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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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durch die in Stücken zeMm't-^-"e Wurzel ve- mehret, au dcrcn jedem man ein^iin einen Knopf lassen mus, wie bey Pflan-^ Potaten geschiehet. Ein jedes derselbenui.. wachsen, wenn man solches einpflanzet, undU' oder vier grosse Wurzeln bringen. In Americacwen sie insgemein seä)6 oder acht Monate in dere, ei,e man die Wurzeln zum Gebrauch aus-un> ^ werden dieselben gedratui oder gekochet,' von den Einwohnern gegessen, manch naien dachtauch Brod davon.

^Jn einigen Garten wird diese Pflanze um de?^ünetat willen gehalten; sie ist aber so zart, daßein Engeland nicht dauert, wenn man sie nichtwarmes Glashaus setzet. Da diese WurzelnMers aus America zu uns gebracht werden, sojeder, der Luft hat sie Pflanze zu kalten, selbiqe«"s vorgemeldte Weise zerschneiden, iebes Stuck in.'Ucn mit frischer Erde angefüllten Topf pflanzen," ein Lohbeet eingraben, und bis sie treiben, ein. "UZ be uessen, weil sie sonst saulm mögten. AufWeise habe ich zehen Schu.) lange SchossenBalten, die Wurzeln aber sind bey mir nicht gros^worden. Zn freyer Lufft treibt diest Pflanze5'Wt, es mag auch gleich die wärmste Zahrszeitweswegen man sie denn beständig in der Loh-uube halten mus.

. Insgemein.^friczn ZpitXZ. Africa-

Gliche Spierstaude.

Der Characrer ist:

Der Relch der Blume ist in fünf Theile ;er-'^ni<rcn. Die^>lume har fünf stumpfe 2)!ar-'u,. ^ ihrer NArre sizr der Scempfel, wel-ker n^ic fünf Laden umgeben ist, aufwelchen»eiförmige Rnöpflein siyen. Aus dem Stem-pel ^vird hernach eine eiförmige/ fünfeckichre^psel, die fünf Zellen hat, in deren jeder einA'förmiges, spitziges, hartes Gaamenkornstecket.

Die Sorten sind:

!. Oic>!5iä foliiz lmezribus liirsuti». Nort.Afticanische Spierstaude mit schmalen haa-"gen Blättern.

«. foliis lubulzris, zcuti?. I^ia. s^ork.

Africanische Spierstaude, mtt ahlenförmi-Blattern so ins Kreuz stehen.

Z. viorma 5»Iiii 5er»ceiz, zcuti?. l.in. l^ort.

Niedrige, africanische Spierstaude, mit'Veldeblattern.

Diese Pflanzen wachsen urspringlich, im Landdas Vorgebürg der guten Hoffnung, inM'-lichten und bergichten Gegenden, uud sind von^a in die holländischen Kunstgarten gebracht wor-, woraus man sie auch verschiedenen anderneuropäischen Garten hat zukommen lassen, wo sievon den Liebhabern auslandischer Pflanzen ^gehal-ten werden.

Die erste Sorte ist bereits lange unter dem Na-^?en 8pirxz ^.fricz,^ cxj-zrzsz, fc»Ii>5 piloliz, oder,vse wvblriechende africanifchc Spierstaude mit haa-"3en Blattern bekannt gewesen. Diese Sorte ist^'ne sehr ftine Staude/die fünf bis sechs SchuhM) wird. Die Stengel sind schon corallenfarb;^Blätter wachsen an ieder Seite der Zweige wech-iclxweis, sind schmal zugespizt und haarlg. DieBlu-?kn wachsen am Ende der Schossen in kleinen Bü-geln, sind klein und weis. Auf sie folgen sternför-"'Se Saamengehäuse, welche wiediedesSternani-lU. Theil.

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fes fünf Ecken haben. Ein jedes dieser Ecken istein Fach, worinnen ein schmaler, glänzender, tan»glicbtcr, schwarzer Saamc stecket. Die Saamen-gehäuse sind »oll Harzes , das, wie die ganze Pflan-ze, sehr wohl riechet.

Die zweyte Sorte wird selten so boch wie dieerste» ihre Zweige aber sind sehr lang und dünn,und kommen ziemlich unregelmäßig aus Sem Stammbervor. Die Blatter sieben kreuzweis, und sindspitzig; alle Abend schliesst sie sich an die Zweigean. Die Blumen wachsen langst den Zweigen,zwisben den Blättern, und wenn des Abends sichdiese Blumen Offnen, die Blatte? aber die Stengeldichte umfassen : so hat die ganze P^anze das ?in-seben, als ob sie mit weissen Blumenahren bedecketwäre. Da die'e Pflanzen auch lange blühen, fomachen sie ein feines Anseben, wmn sie mit ander»ausländischen Gewächsen vermischet sind.

Die dritte Sc-rte ist noch niedriger als die bee>den vorigen Sorten, indem sie selten ;wey Schnhdoch wird, breitet sich aber in viele Zweige aus.Die Blätter dieser Sorte sind glatt, und sebenwie Heideblätter aus, woher denn auch die Pflan-ze den Namen bekommen ^nceefnnniz cona-5 fc».lio Zcc. welchen ihr D. plukenet gegeben DieBlumen dieser Art wachsen bü> edel weis zu Ende derZweige, wie an der ersten Sorte , sind aber kleiner,und machen keine so grossen Sträuke.

Alle die'e Pflanzen werden dnrch abgeÄmitteneZweiglcin vermeidet,, welche man in einem derSommermonate in T^pfe die mit leichter, fnfcheeErde angefüllet sind, pflanzen, und in ein mäßigesMistbeett eingraben kan, wosel' st man sie, beyTage gegen die Son«e im Schatten halten, undauch offters begiessen mus Innerhalb zweyer Mo-nate werden die Zweiglein sich bewurzelt haben, daman denn jedes in einen kleinen Tops setzen, und inSchatten stellen soll, bis sie wieder frische Wurzelngetrieben haben, woiaus man sie unter andere aus-ländischen Pflanzen in einen bedeckten Plaz, setzenkan. Diese Pflanzen Können bis zu Anfang oes<Dcrc»bero, oder auch länger draussen bleiben, wenndas Wetter gilt zu seyn fortfähret: denn sie wollennur alleine Hegen die Kalte verwabret seyn,, so, daßsie also in einem trockenen, lufftiaen Gewächshausim Winter gar wohl aufbehalten werden können.Im Sommer aber kan man sie mit andern P -'an-zen, so man im Gewächshaus hält, hinaus in diefreye Lufft setzen.

Die Zweiglcin der zweyten und dritten ^ortewurzeln viel geschwinder und gewisser, als die vonder ersteren , welche vielmals fünf bis sechs Monatein den Topfen bleiben müssen, bis sie so starck? Wur-zeln bekommen, daß selbige zum Versetzen taugen.

Der Saame der ersten Sorte wird offters inLngeland reif, wenn man ikn aber nicht bald,nachdem er reif geworden, aussaet, so gehet er sel-ten auf; insgemein aber bleibet er ein ganzes Jahrim Boden.

VI08I'VKc>8. -rke lnäian vzre I-Ium. India-nische Dattelpflaume.

Der Characrer ist:

Der Reich der Blume bestehet aüs einemVlarlein , und ist oben in vier Theile gecheiletsDie 2?lume bestehet edenfals nur aus einen»DIärlein, geHörer zu den eyförmigen Sorten,fo wie eine Glocke aussehen, und »st am Rand«in wenig in fünf Theile gerheiler. H),rrcn in2 des