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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Maz einräume, so, daß so wohl zwischen den Rei-hen , als in selbigen , zwischen jeder Pflanze, RaumM, und so habe ich gesehen, daß die WurzelnOberhaupts im folgenden Herbst gros gewordenieym.

^ Der Boden , worinnen sie am besten Mchsen , ist

leichter, sandiger Letten , der weder zu trocken"och zu nas ist. Diesen soll man zwey bis dreymal^»hl durchpflügen, um die Theile desselben rechtaus einander zu setzen, und von einander zu sondern,>e tiefer man aber pflüget, je besser werden die Wur-zeln treiben. Im Frühling, soll man kurz vor demWen pflügen, eine genügsame Menge verfaultenGiftes über den Boden ausbreiten, ven Man mitAufang des Merzen unterpfiüget, wenn gelindesNetter ist, sonst aber wäre es besser solches bis um^te Mitte, oder zu Ende dieses Monats zu verschie-ben : denn sollte nach dem Einpflanze» der Wurzeln^>n harter Frost einfallen, würden sie dadurch gros-sen Schaden leiden, wo nicht gar verderben. Ze^nder man sie aber im Frühling, wenn kein FrostM)r zu befürchten ist, einsetzet, je besser ist es, son-Mich in einem trockenen Boden. Beym leztenWügen, soll man den Boden eben anlegen, undhernach müssen die Furchen drey Schuh weit vontt'iander, und sieben oder acht Hol! tief gemachetwerden. Unten soll man in diese Hurchen die Wur-zln anderthalb Schuh von einander legen, hernachmüssen sie mit Erde bedecket werden, und so versah-st «man mit dem ganzen Feld oder Sem Sruck Lan-"es, welches man bepflanzen will.

Wenn man damit fertig geworden, kan man das6eld so liegen lassen, bis gegen die Zeit hin, da man ver-muthet, daß sich die Schossen über dem Boden zeigenWerden; woraus man den Boden mit der Ege nachder Lange und Quere wohl überziehen soii; dadurchwerden die Schollen zerbrochen, und die Oberfla-Ae eben gemachet; eben daher aber, daß solches soMt vorgenommen wird, wird das junge Unkraut,Welches um diese Zeit zum Vorschein zu kommen an-legt, ausgerottet, wodurch man denn nicht nuruUeine die Unkosten des FrettenS ersparet, sondernAuch den Boden öffnet, welcher, wenn nach demWanzen viel Nasse einfallt, offters zu einer harten5n>fte wird, und das Hervortreiben der Schossenhindert.

^Da ich für die Reihen der Potaten > einen drey^chuh weiten Raum bestimme, so habe ich dabey^ Absicht, daß man sich zwischen solchen des Frett-k^uges bedienen könne, wodurch diese Wurzeln")r verbessert werden : denn wenn man den BodenAschen diesen Pflanzen zweymal öffnet lind um-^yret, s» wird dadurch das Unkraut nicht alleineMgerottet, sondern auch das Erdreich aufgelockert»!"- daß jeder Sedauerregen durch die Erde b«S zul->^ Wurzeln dringen kan, und ihr Wachsthum>ehr befördert wird; doch mus diese Arbeit bald und^ guter Zeit vorgenommen werden, ehe twch die^engel oder Zweiqe der Pflanzen auf den ZodeNj^enund aufsolchen fortkriechen: denn nachgehende. urde es unmöglich seyn!, solches ohne Verletzung^ Schossen vorzunehmen.

Wenn dieses Pflügen sorgfältig angestellet wird,. 'rd solches das Wachsen des Unkrautes so laiige^ Stengel der Pflanzen den Bo-..^ bedecken, so, daß man nachgchends wenig mehrd lochten hat, daß das Wachsen des Unkrautes-^.Wurzeln schaden sollte; da aber der Pflug nurh Men den Reihen durch kan, so will es nöthig seyn,"5 man um den Boden in den Reihen und zwischen

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den Pflanzen umzurühren, und das Unkraut auszu-rotten, sich der Frette bediene, und wenn dieses introckenem Wetter sorgfältig, nach dem zweimaligenPflügen geschiehet, ist es hinlänglich g nug den Bo-den so lange rein zu halten 7 bis man die Potatenausheben kan.

An solchen Orten, wo die Dung rar ist , streuenviele vlesek e nur in die Furchen, worein die Wur-zeln gepflanzet worden; alleine die? ist gar nichtwohl gethan: denn wenn die Potaten Wurzeln zutreiben anfangen, erstrecken sie sich bald über dieFurchen hinaus, und die neuen Wurzeln formirensich insgemein von den alten etwas entfernet, so,daß sie also über diese Dung hinaus kommen, unsdaher von lolcher wenig Nutzen ziehen; da auchdie meisten Pachter, wenn die Botalen aus der Er-de genommen worden , Weizen darein säenwollen, so ist hiezu der Boden nicht überall unddurchaus so zubereitet, als wenn die Dung nberdas Feld gleich ausgebreitet und hernach unterge-pflüget worden; auch werden die Polaren selbst nichtso gut seyn. Ich habe allezeit beobachtet, daß woman die Pvtalen auf diele W^se gep5anzet bat,nachgebende das Land wacker Weihen getragen ha-be, und kaum eine Schosse von den Potaten zwischendem Weizen gesehen worden; dieses aber kommetdaher > daß die Pachter nur allein? die grösten Wur-zeln gepflanzet haben : denn wenn sie solche im fol-genden Herbst ausgestvchen haben, hatte jede Wur-zel sechs acht oder zehen andere grosse Wurzeln, undauch wohl mehr, selten aber einige ziemlich kleine ge«bra.ht; an solchen Orten hingegen, wo man kleineWurzeln gevftanzet hatte, wuchsen auch sehr vielegar kleine Wurzeln, wovon manche so klein waren,daß man ihrer bey Aushebung der Wurzeln kaumgewahr wurde , diesemnach wuchsen sie erst im fol-genden Jahr zum grossen Nachtheil alles des.eni-gen, was in em solches Feld gepflanzet oder ^esaetwurde»

Das Kraut dieser potaten wird insgemein vomersten Frost im Herbst versenget, da man denn dieWurzeln bald darauf ausheben, und an einen be-deckten Ort in Sand legen so!!, wo sie so wohl tro-cken liegen, als auch für dem Frost verwahret sind.Zwar warten die Leute, weicbe diese Wurzeln umLondon bauen» nicht bis das Kraut welckt, sondernfangen schon an dieselben zum Theil auszuleben, s»bald die Wurzeln so gros geworden, daß sie fürden Marck raugen, und so fadren sie fort selbige vonZeit zu Seit auszuheben, wenn sie solche verkuuffenwnnen. So giebt es auch wieder andere, welchesie nicht so bald ausheben , als ihr H raut we cket jsondern länger in der^rde lassen, und dieses i!i nichtübel gethan > wenn man sie nur auöhebt, ehe star?cke Kalte einfällt, wovon sie verderben würden;hatte man aber das Feld zu etwas andern nöthig,jo ist es besser, sie sobald als die Rancken we cken,auszuheben. Wenn man diese Wurzeln ausbehal-ten will, soll man zwischen selbige genügsamen Sand,oder trockene Erde legen, damit sie sieb nicht erhi-tzen, auch soll man sie, um gleicher Ursache willen,nicht aus zu grosse Haussen zusammen legen.

S. l. II. Tbl. Cot. i. ist gleich nach der Be-nennung dieser Pflanze folgendrs hinzuzusetzen:

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