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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Mir haben von dieser Pflanze nur eine Sorte:

!vi^0l>x folii« 0VAN5 , crenztis, ^l»bris. l.in»

ttorr. Unächte Pappel, mit eyformigen glat-ten Blattern, welche ausgekerbet sind.

Herr Tourneforr hat diese Pflanze von der Pap-pel abgesondert, und ein besonderes Geschlecht unterdem Namen i^zlzcoicle« daraus gemachet; HerrL.mnäus aber hat diesen Namen in ^alope verän-dert, indem er alle Namen, so auf oiäes ausgehen/nicht leiden kan.

Die ganze Pflanze sieht der Pappel sehr ahnlich,unterscheidet sich aber von selbiger dadurch, daß ihreFächer in einem Kopf beysammen stehen, der fastwie eine Brombeere aussiehet. Die Zweige breitensich aus, und liegen platt auf dem Boden, und er-wecken sich auf jeder Seite einen Schuh weit, jaauch weiter» Die Blumen wachsen einzeln an lan-gen Stielen, aus den Winckeln der Blatter, undsind der Form und Farbe nach den Pappelblumenähnlich.

Man ziehet sie auö dem Saamen, den man da-hin säen mus, wo er bleiben soll, denn sie lassen sichnicht wohl versetzen. Säet man den Saamen imAugust in eine warme Rabatte, so bleiben die Pflan-zen den Winter über, und blühen bald im folgendenJahr, so, daß man von selbigen guten Saamen er-hält ; diejenigen aber, so man im Frühling säet,bringen selten in Engeland, in dem nämlichen Jahrreifen Saamen; da auch die Pflanzen gros sind,verderben sie im Winter vielmals. Die Pflanzedauert selten langer als zwey Jahr, daher soll manjahrlich junge nachziehen.

Der Characrcr ist geblieben, übrigens aberhar dieser Arrickel folgende Veränderung ge-litten.

Die Sorten sind:

7. kj>t.i>ick!iä mali punicj fscie. ?lum. N» l?»Die Malpighia, so wie ein Granatenbaum ausste-het, und insgemein in N>estindien der Kirschbaumvon Barbados genennet wird»

foliis ovzto - cvrcZzris lcl7ilibu5.

Die Malpighia mit ovalen herzförmigen Blattern,so dichte an den Zweigen wachsen.

z. ÄNZustifoliz, toiio iubtus ipinolo»

rium. Nov. (Zen. 46. Die Malpighia mit demschmalen Blat, so unten Dornen hat.

4. X^l.rlLuix larikoliz, iolio iubtUs lpinoio»plum. Nov Len. 46. Die breitblätterige Malpi-ghia, so an der untern Seite der Blatter Dornenhat.

f. kumilis » ilicis cocci-ZIzncliserT

toliis. ?lum. Nov. (Zen. 46. Kleine Malpighia mitBlättern, wie die Kermeseiche traget.

6. Xizi.i>l6uiä koliis vl<IonZo»ovati5» tamiz 6i->vzricaris. Die Klebkirsche.

Die erste Sorte wird insgemein in IlVestindienum ihrer Frucht willen gezogen. Sie wird ordent-lich sechzehn: bis achtzehen Schuh hoch, und hateinen dünnen, mit brauner Rinde bedeckten Stamm.Die Blätter wachsen paarweis gegen einander über,find breiter als am Granatenbaum 5 auch etwas stär-ker, und dauern das ganze Jahr hindurch. DieBlumen wachsen büschelweis, an sehr langenStielen, und kommen aus den kleinen Abtheilungender Zweige. Sie bestehen auö fünf Blatleln, so

rosenfarb sind, und unten mit einander zusamthangen. Auf diese Blumen folgen rothe FrüäMso wie die kleinen wilden Kirschen geformet sind, un"gleiche Grosse haben. In /eder derselben ist ein ccrichter gestreifter Stein, den ein dünnes Fleischangenehmen, säuerlichen Geschmack umgiebt.Engeland wird die Frucht öffters reif»

Die zweyte Sorte wächst viel niederiger als ^erste, und breitet sich am Boden aus, so, daß'!,selten bey Uns über drey Schuh hoch wird. D>^Blätter sind viel breiter und kürzer als an der ersten, und wachsen dichte an den Zweiaen.hat diese Sorte in Angeland noch nicht geblühet.

Die dritte Sorte ist in IlVestindien unter dcwNamen Stechkirsche (LowclizFe oderltck (ükerrv) bekannt, und ich glaube sie seye wegtl!der Hartem, so an der Rückseite der Blätter wac^srn, so genennet worden, als welche, wenn manberühret, stechen, und dem Fleisch eben so beschwer^lich fallen, wie die Art der Faseolen, so die Enge^lander Low. irck nennen. Dieser Baum wird s^gros als die erste Sorte. Seine Blätter sind etwa»schmaler und endigen sich mit einer schärfer»he als diese. An der untern Seite sind sie mit kl^nen Haaren bewachsen, welche nur die sehen, so sstsuchen. In iLngeland hat diese Sorte bisher novnicht geblühet.

Die vierte Sorte unterscheidet sich von der dritte»durch ihre breiten Blätter, und die Blumen sindauch etwas grosser; übrigens aber ist sie meinewBedüncken nach die nämliche.

Die fünfte Sorte ist eine sehr niederine buschigStaude, so Blätter wie der Stechpalm hat.Blumen dieser Sorte habe ich nicht gesehen.Saamen hat Herr N>. Houstoun in der Havannagesammelt, und nach Engeland gesendet, worau»verschiedene Pflanzen erzogen worden»

Die sechste Sorte wird in ihren, Vatterland ei>isehr hoher Baum, indem sie manchmalen sunfjigSchuh und noch hoher wächst» Die Blätter diesesBaumes sind so gros als die Lorbeerblätter, habet'auch gleiche Form, sind aber von einem weichere"Gewebe, und blasgrün von Farbe. Sie sitzenden Zweigen wechselsweis. Die Zweige diesesmes wachsen zu dreyen beysammen, und machen eistDreyeck , stehen auch horizontal. In Englandhat diese Sorte nicht geblühet; weil aber die ^ruchtmit den Fruchten der andern Sorten woki übereilkommet, habe ich sie unter das nämliche Geschlechtbringen wollen»

Wir haben auch noch in den englischen Gärteteine Spielart, die viel breitere Blätter hat, u>^die Blumen sind grosser und mehr bunckelroth ; ^ich aber die Frucht nicht gesehen habe, kan ich nich'bestimmen, ^vb selbige eine besondere Sorte,nur eine zufällige Varietät seye. Diese und die vo'rige Sorte sind in einem Glashaus, den Winterüber recht zierliche Pflanzen: denn sie blühender Mitte des Novembers an bis um diedes Merzen, und ihre Blumen sind recht zahlreichDie Frucht ist insgemein im Iulio reif; da ab^um die Steine wenig Fleisch ist, so wird selbigeden Ländern, wo es bessere Früchte giebt, gar ttw)tgeachtet»

Da diese Pflanzen in den wärmsten Theilen v>^America wachsen, dauern sie den Winter ingeland nicht aus, wenn man sie nicht in einem warmen Glashaus hält; wenn aber die Pflanzen erstarcket sind, kan man sie unter freyen Himmel,