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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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mn besondern Topf setzen kan, der mit leichter Er-de angefüllet ist, und so lange im Schatten halt,bis sie sich von neuem bewurzelt haben.

Im Winter mus man diese Pflanzensorte in einGlashaus setzen, wo sie in mäßiger Wärme zu hal-ten sind, da sie denn wachsen, und den grösten Theildes Winters und Frühlings hindurch blühen wer-den ; manchmalen wird auch die Frucht in Enge-land reif. Im Sommer soll man sie an einen >var-men Ort hinaussehen, und ob sie gleich, so langesie draussen stehen nicht viel wachsen, so blühen siedoch im Winter um so viel besser, als wenn sie denganzen Sommer hindurch im Glashaus stehen;weil sie alsdenn gerne schwach bleiben und schlechtschössen, und durch die Blatter schwitzet ein süsserklebrichter Safft, wovon ihre ganze Oberflache be-decket wird, dieses aber giebt zu vielen JnsectenGelegenheit, welche so wohl die Blätter als Schos-sen angreiffen, und also das Wachsthum der Pflan-zen hindern, und solche unscheinbar machen. Sol-ches aber geschiehet an den Pflanzen, so in freyerLufft stehen, selten.

Wenn man diese Pflanze aus dem Saamen zie-het , mus.man selbigen im Frühling in ein gutesMistbeet laen, und wenn die Pflanzen zum Verse-tzen starck genug sind, soll man jede in einen beson»dernTopfpflanzen,nnd wieder in ein Mistbeet eingra-ben, um ihre baldige Bewurzelung dadurch zu be-fördern ; hernach aber wartet man sie eben so, wiedie so man aus abgeschnittenen Zweiglein gezogen.Da diese Pflanze im Winter und Frühling blühet,so macht sie zu solcher Zeit im Glashaus, unter an-dern zarten Pflanzen, ein feines Ansehen.

Dieser Anickel ist folgendermassen verändert.

Die erste, neunte, zehende, eilfte, zwölfte,dreyzehende, vierzehende, funszehendc, sechzehende,siebenzehende, achtzehende, neunzehende, zwanzigste,ein und zwanzigste, zwey und zwanzigste, drey undzwanzigste, vier und zwanzigste und fünf und zwan-zigste Sorte, wachsen in Engeland wild, sonder-lich aber in den nordlichen Gravschaften, weswe-gen man sie denn selten in die Gärten setzet; wer sieaber ziehen will, der darf nur ihren Saamen aus-säen, oder ihre Wurzeln in den Garten versehen,wo sie überall und in iedem Aoden starck.genugblühen werden. Sie sind grostentheils bestandigePflanzen.

Die zweyte, sechs und zwanzigste, sieben undzwanzigste, acht und zwanzigste, neun und zwan-zigste und dreysigste Sorte, sind auch bestandigePflanzen, so auf den Alpen und apenninischenGebürgen wachsen; in den Garten aber nur vondenjenigen gehalten werden, so in den Garten dieMannigfaltigkeit lieben. Da aber ihre Blumenwenig Schönheit haben, werden sie in Engelandnicht viel gezogen.

Die achte Sorte ist eine beständige Pflanze, wel-che ganze Büschel scharlachfarber Blumen bringet,die lange schon bleiben , und da sie eine sehr dauer-hafte Pflanze ist, sezt man sie öffters in die Garten;manchmalen wird sie auch das goldene Mausühr-lein genennet.

Nun folgt unser S. 406. Col. z. l. -7. vonunren stehender Abfa; : Die ein und dreysigste:c.und bernach folgender neuer : Die übrigen hierangeführten Sorten sind jährliche Pflanzen, welchewegen Mannigfaltigkeit ihrer Blumen, in einem

Gatten einen Plaz verdienen. Diese Pflanzenviel starcker, und bringen mehr Blumen, wennman sie im Herbst ziehet, als wenn sie im Frühlinggezogen werden ; auch sind sie so dauerhaft, daß 1"die strengste Kälte unseres Clima in freyer Lvfft ver?tragen, wenn sie änderst in einem trockenen Vodckstehen : denn von zu vieler Nässe faulen sie gerne.Die beste Zeit den Saamen zu säen ist im August?und da werden die Psianzen zu Ende des Septem-bers zum Versetzen starck genug seyn, man sezt sieaber in Rabatten wo sie bleiben und blühen sollen»Ihre Blumen kommen im May, und im )uliswird ihr Saame reif. LaO man selbigen ausfal-len, so gehet er auf, so, daß man also die Muheihn auszusäen erspahren kau»

Gleich Anfangs ist dieser Arrickel also ver^ändere: JA habe hier die beeden Sorten mit 9^streiften Blättern angeführet, welche man zufälligerWeift erhalten hat; jedoch ihr Ursprung ist blosalleine der SchwachederBaul.e zuzuschreiben: den"wenn man eine derselben aufdenStamm der gemeinesRoseastanie oeuliret oder pfropfet, und sie bekon^men oder treiben, so wird die gemeine Sorte daraus-Und in der That, die Streifen der Blätter diesesBaumes scheinen mehr, als bey allen andern Bäu^men, einer Kranckheit zuzuschreiben zu seyn, dahekes denn nicht der Mühe werth ist sie zu ziehen.

Der Roscastanie scheinet es drey Sorten zu ge^ben, welche sich durch die Breite der Blatter, unddie Farbe der Blumen unterscheiden» Die Blume"einer derselben sind mercklich roth und gelb gefleck-»so, daß man solches weit von fernen sehen kan, auchblühet sie etwas später.

Vor einigen Iahren war dieser.Baum ziemlichgemein, da man die Alleen vor Häusern, und a>^dere schattige Wege insgemein ans diesen Baume"pflanzte, aber sie schicken sich unter allen Bäume"am wenigsten dazu : denn wcm« sie nahe beysammenstehen, so wachsen sie nicht, wie sonst, Pyramide^formig, indem die Zweige in den Reihen mit ei>^ander vermischet werden, welches sie hernachBlüken hindert; da auch diese Blätter zu Endedes Hulii abzufallen anfangen, so haben sie nachherein sehr schlechtes Ansehen , und machen wohl dre?Monat lang, eben durch dieses Abfallen, eine b^ständige Streu. Um dieser Ursache willen ist diel^'Baum seit einigen Jahren nicht mehr geachtet wo^den.

Ob er sich aber gleich nicht so gut zu Alleen, alsviele andere Bäume schicket, so soll man ihn doc?nicht aus den Gärten verbannen, indem sie in selb/gen, wenn sie wohl geordnet werden, recht M"stehen, sonderlich während ihrer Blüte. Man s>Hsie allezeit einzeln , etwas von einander, oder au^von andern Bäumen entfernet pflanzen: denn we»"siePlaz haben ihre Aeste völlig auszubreiten, mach"'sie eine ordentliche Parabel oder einen Kegel,breiten sich an allen Seiten zwölf oder mehr Scd^weit aus, und dieses geschiehet innerhalb wenlg^Jahre; wenn sie aber so frey stehen, so trägt je^Schossen eine Blumenähre, so, daß derBaum mit Blumen bedecket ist, und ein feines A»sehen machet.

407. Col. ?. t. 1. ist in dem folgend^Absaz, Dieser Baum ;c. folgende Veränderteszu machen : Die beste Zeit diese Bäume zu ver>etzen ist im Herbst, pdep währender Wintermoiw^