGruocn machen, welche Wasser halten, und in je-
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de derselben acht bis neun Kannen Wasserwelches man den Innium und Iulmm hindur,^wenn da? Weiter trocken bliebe, >.ie Woche ennna»wiederholen soll. Auch soll man diese Gruben nu»eiwas ^eströde bedecken, damit Sonne und nmden Boden nicht austrockene. Wo man dieses thi^da wird die Frucht beständig fortwachsen, und gr»?und dick werden ; Unterlast man se biges aber, ^wirc> die Frucht vielmals klein leyn, knotticdtden, aufbringen und von den Bäumen absci'eü-denn wird die Frucht einmal in iineni WachstlN!^zurückgehalten, und e? fiele hernach viel R'ge» ei^so wurde folci es viele Früci ie von den amnen ab'',fallen machen; diejenigen aber so bleiben und rc>swerde»/ halten sich nicht so lange als diejeni e,ren Wachsthum niemals zurückgehalten worde»?ebendaher kommt es auch, daß seit einigen Zal"'^die Fruchte uderhaupts vor ihrer gewöhnlichenverdorben Denn wenn ihr Wac! stbum eine Zcit^lang gehindert worden, und Hernach c^ute? W^einsalll, welches sie wieder auf einmal wacichen >n^chet, werden selbiae so lehr mit Safft angejullel'daß die Gesase davon ausgedehnet werden, und d >eFrüchte vielmals abstehen Daher ist es allezeit hes^ser, die Frucl te in bestancigem Wachsthum -u er-'halten , nodurch sie denn nicht nur all'ine ibre g^hörige Grösse erlangen, sondern auch wohlgcschm^cker werden.
Auch mus der Boden nn: die Fruchtbaumedünget werden, dieses aber soll im Herbst gescl ehei"welin die Bäume beschnitten worden Diese Dü^Hung mus nach Beschaffeltheil des Bodens versc!.^den seyn. Ist das Land warm und trocken, sodie Dunguiig aus recht verfaultem und mit Leinis"vermischtem Mist bestehen , lind wenn man diesessechs oder acht Monare vorher mit einander vern^schet, ehe man die Rabatten damit beleget, uli^drey bis viermal umwendet, so ist eo um so viel bes^ser; eben so aber verhält es sich auch, wennKühmist oder Schweinemist nimmt, welche bec^kälter als der Pferdemist sind, und sich alio bess'^für einen heissen Boden schicken- In einem kM"zähen Land aber, ist es am besten, man vermischverfaulten Pferdemist mit leicl ter sandiger Erde?oder Sieinkohlenasche, indem dadurch der Bode^locker gemachet, und dchelben Warme vermehretwird.
Diese Tüngung mus alle zwey Zabre wiederb^let werden, sonst treiben die Baume nicht so wobl?und die Frucht ist auch nie! t so gut. Denn wen^gleich viele das Gegentheil behaupten, so widersprichihnen doch die Erfahrung: denn in Engel^n^wachsen sowohl in Ansehung der Grosse als desschmacks, die besten Früchte, in einem solchen La"^welches am meisten gedüngt und bearbeitet wird-Daher wollte ich rathen . daß man alle Winter dettBoden lim die Frnchtbänme recht wohl umgrabe,und ich bin versichert, daß diejenigen, so solche^thun, nach Wunsch fahren werden. Und wei^man den Boden der Felder wo! l dünget und lin>^grabt, so werden die Frucbtba nne vielen Nutze"davon ziehen : denn mit zunehmenden Wachsthu>^der Baume erstrecken sich auch ihre Wurzeln wenvon dem E tamm hinweg , durch die entfernteste"Wurzeln aber erhalten die Baume ihre Nahrungdaher ist das Düngen der Rabatten nur allen^für alte Fruchtbaume, nicht hinlänglich genug.