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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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168
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Die zehende Sorte ist eine jährliche Pflanze, soder achten in vielen ähnlich ist; die Zweige von bee-den kriechen auf dem Boden, und breiten sich weitaus, dieAlumen aber sind sehr klein und von schlech-ter Schönheit, daher sie denn nur diejenigen kal-ten , so Liebhaber von der Botanic sind. Maukan sie im April dahin säen, wo sie bleiben sollen:denn das Versetzen lieben sie nicht.

Es giebt zwey bis drey Varietäten dieses Stein-klees, so in den meisten Theilen von Engetand wildwachsen. Wenn selbige in einem trockenen sandi-gen , oder kreidigen Boden stehen, sind es ganz»uederige Pflanzen, die sich am Voden ausbreiten;in einem fetten nassen Boden aber werden sie vielgrosser, und eine dieser Sorten bringt manchmaleilZweige, so zwey Schuh lang sind. Der Saamedieser Pflanzen ist von einigen Windmachern ver-kauffet, und als ein Saame der gures Futter gebe,unter dem Namen , des Frauenfingergrases gerüh-met worden , aber bisher habe ich noch kein T vergesehen, so solches fressen wollen, es mogle gleichgrün oder trocken seyn.

Herr Lmmws hat dieses Pflanzingefchlecht alsobenennet, dem Herrn C. <K. Ludwig zu Ehren,welcher >737. zu Leipzig Anmerckungen über diePflanzenmethode des Herrn Rivinus herausgege-ben.

Der Characrer ist:

Der Reich der Vlume bestehet aus einemDIärlein, so oben in vier Theile zerschnirren ist,und auf der unreifen Frucht stehet. Die 25lu-me bestehet aus vier herzförmigen Dlarlein,welche gleich und ausgebreitet sind. In derNlicce der Dlume stehet der viereckichte Stem-pfel, so inir vier Faden umgeben ist, aus selbi-gem wird hernach eine vicreckichre Fruchr, dieder Aclch bekrönet, und welche vierFacher hat,so voll kleinen Saamens stecken»

Die Sorten sind:

1. i^unwielä czpfulis subrotunclis. l^m. ttvkt.

cilkf. Die Ludwigia mit runden Saamengehäuse.

2. l^uvwiLiä czpsuliz oblontzi<! vncjzlibus. ?Ior.

Die Ludwigia mit Zolltangen Saameuge»

häusen.

Wir haben für diese Pflanze keinen englischenNamen ; sie kommt aber mit der vnz^rz viel über-em. Die zweyte Sorte hat auch Pater plumierzu diesem Geschlecht gesetzet. Herr Ltnnaus aberhat ihr einen weit entfernkern Plaz angewiesen, weildie Blumen dieses Geschlechtes nur vier Faden haben,und die von der OnAgrz acht; Herr Doct. VanRoyen hat sie in seiner klora l.uZ6uncnli zusam-men in die Classe gesetzet, welche er truAikor-eiio-ribus (zusäriKäis bttittelt.

Sie sind beede jährliche Pflanzen, die man imFrühling in einem Mistbeet ziehen, und wie denAmarant warten soll : denn wenn man sie im Früh-ling nicht treibt, bringen sie in Engeland seltenguten Saamen. Den Saamen dieser beeden Sor-ten , habe ich von meinem werthesten Freund Doct.Dale aus Sudcarolina erhalten.

S. sZf. Col. 2. l. zz. ist folgendes einzu-schalten : Da man dieses nicht beobachtet hat, undzwey bis drey kalte Sommer hinter einander einfie-len, so sind diese zwey Sorten vor einigen Jahrenin Engeland fast ganz verlvhren gegangen.

S. 5Zf. Cot. 5. ll. 22. von unten, setze stättsalleine in diesem Land:e. Alleine die Wurzel diel^Sorte vermehret sich im Boden so starck, daß sie ^diesem Land nicht viel Saamen träget.

Hier wird der Leser auf^lil^verwiesen, und daher ist dasjenige, was S. ^4^''Col. z von dieser pflanze in unserer Über!''yung stehet, in der neuen Ausgabe auegclasi^'

I^c0l'LK8ic0N.

Neue Sorte,y. k.vcopxkxicvn rzciice tubero!ä, etculentul^»Potaten, indianische BatataS.

In den italiänischen und spanischen Garte^giebt es einige Varietäten dieser Pflanzen; die hierangefügten Sorten aber sind diejenigen, so ich ^den englischen Gärten gesehen habe.

S. 547. ^ol. 2. ist der Absaz : Die sechste undsiebende Sorte :c. ausgelassen.

Neue Zusätze.

Die neunte Sorte sind die gemeinen Potateri,deren es zweyerley Arten giebt; wovon die eine?eine rothe Wurzel und Purpurfarbe Blume; >)ieandere eine weijse Wurzel und weisse Blume hat?weil es aber nur zufällige Spielarten sind, will ichsie nicht von einander trennen.

Der gemeine Name Poraren scheinet einig u»^alleine der verfälschte indianische Name Oacaca?zu seyn. Diese Pflanze ist seil dreysig JahrenLngetand starck gezogen worden : denn ob siegletum das Jahr 162z. aus America bey uns eing^führet worden, wurde sie doch wenig, und nur erstseit kurzem gebauet, indem die Reichen aus diescilWurzeln nichts machten, und solche für eine Na^rung der Armen Leure hielten; doch nunmehr si^sie fast durchgehends beliebt, und werden, wie icl)glaube, um London starckeralsin irgend einem al^dern Theil von Europa gebauet.

Sonst wurde diese Pflanze immer unter dasschlecht des 5o!-mi oder Nachtsa attens gesctzet, nun^mehr aber hat sie Herr Linna'us auch dahin ge-bracht, weil man aber l. ^coperlicum ebenfalseinem besondern Geschlecht gemachet hat, indem ihreFrucht in verschiedene Fächer durch Zwischenwändeabgetheilet ist, und die Frucht dieser Pliauze voll^kommen mit dem Character der übrigen Sortendieses Geschlechtes übereinkommet, als habe ichdemselben beygesetzet.

Die Pflanze wird allezeit durch ihre Wurzel ve?^mehret: denn in Engeland wird ihr Saame se^ten reif, und sollte es auch geschehen , so würdedoch aus selbigem beschwerlicher uUd Ungewisser ZUziehen seyn; da sich auch die Wurzeln starck vernicl/ten, wenn sie in einem ihnen anständigen BodenHeu / so ist wohl nicht nöthig sie auf eine andereWeise ziehen zu wollen. Insgemein werden eittw^der die kleinen Wurzeln oder Sezlmae ganz eing^pflanzet, oder man schneidet die grösseren WurMln Stücken, so, daß man an jedem ein Aug lasset,ich aber wollte keines vo» beeden anrathen: dcn>wenn man die kleineren Sezünqe eiupflailzet,bringen sie insgemein mehrere Wurzeln; alkine i>ksind allezeit klein, und die Stücken der grösser«^Wurzeln faulen gerne, sonderlich wenn balddem Einpflanzen nasses Wetter einfallt. Diel^.nach wollte ich vielmehr rathen, daß man zu diese»Ende die schönsten Wurzeln auölese und ihne»^