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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
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der D?nme siyer ein Srempfel, der mit acht

kurzen Fäoen umgeben ij5. ".uekends wieder zu einer weichen Lrucdc obc» ^>»ere, welcheim ausgebreiteten Tvclch sicher, «nd eyföemi-ge, plarce Saainen ei»ch..lr.

Die Sorten sind:

1. I)wsi>vA.c>s ^jii^ nr'inqüe !>icoloribu.'k. ?Ic>r,

Indianische Dattelpflaume.

2. Hios?v?.vs fo.iiis urriiiczue concolvribus.I.in. ?wrr. (.-us. Der pishamin - oder pe^si-monp.laume, so auch von einigen Pirchumon--pftaume genennct wird.

Man glaubt die erste Sorte wachse urspringlichin Africa, und seye von da in verschiedene Theilevon Italien, und des südlichen Frankreichs ge-bracht worden. Einige halten davor, die Fruchtdieses Baumes seye der l..oru5, womit Ul>'j^snebst seinen Gefährten bezaubert worden. Es istein Baum, der in den warmen Landern von Eu-ropa zu einem mittelmäßigen Wachsthum kom-met, als in welchen verschiedene derselben gefundenworden, so eine Hohe von dreysig Schuhen haben.Ins besondere stehet einer in dem Kräutergarten zupadua, der sehr alt ist, und von einigen Bvtani-sten ehemalen unter dem Namen ku.ij.tcum >'«cz-vi>ium beschrieben worden. Dieser Baum bringtalle Jahre sehr viele Früchte, aus deren Saamengar viele Pflanzen gezogen worden. In Engelandgiebt es keine andern solcher Baume, als nur dieje-nigen, so seit einigen Jahren in den Kräutergartenzu Cbelsea gezogen worden, wovon ich denSaa-men meinem kochzuverehrenden Gönner, ihroEx-celen', dem Chevalier Rarhgeb, dem KaiserlichenM nister m Venedig zu danckeii habe, welcher michauch mit mancherlei) andern seltenen Pflanzen, Bau,wen und Früchten verschiedener Theile der Weltversehen hat, als woher er, vermittelst seines star-cken Briefwechsels, alle seltene Pflanzen, so er nurbekommen können, gesammler hat, und feine gros-mächiqe Freygebigkeit, nach welcher er dem Krau-tergart cn zu Cdelsea alle Saameu und Pflanzen,so er nur bekommen kan, mittheilet, fordert von mirsolches hiermit öffentlich zu rühmen.

Die zweyte Sorte wachst urspringlich in Ame-rica, vornehmlich aber wird eine Menge dieser Bau-me in Virginien und Carolma in den Walderngefunden. Der Saame dieser Sorte wird offtersnach Engeland gebracht, und nunmehr sind dieseBaume in den Baumschulen um London ziemlichgemein worden. Es wird dieser Baum zwölf bisvierzeken Schuh hoch, theilet sich aber insgemeinam Boden in viele unregelmäßige Stämme,/o,daß es etwas seltenes ist, wenn man einen schonenBaum von dieser Sorte siehet. Er trägt in Enge-land sehr viele Früchte, doch werden sie hier niema-len reif. In America wird die Frucht von den Ein-wohnern aufbehalten bis sie weich wird, wie mitden Mispeln zu geschehen Mget, und da hält mansie für eine angenehme Frucht.

Sie werden beede aus dem Saamen gezogen,der im freyen Feld sehr wohl aufgehet; wann manihn aber in ein mäßiges Mistbeet saet, so gehen diePflanzen viel ehenöer auf, und wachsen viel starcker.In diesem Fall aber soll man den Saamen in Tö-pfe over Kasten säen, so mit Erde angefüilet sind,und solche in das Mistbeet eingraben. Denn diePflanzen lassen sich nicht ehender / als im Herbstversetzen, wenn die Blätter abfallen. Wenn also

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die Pflanzen aufgegangen, und zugenommen I'aben,kan man sie nach und nach an oie freye Lustt ge-wöhnen , und im Iumo volug hinauLjchen, undbis in den November draussen lasten, worauf eSgut ist, die Topfe unter di? Einfassung eines Mist-beetes zu stellen, und sie ^egen starcten Frost zu ver-wahren, als wovon die Spitzen der P auzen, wennsie noch jung sind, leichtlich versenget werden Be»gelindem Wetter aber müssen sie so viel freye Luffthaben als möglich ist. Ehe noch im folgenden Früh-ling die Pflanzen zu treiben anfangen, soll man siein eine Baumschule, an einen warmen Ort verse-tzen, woselbst sie zwey Jahre lang exogen, und her-nach dahin gebracht werden können, wo sie bleibensollen. Die zweyte Sorte ist dauerhast genug, diestrengste Kälte unseres Landes zu vertragen; docyist mir nicht bekannt, in wie ferne ein strenger Frostder ersten Sorte schade, ob sie gleich vor zwey oderdrey Jahren, ohne Schaden erlitten zu haben,demselben ausgesetzet gewesen.

O!l>8^^5.

In der neuen Ausgabe stehen am Ende die-ses Arrickels noch folgende 'Worte: Einige Leu-te säen zwischen ihre Kardendistel Kümmcl und an-dere Saamen; jedoch solches ist nicht gut: denn e6nimmt eines dem andern die Nahrung, auch sind sienicht so leicht zu jetten, als wenn sie alieine stehen.

VODäkT'Iä.

Dieser Arrickel ist folgendermaßen verän-

Die erste Sorte hat Herr Tomnefore am BergArarar entdecket, und den Saamen 5av»n in denKöniglichen Garten nach Paris gesendet, seitdemaber ist solcher auch in andere Gärten gekommen.Sie ist eine beständige Pflanze, welche insgemeinbey achtzehen Zoll hoch wirv, und dünne Stengelhat, die vom Boden an Zweige treiben, an welchenwenige kleine Blätter hin und wieder zerstreuet ste-hen. Die Blumen wachsen an den Seiten derStengel, sind der Form nach den Orantbiätterngleich, und purpurfarb. Da diese Pflanze sel^r spatim Sommer blühet, so bringt sie selten in Engc-land guten Saamen, daher kan man sie nur aliei-ne durch Theilung der Wurzel vermehren, wclci'eSaber nicht offler als alle drey Jahre gestehen soll:denn die Wurzel wird hier zu Lande nicht gar gros.Sie liebt einen feinen leimigen Boden, und will einewarme Rabatte haben, ?> o sie viel besser wa I settwird, als wenn man sie in Topfen hält: denn wirdsie in trockenem Wetter nicht begossen, so dringt sieschlechte Blumen, und die Pflanzen werden m>Htgros.

Die zweyte Sorte wächst urspringlich im südli-chen Hranctreichund in Spanien, und ist von ver-schiedenen Botanisten unter dem Namen l .m-,riZbelliäis fliliv, beschrieben worden. Diese Pflanzedauert selten langer als zwey Jahr, weswegen mattdenn ihren Saamen, so bald als er reif geworden,in Töpfe säen soll, die mit frischer Erde angefülletsind, welch« man hernach im Winter unter die Ei>^fassnng eines Mistbeetes setzet, und ihnen so vielmöglich frische Lufft giebt. Im Frühling werde»diese Pflanzen aufgehen, und da kan man einige da-von in Töpfe setzen, damit man sie im folgendenWinter in Verwahrung bringen könne; die andernkönnen in warme Rabatten aepflanzet we. den, w>>sie bey gutem Wetter gar wohl fortkommen; aberin strengen Wintern dauern sie in freyer Lufft nicht.

Weilst