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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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170
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»72 kl ^

Ob ich gleich diesem Geschlecht, diesen alten Namengelassen, so bin ich doch keineswegs der Meinung»daß die hier angeführten Pflanzen mit denjenigen»welchen Pater plumier gleichen Namen beygeleget,zu einerley Geschlecht gehören: denn die seinigenhaben nur wenig Saamen» und diese sind innerhalbder Frucht befindlich; hingegen haben gegenwärtigeviel Saamen, und jeder derselben sizt aussen an derFrucht in einer besondern Zelle, Und wenn er relfist»hanget er an einem dünnen Faden.

Der Character ist!

Die Dlume hat keinen Reich, sondern beste-her aus einer ungewissen Anzahl von Vlätlein»die sich im Rreis ausbreiten, und sehr viel derGeeblume gleichen. Auch hat sie sehr vieleLäden, welche den kegelförmigen Srempfeldichte umgeben , der in der Mirre der 2)lumesiehet. Aus dem Srempfel wird hernach einekegelförmige Frucht, die viele schuppige Er,höhungcn hae, deren jede eine Felle ist, die ei-nen grossen platten Saamen enthält, der wenner reifist, ausfällt, und an einem Laden Hanger.Gcarc unserer dritten Sorte» stehen folgende:

klore zlbo^ folic» majore scvmi-nato kzuä »Ikicgnte. Lztesb. ttili. Die Magnoliam tdem grossen spitzigen Blat» und weisser Blume.

4. »mplit^uno ilore »Ikc», fru^iu coc»

cmco. Ls^sb. Mi. Vol. 2. p. xo. Der Regenschirmsbäum.

Die erste Sorte ist in Virginien und Larolinagar gemein, und wird in nassen Orten an Bachengefunden. Sie wird insgemein funfzehen bis sech-zehn Schuh hoch, und hat einen dünnen Stamm,das Holz ist weiß und schwammicht; die Rinde istglatt und weiß; die Aeste sind mit dicken, glattenBlattern besetzet, die wie die Lorbeerblätter ausse-hen , aber eyformig, am Rand glatt und unten weißsind. Die Blumen kommen im Nlay am Ende derZweige; sie sind weiß, bestehen aus sechs holenBlätlein, und haben einen angenehmen Geruch»Wenn sie vorbey sind, nimmt die Frucht zu, Undwird so gros als eine welsche Nus zusammt ihrerSchale, ist aber kegelförmig » und hat aussen herumviele Zeilen, in deren jeder ein platter Saamen ste-cket , der etwann so gros als eine Faseole ist. An-fangs ist diese Feucht grün, hernach roth, Und wennsie reif geworden braun. Wenn der SaaMe reifist, gebet er aus seinen Zellen heraus / und hangt aneinem dünnen Faden.

In ihrem Va!':rland folgen die Blumen MyMonate lang nach einander, auf den Bäumen, unddiese Zeit über riechen die Wälder davon; an allendenjenigen Bäumen aber, so in Engeland geblühethaben, waren selten mehr als zwölf oder VierzehenBlumen, welche nicht lange dauerten, und woraufauch keine andere folgten. Im Winter fallen dieBlatter dieser Sorte ab.

Wenn man diese Bäume aus den Orten wo siewachsen, in einen trockenen Boden versetzet, werdensie schöner, und bringen mehrere Blumen; doch die-ses ist von America zu verstehen: denn in Europawachsen sie in einem trockenen Boden nicht so gut»als in einen lettigen. Die gröste Menge dieser Bäu-me, so nun in Engeland wachsen, machen dieje-nigen aus, so der Herzog von Richmond zu Good-«?ood in Sussex hat.

