Aarnung an, damit sie sich mit Ausrottung derganzen, nickt übereilen, sondern so lange warten,'s keine Hoffnung mehr daist, daß sie sich erholeniviiten.
,« Die dritte Sorte wächst in Carolina ziemlichMuffig ; jn Virginien hingegen ist sie sehr rar. Sie^trd msgemem sechzehen bis zwanzig Schuh hoch;
eine,, dünnen Stamm und ein weiches schwain-'Uges Hol;. Die Blatter dieses Baumes sind sehr, und wüchsen in einem Kreis horizontal, so,sie Einigermassen einen Regenschirm machen; wes-^gen denn auch die Einwohner dieser Länder ihrKleien Namen beygeleget haben. Die Blumen be-'Wm aus zehen oder eilf weissen Blatlein, so ohneOrdnung dahangen; die Frucht ist der von voriger^orte sehr ähnlich , und mit Anfang des Winterslauen die Blatter dieser Sorte ab.
< Zur Zeit ist dieser Baum in Europa sehr rar,^ er sich aber aus dem Saamen ziehen last , so kön-wir hoffen , daß wir ihn bald häuffiger habenWerden, wenn wir aus Carslina guten Saamen"Balten können : denn in virginien wkd er seltenfunden.
Die vierte Sorte ist dbenfals in Angeland 'sehrund jezt finden sich hier nur wenige Pflanzen ;ist ^ in den bewohnten Theilen von America^'cht gemein. Herr Jöh. Dartram hat einige die-^ Bäume an dem nördlichen Arm des Flusses^usqueharmatz gefunden. Die Blattet dieses Bau-mes sind bey acht Zoll lang , fünfe breit, und endi-gn sich jn eine Svitze. Die Blumen kommen baldFrühling, bestehen aus zwölf weissen Blätlein,sind wie an der zweyten Sorte geformet. DieUucht dieses Baumes ist langer als von den andern^rien, im übrigen aber kommt sie mit ihr über-
ÄLe diese Sotten werden aus dein Saamen ge-°^en, den man aus den Orten, wo sie urspringlichAchsen, anschaffen mus. Er mus in Sand geleget,so bald als es möglich, nach Engeiand gejen-werdeu : denn wird er lange ausserhalb der Er-^ Aufbehalten, so gehet er selten auf. Daher sollMn den Saamen, sobald als es möglich, wenn er)'tr ankommt, aussäen.
^ ^Zor einigen Jahren habe ich eine ziemliche Menges ^les Saamens aus Carolina Erhalten, den iÄ),^ld ick) selbigen erhielte, in Topfe säete, und^che in ein Mistbeet eingrub; auf diese Weise aberich eine Menge von Pflanzen. Aus den Saa-l?? kurzem zu uns gebracht worden/
'/'d nur wenige Pflanzen aufgegangen ; ob solches^ daher gekommen, daß der Saame noch nichts A reif gewesen, als MÄn ihn sammelte; oder was^Men Ursache davon gewesen, kan ich nicht sagen,ss^is ist es, daß der Fehler am Saamen gewe-iv^s» ^enn er wurde von denjenigen, so solchen er-bten, auf verschiedene Weise gesäet» die Folge dü-" war aber überall einerley.
h./^vn der ersten und zweyten Sorte sind verschie-e Pflanzen durch Einleger gezogen worden; die-wachsen nicht so gut als diejenigen, so aussb > ^ünmeN kommen / auch werden sie lange nichtden ' ^er es denn am besten ist, man lasseUlis f ^5'uen aus America kommen, und ziehe siehq. Obigem. Wenn die Pflanzen einmal da sind,stg "^e Matt wenig Schwierigkeit, nUr ist die-vrinn ^^chten, daß Man sie bald in Verwahrungein Frost einzufallen scheinet, wie auchman die Pflanzen im SomMer gehörig begiesse.
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Zm Winter müssen sie bey'gelindem Wetter so vielfreye Lufft haben, als möglich, nur hat man sie vorstrengem Frost zu bewahren.
Wenn die Pflanzen wohl zunehmen , werden siestarck genug seyn, sie innerhalb sechs oder sieben Zäh-ren ins freye Feld zu pflanzen. Die Zeit, sie zu ver-setzen, fallt in den Merzen, ehe sie zu treiben an-fangen , manchmalen aber könnte es auch zu frühseyn, sie um diese Zeit aus den Töpfen in das freyeFeld zu setzen, sonderlich wenn sich die gute Witte-rung spat einstellet; doch ob man schon nichts zufürchten hat, wenn man sie aus den Töpfen nimmt,und den Erdbällen an den Wurzeln behält: so ist esdoch am besten, man verschiebe solches bis in denMonat April. Es will aber auch nötkig seyn, diejeni-gen Pflanzen, die man in das freye Feld setzen will,vorher etwas abzuhärten, und sie daher so viel mög,lich an die freye Lufft zu seyen: denn dadurch wer-den die Pflanzen zurückgehalten, daß sie nicht trei-ben : denn die Schossen so sie im Gewachshaustreiben, sind zu zart die Sonne zu vertrage», wennsie nicht nach und nach dazu gewöhnet worden,Und der geringste Frost ist ihnen sehr schädlich ; oer-gleichen aber fallen auch öffrers noch spat im Früh-ling ein.
In den zwey oder drey ersten Wintern, nach demPflanzen , ist es nöthig , daß man den Boden obenum die Wurzeln herum mit etwas Streu belege,und ihre Wipsel mit Malten bedecke, sonderlichwenn sich die Morgenfröste im Herbst einstellen, dieUrsachen, watum solches zu thun, sind bereits an-gezeiget worden. Doch mus man sie niemalen zuviel bedecken, weil die Schossen schimmlicht werdenkönnten: denn dadurch würde der Hauptknospe je-des Zweiges ganz gewis verderben, und ihnen ebenso viel Schade als vom Frost zugefüget werden.Wenn die Pflanzen etwas erstarckel sind, werdensie die Kalte vott unserem Clima um so viel besser zuvertragen im Stand seyn; doch ist es auch gut, daßman alle Winter ihre Wurzeln mit etwas Streubedecke , und bey sehr strengem Frost, die WipselUnd Stämme mit Matten verwahre.
Die zweyte Sorte hat fürnehmlich solcher Besor-gung nöthig 5 indem sie zärtev als alle die andernSorten ist: denn diese vertragen die Kalte ohne vieleBesorgung gar wohl, wenn sie einmal ersticketsind.
^l^00lv55. Diese? Arrickel ist ausgelas-sen > und der Leser wird auf den gleich darauffolgenden Xialvxe, verwiesen.
dsllzrä Xisllon. Unachte Pappel.
Der Characrer ist:
Die BluMe, so der Form nach mir der Pappelübereinkommer, hat einen zweyfachen Reich,wovon der äussere aus drey herzförmigen Vl.ir-lein bestehet, der innere aber nur eines har, soin fünf Theile zerschnitten ist. Die Älume be-stehet aus einem Dlärlein, so bis zu unrerst infünf Theile zerrheiter ist, wo selbige mir einan-der vereiniget sind, ob sie gleich fünf Blarleinzu haben scheiner. Aus der Mitte kommt derGrempfel, den viele Laden umgeben, die dich-te an einander stehen, und eine Arr einer Säu-le ausmachen. Aus dem Grempfel wird her-nach eine aus vielen Lächern bestehende Lruchc,die zusammen einett Kopf ausmachen , rrnd inderen jeder ein einzelner Saame stecter.
U u 2. Wir