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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Seit einigen Jahren ist der Coffeebaum in den^ ^encanischen Inseln, so wohl von den Ange-ldern als Franzosen starck gezogen worden, der^nee aber, so aus selbigen nach Europa gebracht"^rc>e,!, ist daselbst in schlechte A6)tung gekommen,m)er er denn auch viel wohlfeiler als derjenige ist,sicher Ostindien kommet Viele haben den?^!>en Unterschied, was die Güte desselben anbe-tet, dem Boden zugeschrieben, worinnen erwächst,lind daher der Meinung, es seye unmöglich, daß^ Einwohner der brirrijchen Inseln jemalen aus^l)ung dieser Waare einen wirklichen Nutzen zie-^ sollten; alleilie sie irren sich gewis: denn ich bin"n verschiedenen glaubwürdigen Personen, welche^ in diesen Inseln ausgehalten haben, versichert^rden, daß die Beeren so sie selbst von den Bau-^"gesammelt und gerostet haben, so WohlgeschmackM", als immer der Coffee von Mocha seyn mag.^^'ses aber kan ich, verinog der Versuche, so mann>t i)?n Beeren gemachet hat, die in Engeland ge-Achsen, gar wohl glauben: denn diese waren so^hlgeschmack als aller Coffee, den man ausOftin,bringet, daher denn der Fehler im trocknen,^-Een und verführen stecken mus : denn wenn man^ Beeren zum trocknen in solche Zimmer leget, so^he bey den Zuckerwercken, oder bey einem Hauswo Rum herübergezogen wird, so ziehen die^-cren die Ausdünstungen bald au sich, und diese,'^chen im Gescbmack eine grosse Aenderung. Undman den Coffee mit dem Zucker und Rum inMin Echjf verführet, so wird er völlig verändert,'/'te er auch gleich noch so gut seyn: denn nichts. ^Mt so leicht, bey starcken Ausdünstungen ^cha«als der Loffcc; wenn auch nur ein Gallon?'er Quart) Rum, Weingeist, oder anderes star-5^ Geträncke zwey oder drey Tage lang mit hun-Lasten Coffee in dem nämlichen Zimmer stehet,^ wi?d derselbe gänzlich den Geschmack davon an-^!>nien, und, so wie ich erfahren habe, Schaden(v^n. Wenn also die Pflanzer in America diese^aare bauen wollen, so sollen sie die Beeren mitM Sorgfalt trocknen und packen, und sie in sol-n Schiffen versenden, worinnen weder ZuckerRum ist. Wird dieses gehörig beobachtet, soc^uchere jH, daß die Pflanzer ihren Nutzen dabey""den werden.

einem Beweis dessen was ich hier gesaget ha-darf ich nur dasjenige anführen, was mit Coffee^gegangen, der aus Indien gekommen: es wur-n. lelbiqer auf Schiffen geführet, worauf auchGeifer war, und da taugte der Coffee gar nichts,.^>l er die starcken Ausdünstungen des Pfeffers in^ gezogen hatte.

^D<15. Zciacics crcls. Wilde Kresse.

Der Characrer ist:

^elch der Vlume bestehet au» vierDlär-^elct>e verricaleyformig sind. Die Vlu?»nd ^^klein, von ungietcber Grösse,

^ zwey langer und brcirer, als die andernPf l ^'kren in der Dlume silzer der Stem,^ sechs Laden umgeben, wovon zwey6^ die übrigen. Der Grempfel wird^ "ach zi, runden zusammengedruckten, die zwey Zellen hat, in deren jeder einlornuger Gaame enthalten ist.

, Die Sorten sind:

foljj, cuneiformiduz nlinilis. intexek-

^ l-ili. »orc. Liiss. Wilde Kresse mit ganzen,Theil.