Die zweyte Sorte wachst in Florida und Sud»cmolina, wv sie achtzehen Schuh hoch, ja auch

hoher» mit einem' geraden Stamm wachst,^zwey Schuh dick ist, und einen regelmäßigenpfel hat» Die Blatter dieses Baumes sehen dc»gemeinen Lorbeerblättern gleich, sind aber vielser,^ oben glänzendgrün» und unken röthiicht. D^'Blätter bleiben das ganze Jahr hindurch, so, ^also dieser Baum einer der schönsten unter allen ^kannten immergrünen Bäumen ist. In ihremterland fangen diese Bäume im May an ihre B"'men zu bringen, und blühen lange Zeit fort, so,die Wälder lang mit ihrem Geruch angefüllet M'diejenigen aber, so in Engeland geblühet haveiufiengen selten vor Mitte desIuniizu blühen an, un^blieben nicht lange schon. Der gröste Baum dieserArt, den ich in Lngeland gesehen habe, stehet ^dem Garten Herrn I. Lollirons zu Exmourh u'Devons hi^r, der etliche Jahre geblühet hat; au»)sind viele sehr grosse Pflanzen dieser Art in den Ä^ten des Herzogs von Richmond zu GoodwooS »'Gussex, wovon eine die zwey lezten Jahre geblühe»hat, und in der Baumschule Herrn ChristophGray bey Fulham, ist eine sehr feine Pflanze,che ebenfals geblühet hat.

Da diese Sorte urspringlich in einem wärmet'Lano wachst, so leidet sie d«e Aalte nicht gar w>)I)^sonderlich wenn sie noch jung ist. Dcher soll man d>rPflanzen in Töpfen halten, und im Winter einigtJahre lang in Verwahrung bringen, bis sie erftw^cket sind. Hierauf kan man sie aus den Töpfe"herausnehmen, und in das freye Feld pflanzen.müssen aber kn einen warmen Ort gepflanzet wer^den, wo sie für den starcken Winden verwahret, ui^gegen Norden und Osten bedecket sind, sonst thu"sie im freyem Feld nicht gut.

Bor dem 1739. Jahr war eine grosse Mengecher junger Pflanzen in Gngeland; aber duttvden damaligen strengen Winter gieng ein groll^Theil derselben verlohren, und seitveme ist wen>Aguter Saame nach Engeland gesendet worden» s>»daß man gegenwartig wenige kauffen kan, und ^fast jedweder Gartenliebhaber in seinem Garten e»/nige dieser schonen Blumen zu haben verlanget,ist seit kurzem HrWerth Um bet Nachfrage willen Mgestiegen» Konute dieser Baum in so ferne naturc^lisitet werden» daß er im freyen Feld unsere strengWinter vertrüge, würde er eine der gröften Zierde^unserer Garten seyn ; dieses aber wird sich, wie i^hoffe, durch fleißige Beobachtung und Sorgstins Werck richten lassen : denn diejenige Zeit, /welcher diese Pflanzen am meisten leiden » ist iinHerbst, wenn frühe Fröste einfallen: denn da dasEnde der Schossen zart ist, und sie so frey wachsteso versengt sie auch ein leichter Frost, unv nachS^hends verdirbt offters der ganze Zwei 1. Daherman die Pflanzen dagegen verwahren , und ihreWipfel mit Matten bedecken, biß die Schossen at^gehärtet sind; nachgehends aber lausten sie nicht nie^so grosse Gefahr etwas zu leiden: denn ich hab»allezeit beobaAtet» daß wenn diese Pflanzen die e^sten Herbstfröste ausstehen» sie nachher nicht me>^Schaden leiden» In dem strengen Winter vo>»Jahr I7Z9-4V. hatte ich eine ziemlich grosseze in freyem Feld stehen, welche der Frost so mit^Nommen hatte, daß sie meiner Meynung nach M'.lich verdorben war, indem man an dem StaMMdas geringste Merckmal einiges Lebens wahrnah^daher ich sie denn um Iohannis bis an denabgehauen, die Wurzel aber stehen lies» und dmtrieb im folgenden Jahr wieder zu meiner groi"Verwunderung» Dieses führe ich aber ander» i'