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Blättern besetzet, welche bald abfallen. Ich erin-nere mich nicht an dieser Pflanze jemals BlumenLesehen zu haben.
Die zwölfte Sorte treibt viele dünne, spitzigesweige, die sich um einander, oder auch um die be-nachbarten Pflanzen wickeln, weswegen man siedenn mit einem Stab unterstützen mus, sonst fallendie Zweige auf den B^den, und wickeln sich umalles, was nahe bey ihnen ist. Sie wird sieben bisacht Schuh hoch; doch erinnere ich mich nicht, sieblühend gesehen zu haben.
Die dreyzehende Sorte hat lange dünne Zweige,welche unterstützet werden müssen, sonst kriechen sieauf dem Boden; diese Zweige sind gegen oben mitlanglichten Blättern besetzet, die wechselöweis wach-sen; aber der ganze untere Theil der Zweige ist na-ckend. Diese Sorte mus im Winter gegen dieKälte verwahret werden, man kan sie aber mitandern dauerhaften ausländischen Pflanzen in einGewächshaus setzen, und im Sommer hinausstel-len.
Alle die übrigen Sorten sind unter das Geschlechtdes'rick mzlu5, oder der Wolffsmilch/ von denvorigen Botanisten, gesetzet worden, wovon einigedieses als den besondern Character des Eu^hor-bium angegeben, daß es nackende Stengel habe;andere aber haben den Unterschied in dem ausserli-chen Ansehen der Pflanzen gesuchet. Diese habendie Sorte mit Oleanderblättern unter E"phorbi-un, geseket, ungeachtet sie sagten, der Unterschiedbestünde darinnen, daß es keine Blatter hatte. DieVuphorbia haben aber alle Blatter, wenn mansie genau betrachtet, obgleich viele derselben kleinsind, und bald abfallen, weil sie aber nicht wircklichunterschieden sind, so soll man sie unter ein Ge-schlecht setzen.
Die sechzehende und. drey und zwanzigste SorteWollen gegen die strenge Kälte verwahret >eyn; dochErtragen sie die Kälte unserer ordentlichen Winterin freyer Lufft, wenn sie in einem trockenen Boden,an einem verwahrten Ort stehen. In Engelandbringen sie selten guten Saamen, hingegen können^e doch durch abgeschnittene Zweigen im Frühlingleichtlich vermehret werden. Sie blühen im April,da sie denn eine ziemliche Varietät machen, sonder-Ach die drey und zwanzigste Sorte, welche grosseBlumen trägt, die in der Mitte einen grossen pur-purfarben Flecken haben.
Die ein und zwanzigste und sieben und zwanzigsteArte, sind jährliche Pflanzen, deren Saame aus^Vestindien zu uns gebracht worden, woselbst sie,
wie in (Ostindien ein starckes Unkraut sind. InUnserem Land aber, mus man sie bald im Frühling'u einem Mistbeet ziehen, und wie den Amaranthlractiren, sonst wird ihr Saame in Engelandnicht reif. Die ein und zwanzigste Sorte wird beyZwey Schuh koch, die andere aber breitet ihre Aestedachte am Boden aus. Man hält sie als etwasbesonderes, sie sind aber nur Pflanzen von schlechterSchönheit.
Die übrigen Sorten sind dauerhaft genug, infreyer Luffc fortzukommen, wie denn auch die mei-nen, da sie eine kriechende Wurzel haben, sich soUarck vermehren, daß sie zu einem beschwehrlichenUnkraut werden, so, daß sie nicht leicht in andere,als nur in Kräutergärten kommen.
Dievierzehende Sorte ist eine zweyjahrige Pfian-«e, welche sich vonselbst in Menge vermehret, wenn
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man ihren Saamen ausfallen läst. Sie wird dreySchul) hoch, und hat einen aufrechten Stengel.Ihre Blatter sind gros, und stehen gegen einan-der über. Manchmalen braucht man sie in der Ar-zeney, unter dem Namen c.-ltzpuuz minor.
Die sunfzehende Sorte hat kriechende Zweige 5die auf dem Boden liegen, und sich vom Stengelhinweg, acht oder zehen Zo!l auf allen Seiten aus-breiten. Sie sind dick mit graulichten Blätternbesetzet, welche ein besonderes Ansehen haben, wes-wegen man ihr denn osst, um der Varietät willen,einen Piaz in den Gärten einräumet- Es ist einedauerhafte Pflanze, mus aber in einen trockenensandigen Boden gep?anzet werden, da denn derSaame ausfället, und die Pflanzen ohne weitereBesorgung aufgehen werden. Diese Wanzen dau-ern selten über drey Jahre, weil aber die jungenPflanzen an ihre Stelle kommen, so wird die Ver-mehrung dieser Sorte wenig Mühe machen.
Die siebenzehende Sorte wächst hauffig in denWäldern verschiedener Theile von Eng land, wo-selbst sie im Früh/ahr, ein gutes Ansehen machet,indem die Blumen schon zum Vorschein kommen,ehe noch die Walder ihr Laub zeigen Diele Söttewird bey zwei) Schuh doch, und treibt viele Pur-purfarbe Zweige. Es können einige Pflanzen die-ser Sorte in Lustwälder unter ^äume gepsianzetwerden, wo sie die Mannigfaltigkeit vermehrenhelffen.
Die achrzehende Sorte wird nur in Kräutergär-ten gehalten, indem sie ehedem in der Arzeney un-ler dem Namen Liula mzjor gebrauchet worden;da sie aber nunmehr im Dispensatorio des Collegnnicht mehr stehet, wird sie selten in Engeland ge-funden.
Die vier und zwanzigste Sorte wurde auch, un-ter dem Namen kiuU m»ior, in der Arzeney ge-bra ichct; jczt aber bedient man sich ihrer nicht mehr.Da sie auch eine sehr starck kriechende Wurzel hat,räumt man ihr selten in den Gärten einen l'lsz ein,und wenn solches ja geschiehet, mus man sie inTop-fe setzen, damit sie eingeschrencket bleiben.
Es giebt noch viel mehrere Sorten der Wolfs-milch als hier angeführet worden; da aber die mei-sten derselben in den Gärten und Feldern ein Un-kraut, und die übrigen von schlechter Schönheit sind,so habe ich sie weggelassen , indem wenige dieselbenin die Garten zu pflanzen verlangen.
Dieser Arrickel ist in der neuenAusgabe weggelassen worden.
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K- ^ yä. Der Character und die Sorten sindin der neuen Alisgabe geblieben , das übrigeaber har folgende Veränderung gelieren.
Der Gartenbohmn giebt es gar vielerlei) Arten,so nunmehr in den englischen Küchengart"n gezo-gen werden, welche an ^Grosse und Form voneinan-der unterftyieden sind. Einige bringen ihre Schotenviel ehender als die andern 5 weswegen sie denn dieGärtner sehr hoch achten. Weil aber alle diese Sor-ten nur solche Varietäten sind, so aus dem Saa-men entspringen, und gerne ausarten , so soll manjährlich aus der Frembde neue Saamen anschaffen,wenn man sie frühe haben will. Ich will hier dieje-C c liigen