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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
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149
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einige Sorten ie. ist nebst den beeden nac^> ?n strz>x„vtn aiiögtlasien, an deren Stelleliest nran folgendes:

Diese? ist die beste Sorte der Pottasche, und wirdAvance gebracht; sie unterscheidet sich von den.. ^u dadurch, daß sie sowohl aussen als innen.^cken, rein und blaulichtg ün ist, und wenn manEinbricht, keinen widrigen Geruch hat.

Die zweyte Sorte, in Ansehung der Güte, kommtvi, Carragena. Diele ist nicht so blaulicht als die^>ge, sondern wie mit einer Rinde überzogen, und^rd insgemein in grösseren Ballen zu uns gebracht.

giebt noch verschiedene andere Sorten vont-vttasche, welche in Engeland aus unterschiedli-Pflanzen gemachet werden ; die aber, mit den^lgen verglichen, von geringem Werth sind, undauch wenig geachtet werden. Man kennet sieder dunckeln Farbe, am Übeln Geruch und an'hrer Nässe.

- Die überiqen hier angeführten Sorten, wachsen^dem südlichen Theil von Frankreich, Spani-^, Italien und in der Levunre. Die meisten da-stehen an den Seeküsten; einige aber hat manin einem sandigen Boden, weit von der SeeLernet, wachsen sehen- Sie werden in einigen^autergarten um der Mannigfaltigkeit wiüen, be-^"dig gehalten; sind aber zu zart, daß sie in En-gland saamen tragen sollten, es müste denn sehr!^nne Witterung seyn. Die erste, zweyte, dritte^ achte Sorte sind jährliche Pflanzen, welche ichMerg in einem Beet von gemeiner Erde gezogenwo die Pflanzen sehr gros geworden sind;!^cn aber erbielt ich guten Säumen von selbigen:^nn sie htüheten nicbt leicht ehender. als bis zu An-des Septembers, da l'ie dann vom Frost ver-üben, ehe und bevor ihr Saame reif wurde: denn" erste Herbstfrost macht sie schon verderben.

. sollte man aber den Saamen der besten Sor-in die br«ttijct>en Colonien von America sen«so konnten die Pflanzen daselbst zum grossenUnheil der Einwohner und zum Nutzen der g^n-'j" Nation gebauet werden. Wollte man einige'cdrjqe, sumpfi te Felder in Carolina und Vir-dazu anwenden, würde solches sonder Zwei-^ einen guten Fortgang haben , sonderlich wenn?"n bel)m Verbrennen der Pflanze, um Pottasche^raus zu machen, die gehörige Sorgfalt gebrauch-^ denn was das Wachsthum derjenigen beeden>nanzen anbetrifft, so man für die besten hält, soich ihren Saamen dahin gesendet, und solcherv" >n den brirriscben Colonien so wohl, uud ehen-als in seinem Vatterland aufgegangen. Auchdie Erziehung dieser Pflanzen wenig Mühe:man mus den Saamen dahin säen, wo dieganzen stehen bleiben sollen, und säet man ihn imschling, so kan man innerhalb neun oder zehen^»cben das Kraut abschneiden, und da hat man. Nter nichts zu beobachten, als daß man kein Un-unter den Pflanzen wachsen lasse; geschiehetsol bes, so wird das Unkraut mit den Pflan-ein beschnitten, und kernach ist es schwer, sie aus. "anderzu sondern, wildes aber mit selbigen ver-annt, s» wird die Pottasche um vieles schlechters» !"^>en. Weil man dieses nicht beobachtet hat,^''aben dieEinwobner von Americ a, wie ich glau-y^^lelen Scbaden gelitten, indem dadurch vielerleysonderlich aber der Indig, ihren Werthbohren haben.

" I- Theil.

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Neuer Absaz.

Die Frucht dieser Pflanze wachst büsbelweis,an einem drey Schuh hoben Stengel, uns Da insge-mein oben darüber ein Busch Blatter stehet, hat sie,auf den ersten Anblick, das Ansehen einer Ananas-frucht; betrachtet man sie aber naher, so zeiget essich, daß es ein Büschel langlichter Früchte se^e,wovon jede so groe als ein Finger ist.

Herr Linnäus hat diese Pflanze also genennet,dem Doct. Rempfer , einem deutschen Arzt zuEhren, welcher eine Abbildung und Beschr eibungdieser Pflanze in seinem Werck, so er /Vmoemrzcesexoriczz betittelt, mitgetheilet hat. Herr Houston»hat diesen Namen einer andern Pflanze beygeleget,welche seitdeme unter das Geschlecht der V^romc»gebracht worden.

Der Lkaracrer ist:

Die Blume bestehet aus einem Vlatlein mireiner langen dünnen Röbre, roel^es stet? aberoben ausbreitet und in sechs Theile gerhei-!et ist, wovon dreye aufrecht stehen, die übri-gen dreve aber abrvarro hängen, so, daß stedem ersten ?lnfeben nach eine L.ippcnbliime Zi»sevn scheinet. Unrcn st^er in der L>lume derSrempfel. der dem nur ein Laden steher; her-nach wird aus selbigem eine rundlichte Lrnct )cnur O»ey Zellen, rvoe innen versthledene rund-lichre Saamen enthalten find.

Wir kennen nur eine Sorte dieser Pflanze:

XK^Pl'l'Kl^ l in ttorr < lit?. Es ist ihr kcmenglischer Name beygeleget worden. Einige nen-nen sie ^rovrcliiz. andere kaben sie zum (lolckicagesetzet, und im l!vrro ,rico Heisset siejul» t^eienZ-z, Doct. Rempfer aber nennet sie

^znbom.

Diese Pflanze wächst urspringlich in Ostindien,woselbst die Wurzel starck zur Arzeney gebrauchtwird, um den Scl weis zu tre ben, auch halt marisie für ein gutes Windtreibendes Mittel. Wcnnman sie aus der Erde herausnimmt, riecht sie starckwie frischer Ingwer. Die Wurzeln sind in ver-schiedene fleischerne Knollen abgetheilet, welchemanchmalen auch Knoten baben, und ben vier bisfünf Zoll lang werden Die Blätter sind eyformig,bey vier Zoll lang und zwey breit. Sie haben keineStiele, wachsen dichte an der Wurzel und schei-nen paarweis beysammen zu stehen, breiten sich auchnach beeden Seiten aus. Zwischen diesen Blättert?wachsen die Blumen einzeln, ohne Stiel, werdenaber dichte von den Blättern umfasset. Die Blu-men sind weiß, undprangen mit einem purpurfar-ben Grund. Zn Engeland folgt keine Frucht aufselbige.

Da. diese Pflanze urspringlich in heissen Landernwachst, so will sie in dem unserigen die freye Lufftnicht vertragen, und mus daher im Winter in ei-nem warmen Glashaus gekalten werden Weilaber die Blätter im Herbst verweicken, so sol mcmdie Pflanzen, wenn sie so ruhen, nicht zu starck be-sessen. Sezt man diese Pflanzen in das Lohkaus,und wartet selbige wie den Ingwer, so werden siewachsen, und alle Sommer viel Blumen bringen.Man vermehret sie durch Theilung der Wurzel,und dazu ist die beste Zeit im Frühling, kurz vorherehe sie Better zu treiben anfangen.