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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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239
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Wegnimmt, und solc! en auf die Rabatten , oder in

d't Flder wttftt, jv u^ir,.' da urch der Boden tieserman cr?pahlec cie Unlosten, welche rie Herbey-n!aff>!,'.7. neuer ^rde erfordern würde, ^an manBocen ein Jahr vor «.ein ^stanzen zurechr n>a-ü'cn, so weri.cn die Baume um so viei besser trei-den: denn wenn mau (en Boden zu Bceien anle-get, und zney bis dreymal umwendel, so wird erüu^eiockert und zum Pflanzen besser zubereitet.<>'ym Unigralen oder Pflügen des Bodens aber,>»!> ma sorgfältig beobaa ten, da!; man nicht tiefergehe als der Boden gut ist, sonst käme alier guter^ oden unter die Wurzeln, der sbllinine aber obeniu liegen, welches wie ich gesehen babe, von Leutengeschehen, die es in ibrer Prosessoil ans oaö Höchste^bracht, dabey aber grosse lintosten gehabt und ihreBärten vöüig ruiinret haben.

Wenn es nothig ist sür die Raba ten frische Er-ve herbeyznscha.fen, ist es gut, so! yes , so bald alsks möglicb, zu thun, und selbige mit Der obern Lrdeder Rabatcen zu vermischen, damit sie zwey bis drey-mal umgewendet, und die Tbeile mit einander wohldermischet und vereiniget werden mögen , ehe unsbevor man die Bäume hinein pflan et, milchte manauch etwas recht verfaulten Mist darunter, so wirosie dadurch sehr verbessert In Aussuchung derErde, die man in den harten bringen will, ist sorg-fältigst dahin zu sehen, daß wenn der natürlicheH'oden des Gartens leicht und trocken ist, die neueErde lettig nnd zähe seyn soll; ist aber der naturu-^e Boden starck und lettig, so mus d,e neue Erdeleicht und landig seyn, dadurch wirb der naturlicheBoden locker gemachel und um vieles verbessert.

Einigerathen, man solle die Rabatten ihrer ganzenTiefe nach, mit, von ihnen so genannter Zungfer-de an'üllen, das ist, mit einer solchen ^rde, welchewem von einer Weibe mnunt, deren Land nicht ge-pß get worden; bringet man aber diese nicht ^we-nigstens ein Zahr vorher, ehe man die Baume pflan«itt, in den Garten, damit sie durch das öfftere Um-wenden sich versüsse, so ist sie Nicht so gut als dieje-nige , so man von einem Kuchengarten, oder vonkinem Acker nimmt, wo der Boden gut ist und wohldurchgearbeitet worden: denn durch öffters umwen-den un> zerreissm des Bodens, wird er sür die Bau-Nie besser zubereitet.

Andere rathen, man solle mit der Erde der Ra-batten recht viel verfaulten Mist vermischen; allemedieses ist eben nicht zu rathen : denn wenn man denBoden zu fett machet, so wird dadurch nur dasfreche Wachsen der Baume befördert, und also istes rathsamer, man verbessere die Rabatten von ZeitZu Zeit, wenn solches nöthig ist, als daß man gleichanfangs bey Anlegung derselben so viel Mist darun-ter mische.

Macht man die Rabatten in einem nassen Boden,w hat man dafür zu sorgen, daß man bedeckteWassergange anlege, uin das Wasser in, WinterAuleiren : denn bliebe dieser. Um die Wurzeln derjMume stehen, würde ihnen solches sehr nachtheiligleyn, und wenn man die Mauern um einen Kuchen-Lanen anleget, wo der Boden naß ist, da soll manGrund derjenigen Mauern , so am niedrigsten^rt des Gartens sieben, einige gewölbte BögenAbringen, um die Nässe abzuleiten.

^iln folget unser 179. Cot. I. stehenderWirrer Abfaz: Die Art und Weile ie. und itt

k>n darauf folgenden ist l. i z. nact) dem V>?orc''"d, folgendes einzuschalten: je weniger man

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also bey diesen Bäumen das Messer brauchet, jebesser schlagen sie an: denn wann ze.

