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Monat späte?. W^nn also der Herbst nicht gutist, st» wird der Saame dieser Frühlingspflanzennicht reif. Will man daher guten Saamen baven,so müssen die besten Pflanzen, von denen so manim Herbst gesäet hat, bezeichnet, und zum Saa-mentragen stehen gelassen werden. Hat man abereinige mit den schönsten Farben und gefülltestenBlumen, von jeder Sorte zum Saamentragenauserlesen, so ist es gut, alle andere nahe bey ihnenstehende Pflanzen auszuziehen : denn dadurch wer-den die Sorten vollkommener werden, als wennman solches auf andere Weise zu erhalten suchenwollte, auch arten diese Pflanzen gar zu gerne aus,wenn man den Saamen nicht mit grösser Sorgfaltsammlet. Ferner ist es gut, wenn°man den Saa-men alle zwey Aahre, mit einem guten Freund, deretwas entfernet ist, verwechselt, als welches eben-falls ein Mittel ist, diese Sorten in höchster Voll-kommenheit zu erhalten.
vkttl'äklä. ( wird also genennet von I>er>te,von I )en5 ,der Zahn; weil die Wurzel dieser Pflan-ze einem Zahn gleichet. Man nennet sie auch ttep-r»pkvl>05, von , und »!>>?,!»-(?r. ein Blat,weil diese Pflanze sieben Blätter hat; ferner Lor-slloiäes. weil ihre Wurzel, wenn sie poliret wird,wie Corallen glänzet) Zahnkraut.
S. i«5y. Col. i. l 17. der Absa;, Die besteZeit :c. ist also verändert : Die b ste Zeit dieWurzeln zu versetzen, ist im Ocroder, >a man siein einen nassen Boden, an einem schattigen Ortpflanzen soll : denn in einem trockenen Boden, oderwenn sie in der Sonne stehen, dauern sie nicht.
Diese Pflanzen haben eben keine schone Blumen,weswegen sie denn selten zur Luft in den Gärten ge,halten werden. Liebhaber der Botanic aber haltensie um der Varietät willen.
VILKVII^K.
Neuer Zusaz.
Diese Pflanze wird nun in einigen guten Baum-schulen um London , zum Verkauf gehalten, wieviele andere dauerhafte Baume und Stauden,von welchen einige nicht schöner als diese sind. Weilsie aber zu Vermehrung der Mannigfaltigkeit derGarten dienen, sind sie jezt ziemlich gesucht.
viel-rzus.
Srarr der ^ren Sorte unserer Übersetzungstehet nun folgende:
9. oiLii"äi.,z ttitpzmcA purpurez minor. InK.
Kleiner, purpurfarber, spanischer Finger-
hut.
10. Iztikoliz, Aorc ker^uZineo minore. kl. k. pür. Breitblätieriger Fingerhut, mitkleiner eisenfarber Blume.
G. 270. Col. i. l. 29. nach dem Wort, ge?halten, ist einzuschalten: indem sie recht zierlichePflanzen für einen Garten sind, lauge blühen, undin den Rabatten nicht viel Raum einnehmen. Des-wegen verdienen sie so wohl gezogen zu werden, alsviele andere Pflanze«, welche vielleicht seltener sind,weil sie erst seit kurzem eingeführet worden. Abereinige dieser Fingerhutarten, welche ehedem in denenglischen Garten gemeiner gewesen, sino ausNachlaMkeit etwas selten geworden. Die sieben-de ?c.
Der Absa; S. 170. Col. i. Etliche:c. fangtnun also an: Die meisten dieser Sotten;c.
Der Absaz: Die neunte Sorte:c. und derdarauf folgende : Diese Pflanze :c. sind wegge-lassen, dagegen ist folgendes hinzugekommen.
Der Saame aller Fingerhutsvrteu, soll im Herbst,bald nachdem er reif geworden, ausgesäet werden,sonst schlaget er öffters nicht an; oder wenn er aui^gehet, bleibet er insgemein ein Jahr im Boden lie-gen , ehe sich die Pflanzen zeigen: da hingegen de»jenige t^aame, so im Herbst gesaet worden, seltenim nächsten Frühling aussen bleibt.
VI05c0KIKä.
Neue Gorren:
4. viszcokez foiüs curä -ltig seuminstis, ner-vis lzterzlibuz aä mecjium fvlü termmatis, mzk»klar. Vire. Mannliche Dioseorea, mit spitzigen,herzförmigen Blättern.
5. viscvkLH foliis cvräzris , caule Isevi, niZZ.I.in. ttorr. Llijs. Indianische Potaten
Der ganze Arrickel ist folgendermaßen ver-ändert :
Die erste, zweyte und dritte Sorte, wachsen inden meisten warmen Theilen von America wild,woselbst sie sich um Baume oder Stauden winden,die nahe bey ihnen wachsen, und sehr hoch werden,wie die schwarze Zaunrübe in Europa. Sie sindan verschiedenen Pflanzen männlichen und weibli-chen Geschlechtes: wiederl'smnus, oder dieschwar-ze Zaunrübe, mit »velcher diese Pflanzen ziemlicheVerwanSschaft haben.
Die vierte Sorte wachst urspringlich in Nord-amerika, woher der Saame zu uns gesendet wor-den , und in den Garten einiger Liebhaber werdendie Pflanzen gehalten. Diese Sorte dauert in En-gland in freyer Lufft; die andern drey Sorten abersind so zart, daß man sie nicht erkalten kan, wennsie nicht in einem warmen Glashaus verwahretwerden.
Diese Pflanzen sterben aSe Herbst bis auf denGrund ab, und treiben im folgenden Früb!inq wie-der. An Stangen steigen sie zehen bis zwölf Schuhin die Höhe, und manchmalen blühen sie in Enge-land ; weil sie aber von schlechter Schönheit sind,so werden dieselben nicht leicht, als nur von Bota-nisten gehalten.
Die fünfte Sorte wird von den Einwohnern deramericamschen Inseln starck gebauet, und ist ih-nen zur Unterhaltung ihrer Negern sehr dienlich,die Weissen aber machen aus den Wurzeln, wennsie zu einer Art Mchl gemahlen worden, Kuchen.Wie man glaubet, so ist diese Pflanze aus Ostin-dien nach Westindien gebracht worcen: denn manhat sie nirgend in America wild wachsend gesundden ; in der Insel «Ceylon aber und an der mala-barischen Küste, wächst sie in den Wäldern, undman trifft auch daselbst gar vielerlei) Sorten an.
Diejenige Sorte, welche vorzüglich in Westen-dien gedauet wird , bat eine Wurzel, die so dick,als eines Mannes Sc! enckel ist, von unregelmäßigaer Form und unreiner brauner Färb von aussen;wenn man sie aber anschneidet, ist sie innen weißund mehlicht. Die Stenael dieser Pflanze sinddreyeckicht und geflügelt. Die Blätter sind herz-förmig, haben zwey Ohren, und seben in etwas denAronsblacrern g!eick. Die tengel kriechen zehenbis zwölf Scl uh hoch, wenn sie nabe an Bäume"oder Stauden stehen, an welchen sie sich anhängen,sonst aber lausten sie auf dem Boden fort.
Tiefe