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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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150
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Der Characrer ist also verändert:

Die Blume hüt einen doppelten Relch, undbestehet aus einem Älarleiu, welches in fünfTheile zerschnitten ist, und sich wie die Pappelausbreitet. Aus der Mirre der Olume kommerder Scempfel, gleich einer Gaule, mit vielenan derselben angewachsenen Laden, nachge-hend? wird selbiger zu einem rundlichten Ge-häuse mit fünf Fächern, welche voll rundlich-ren Saamens stecken.

In den Sorten ist folgende Veränderung ge-machet worden, daß unsere 22te Sorte zur 19.geworden, unsere -Zre aber ausgelassen ist, undunsere 19. 20. u. 2ire nunmehr zu lezc stehen;daher aber der Ordnung nach die 28. 29. undz . sind, so, daß also, weil die 19. ausgelassenworden, auch sich die Anzahl der Sorten nurauf z >. erstrecket.

Zum ersten Absaz ist n»ch hinzuzuseyen:Herr.Ännaus hat aber diesen Namen veiworffen,weil er arabisch ist, und hat sie i-likilcus genennet,welcher der alte Name der Alree gewesen, wiebereits vorher unter diesem Artickel gemeldet worden.

Diese f nf sind keine besondern Sorten , sondernzufällige Varietäten; weil aber ihre Blumen ver-schiedene Farben haben, so machen sie im Gattenein feineres Ansehen, wenn sie unter einander vermi-schet werden. Die Leute so Pflanzschulen halten ,pfropfen zuweilen diese verschiedene Varietäten aufeine Pflanze, da sie denn noch schöner stehen, wennso viclerley gefärbte Blumen, auf «wer Pflanzeblühen.

S. 474. Col. i. sind nach l. 2, folgende Ad,sälze einzuschalten:

Da diese Pflanzen fleischichte Wurzeln haben,woran nur wenig Fasern sind, so vertragen sich dasVersetzen nicht wohl, wenn sie alt sind, oder langean einem Ort gestanden. Daher es besser ist, die-jenigen so etwann vier oder fünf Jahre, vom Aus-säen an, alt geworden, als solche die schon größersind, zu versetzen. Denn wenn man die jungenPflanzen sorgfältig versetzet, so wird nicht leichteine davon misrathen; da hingegen die grössernPflanzen öffters nicht anschlagen, und diejenige soetwann doch wachsen, werden niemalen jo gutePflanzen geben, als die, welche jung versetzet wor-den.

Die Blatter dieser Pflanzen kommen insgemeinerst spat im Frühling, und offters siehet man vorder Mitte des May, an ihren Knospen kein Zeichendas; sie noch leben; daher denn viele ihre neuge-pflanzten Standen für abgestorben gehalten, undsolche ausqerissen haben, da sie doch, wenn sie aufdie unversezten Pflanzen Acht gegeben hätten, sichnicht so würden betrogen haben.

S. 474. Col l. 4-,. ist der Absaz : Dieeilfte, zwölfte, :c. also zu andern : Die eilfte,zwölfte, dreyzehende, vierzehende, funfzehende,sechzehende, siebenzehende, achtzehende/ neunzehen-de, ( hierunter ist wegen gemachter Aenderung,unsere 21. zu verstehen) zwanzigste, (unsere??.)ein und zwanzigste, (24.) zwey und zwanzigste, ^5.)drey und zwanzigste, l 26.^ vier uns .zwanzigste,(27.) und fünf und zwanzigste 2!-'.) Sorte, sindviel zärter als die vorigen. Sie lassen sich alle ausdem Saamen ziehen, den man bald im Frühlingin ein Mistbeet säen mus, und wenn die Pflanzen

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aufgegangen, soll man sie eben so tractiren , wiebey der sechsten und siebenden Soile gemeldet wor-den; nur ist dieser Unterschied dabey, daß diese einmäßiges Glashaus haben wollen, sonst dauern sieden Winter nicht aus, auch treiben sie im Son"wer nicht, wenn sie an die freye Luffl gebracht wer-den.

Die eilfte, zwölfte, dreyzehende, vierzehendefunfzehende, sechzehende, siebenzehende, achtzehen-de, zwanzigste, (ist unsere -z ) sechs und zwan-zigste (?c>. - und sieben und zwanzigste (z -. Sorte,blühen und bringen im ersten Zakr reifen Saamen,wenn man die Pßanzen balo im Frühling säet, undhernach in das Glashaus setzet.

S.475. ^ol. 1. ist l. z i. der Absaz: Die neui^zehendeze. alsozu andern: Dieneunzehende, (22.)ein und zwanzigste, (24.) zwey und zwanzigste, (25)drey und zwanzigste, (26.) vier und zwanzigste (27)und fünf und zwanzigste (28 ) Sorte, werden ziem-lich hoch , ehe sie ihre Blumen bringen und sind be-ständige Stauden. Sie sind alle sekr zart, undmüssen daher in das Lohhaus gesetzct werden, wo sieein gutes Ansehen machen, weil sie das ganze Iahehindurch ihre Blatter behalten, und wenn sie Blu^wen tragen, welche an einigen ^ orcen sehr grosund von schönen Farben sind , sehen sie recht gutaus, sonderlich die vier und zwanzigste l^.) undfünf und zwanzigste (28 ) Sorte, welche grosseBlätter haben, und die Blumen der lezeren sinvschön gelb von Farbe, und haben einen dunckelpur?pursarben Boden.

Die drey lezten Svrten (unsere »9. 20. u.?ite)sind jährliche Pflanzen, welche man aus dem Saa^wen ziehet, den man im Merzen dahin sact, w»er bleiben soll: denn sie treiben insgemein geradeunter sich gehende holzige Wurzeln, und schlagenselten an, wenn man sie versetzet, es müste denn g^schehen, wenn die Pflanzen noch sehr jung sind'Sie lieben einen frischen leichten Boden und einevffene Lage: denn wenn sie von Bäumen beschattetwerden, wachsen sie niemalen wohl, bringen auchnicht so viel Blumen.

In den Rabatten der Lustgärten stehen sie rechtzierlich, und wenn sie daselbst unter andern jahrlichenPflanzen vermischet wachsen, machen sie eine an^muthige Mannigfaltigkeit, und sind sehr dauerhafteindem sie keine andere Wart brauchen, als daßman nur ihren Saamen aussäe, und sie immer vowUnkraut saubere. Sie blühen im Junio undl-o, und bald hernach wird auch ihr Saame reif'Ob auch gleich ihre Blumen nicht lange dauern, i^dem sie selten über einen halben Tag offen bleiben/weswegen sie Geraro in seinem Kräuterbuch,wen einer Stunde nennet; so folgen doch täglw)neue Blumen, bis sie der Frost daran hindert.

Die Absaye: Die lezten zehen Sorten :c. Awerden diese Wanzen:c. Die acht und zwanzigstelsind in der neuen Ausgabe ausgelassen.

RIES. S. 471- Col. 2. l. ,z. ist folgen-der Absaz einzuschalten: Zu Ansehung derdes Kieses giebt es verschiedene Meinungen : eirMwollen so viel als möglich weissen Sand haben,um die Wege um so viel weisser zu machen, überziehen sie selbige wohl mit steinernen Walzen,che die Mauerer öffters beHauen müssen, damit >'die Wege weiß machen. Meine hiedurch werde!sie den Augen sehr beschwerlich, weil sie diestrahlen gar starck zurück werfftn, daher man densolches allezeit vermeiden soll, und derjenige