S. '8^>. <^c>l. i. l. 2 . ist nacb dein V^ort,

Ln!<i?rbal,men, hl'nzu?usey.cn: alleine wenu mandie Zweige im Sommer ordentlich ziehet , und riefrechen Schossen l inwegnin ml , so wird an selbigenim Winter wenig zu thun übrig seyn.

dlN? S. >80. Col. I. stehenden Absaz:Alle Sorten der Sommerbirnen:e. ist folgendesem;u^1.?a!een : Wiewohl da dieses mit einigen spa-ten Wiltterbirnen , bey schlimmer Witterung, sichereignen tan : so werden doch überbaupts alle or-ten derselben gar wohl reif, wenn sie in einer warmenLage stehen und an Spaliere gepflanzet sind, auchwird ihre Frucht viel wohlgeschmacker seyn, alsderjenigen ihre so an Mauern wachsen, bleibt ane!)langer gut: denn da die Hitze an demenigen Mau-ern, so in der Sonne stehen, zn mancher Zeit sehrstarck ist , zn anderer aber nur wenia Warme sichan selbigen findet, so wird das Wachsthum alleran selbigen, wachsenden Früchte ungleich befördert,und sind al^o niemalen so Wohlgeschmack, als dieFruchte der nämlichen Sorte sind, welche in f ei,erLufft recht zeitig geworden; und alle F nebte, welcheso ungleich reifen , verderben viel ebender als dieje-nigen, welche in freyer Luft nach und räch zur Zei-tigung kommen, eben da^er aber könne» diejeniaenWinterbirnen, so an C palie^e» wachsen, seebs Wo-chen langer als die aufgehalten werden, so an dau-ern stehen, welches elwas ist, so man sehr wünschet:denn es mus allen Licbhabern von Früchten sebr an-genehm seyn, zn solcher Zeit, wo man selten für die^afel andere Früchte alsArpsel findet, eine Mengedieler Früchte zn haben, solches aber kan man da-durch erhalten, wenn man viele spate Sorten anSpaliere pflanzet, wo man finden wird, daß sie vor-trefflich gut werden , ob sie gleich nicht von Farbeso schön aussehen, als die, so an Mauern wachsen.Als dienest du Lhoumonrelle zu erst nach Enge-land kam, pflanzte man die Bäume an Spaliere,einige aber in keinen gar guten Boden, oder in kei-ne warme Lage, und doch habe ich von diesen Bäu-men im Monat Apnl eine Frucht gegessen, so voll-kommen gut war, ja manchmalen hat sie sich auchbis in den May gebalten; da bingeaen a e dieieni-gen, so seitdeme an Mauern gepffanzet worden, mitAnfang des Novembers reife Frucht bringen » wel-che aber insgemein um die Mitte des Decembersschon wieder vorbey ist, auch sind diese lezern langeso Wohlgeschmack nicht, als die an den Spalieren.

Die Virguleuse und St. Germain, wie auchdie Colmavdun werden sür diejenigen Sorten ge-halten , deren Feuchte am schwersten reiffen; ichhabe aber welche derselben von Spalierbaumen ge-gessen, so vollkommen gut waren, ja an6) von boch-siämmigen Bäumen, die in einen warmen Bodenstunden; aber an diesen war die Frucht viel kleiner,als an denjenigen so an einer Mauer oder an einemSpalier stunden, wiewohl sie übrigens eben sowobl-geschmack gewesen. Auch habe ich einige dieserSorten im April gegessen, so noch gut waren, obsolches gleich zwey Monat spater war , als sie sichsonst zu halten pflegen, Ich wollte aber doch nichtrathen, diese lezern Birnbäume als hochstammiae znpflanzen, weil die Früchte ziemlich spat im Herbst nochan den Vaumen hangen müssen, nm welche Jahrs-zeit die Winde insgemein sehr starck wehen » dadenn, Weil diese hochstämmige Banme denselbensehr ausgesetzet sind, die Flicht öffters, noch ebe siereif geworden, abgeworffen wird: diejenigen aber >Ooo» s»