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Impfen Blattern, im englischen insgemein rk«

1kee-czn<!^-rutr.

z. ISk-K!« koliiz linezribus Äcuei« inreZerrimis»ttorr (Uiss. Wilde Kresse mit scymasspitzlgenganzen Blättern, insgemein t'erennisi Lsnäx ^u5e.

z. lscKis foliis lsnccolzris scuminsris, mferio-ribu8 fer! zris, supcrittrikus inreZerrinuL. l in.

ciit?. Wilde Kresse mir lanzenft'rmigen, spitzigenBlattern, wovon die untern ausgezackt, die vdernaber ganz sind, insgemein Lanäy rut'r.

4. leekiZ foiii! linczriduz. fupeme ler-

?lnr I^eycl. Wilde Kresse mit schmalen, obenausgebreiteten und ausgezackten Blättern.

s. lskkus foliis stnuzris, czule nuclci stmplicj.»circ ciiss. Wilde Kresse mit ausgeschweifter»Blättern, und einzelnem Stengel.

6. lLLius f .Iiis lAnceol^riz zcutlL 5ubcjenrsti8,koribus racemosts I^in. l -j«rr ^p!zl. Wilde Kressemit spitzigen, spiesfvrmigen Blattern die oben aus-gezackt sind, und deren Blumen büschelweis wach-sen.

Herr Tournefort hat dieses PflanzengeschlechtIKUlpiäium genennet, da aber dieses ein zusammen-gesezter Name ist, hat ihm Herr L.innäu« den Na-men lkcris gegeben, welches der alte Name einerPflanze von dieser Classe ist, und da dieser ihrCha«racter mit dem Character des l^cpiclium überein^kommet, ist sie in dieses Geschlecht gesetzet worden.

Die erste hier angeführte Sorte ist eine niederiae,staudige Pflanze, welche selten über anderthalbSchuh hoch wird, und viel dünne Zweige bat, s»sich an beeden Seiten ausbreiten, und wenn sie nichtunterstützet werden, sich auf den Boden sencken.Diese Zweige sind an ihrem End wohl mit Blätternbesehet, welche das ganze Jahr grün bleiben, undim Herbst kommen die Blumen am Ende der Stös-sen zum Vorschein, die weiß sind und doldenweiswachsen. Diese Blumen bleiben lang fhön, auchfolgen auf selbige wieder andere, so, daß die Pflan-zen bey acht Monate lang, vom Ende des Okto-bers bis zu Anfang des Iunii, selten ohn? Bäumenseyn, und dieses giebt der Pflanze einen Werth.

Diese Pflanze ist etwas zart, und wird daker ins-gemein im Winter im Gewächekaus gebaltcn, undwenn sie in diesem unter anoern niedrigen Plauzenvornen im Gewächsbaus stehet, macht sie ein? un-muthige Mannigfaltigkeit, weil sie den ganzen Win-ter hindurch blühet Ob sie aber gleich insgemeinso gewartet wird, so kommt sie doch in gelinden Win-tern in freyer Lufft wohl fort, wenn sie in einen,trockenen Boden stehet, un^ wenn man sie bey sehestrenger Kälte entweder mit Matten, Schilf, St' ohoder Erbsstroh bedecket, ist sie sekr woh! zu erkal-ten , und die Pflanzen, so im freyen Zeld stehen,werden besser wachsen und mehr Blumen bringen,als diejenige so man in Topfen bä!t, der Bodenaber, worein man sie pflanzet. soü weder zu fettnoch zu naß seyn: denn in beeden würde sie imSommer zu frech wachsen, und also Gefahr lauffei,im Winter von der Kalke Schaden zu leiden; wennsie aber in einem sandigen Bvden stehen, oder inKalchschutt, werden ihre Schossen kurz, starck undnicht so voll Feuchtigkeit seyn, und also widerstehensie auch der Kalte besser.

In Engeland bringt diese Pflanze gar seltenSaamen, daher man sie nur aus abgeschnittenenZweiglein ziehet, und wenn man diese in einem derSommermonate einsetzet, und für der Sonne imÄs Schat-