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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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«Achten und unten geohrten Blak, und tveissenBlumen.

Die fünf ersten Sorten wachse!, ursprünglich auf^en Alpen und pyrenaischen Gebürgen, wie auch>n etlichen bergichten Gegenden von C>cster;clch,woher sie einige Liebhaber der Botanic haben kom-men lassen; alleiue sie haben wenig Schönheit, da-^er man sie dem? selten in andern Garten findet.Die sechste und achte >5? orte wachsen urspriugllch in^irginien, und in andern Gegenden des nördlichenAmerica, von woher derSaame in die englischenFarcen gebracht worden.

Diese zwey Sorten vermehren sich starck durchwre kriechende Wurzel, so, daß wenn man sie nichtEingeschränkt halt, sie den Garten bald überiauf-Daher soll man sie nur in einen abgelegenen<)rt des Gartens setzen/ zumal da sie eben keineschone Pflanzen sind.

Die achte Sorte hat sich so wohl durch die Wur-zel als den Saamen lo starck ve mebret, daß mansie in wenig Aahren für eine einheimische Pflanzehalten wird. Denn da, wo man sie in den Gartenausgeben hat, hat sie gewurzelt und sich verm-h-ket. Und die Wurzel!?,welche man in den Krauter-sarten ausgezogen hat, und die durch die Flut desFlusses weit weggeführet worden. haben M an denIlfern vestgesetzet, wo sie nun wachsen und sich starckausbreiten.

i^un folgen die zwey lezten ?lbsi:ne unsererÜbersetzung: Sie sini) alle:c. und, Sie la^'enf'ch zc. unverändert.

S, 174. Col. l» L. zz. ist start, Caracos, zuseyen: Carracca.

(^01'^. Vielon-rbiMc r.'ch-. Die Melonen-Distel. Dieser Arrickel stebr in unserer Uberse-?ung unrer x^elvczcus, ist aber fo starck ver-ändert , daß wir chn ganz hieher jeyen «nüsseNtDieses Pflanzengeschlecht ist Vtelocaccu; genen-vet worden, von eine Melone, undeine Distel, weil die grosse Sorte ein solches Anse-hen hat. Sie ist der Substanz nacy sehr fleischig,und jo grvs, als die gröste Melone; da sie aberstarck mit Dornen besetzet ist, nennet man sie eineDistel. Aus gleicher Ursache ist sie auch<!uul genennet worden, wie auch kckmomeincz-eru!, die Jgelförmige Melonendistel; weil diesesaber lauter zusammgesczte Namen sind, hat Herrkinnälis den Nainen in (DzLWs verändert, unddiesem Geschlecht den Orcus und die Opumiz, als" Sorten beygesetzet.

Der Characrer ist:

Die Blume bleibet auf den?E»nbrvon stehen,Und ist röhrichc, am Rand aber durch ver-schiedene Einschnitte abgecheiler, wo sie sichdenn auch ausbreitet Der Fxelch bestebet auseinem Äiarlein. Mitten in der Äluine styensechs lange Faden, welche bis an den obern^beil der ^luine reichen. Der «Anbrvon «virdhernach zu einer langlichrrunden fleischigen>Öeere, welche ain Grundrb»ii spiniger rvird,Und ein einiges Lach hat, s^> mir kleinen Saa-Men angefüllet ist

Die Sorten sind:l. (^ci-U5 czu^tuordecim nn^nl^ri« li>brotunchi8.I-M. c>. Die grosse ruudlichte MelonendistelMit vierzehen Ecken.

quinäecm-znLuIzr!«, anLuliz in lpi-UI. Theil.

4?

rZM contnrtiz, ss»iriis ereäiis. Die grosse Melo-nendistel, mit funfzehen Ecren, sogle-ch eine! E chrau-be gedvehetsind, und an welcher die Dornen ausrechtstehen.

z. d .vci'Uü czuztuorciecim - »nAulsris s>.ibroturi-c^U5, tpini? lonßis, recurnlZ ü'biclis. Die grosseMelonen! istel, mit vierzehen Ecken, und laugenweisen Dornen, so gekrümmt sind.

4. Huin^ucäecim ÄNguIzriz rotunclus^ipiniZ crebserimis curalimiz Intiz et rccurui.^ Gros-se Melonendistet, mit funfzehen Ecken, und breitenkrummen Dornen, so roth sind.

5. Oc'rus lubrorunchiz rcÄu5 tubercul>>! nvz-tis b.irbatis. l^'.n Korr. Liii? 5^leine Melonendistel»

6. f>roliseru5 subrotun6u5 , teälu; ru-b?rcu!i'z ovztis Iznuizino^s, spinis ^lbis ereAi?.'Kleine Melonendistel, mit weisseu, ausrecht stehen-den Dornen, so an den Seiten junge Pflanzen trei-bet, und zwischen den Knoten woiüchc ist.

Diese Pflanzen wachsen urspringlich in In-dien, wo es noch mehrere Sorten giebt, als hierbenennet worden, wenn Leute, so hievon Verstau!)laben, diese Inseln durchsuchen sollten» Von dergrossen Gattung sind etwann viere nach Engelandgebracht worden, wovon et iche oben gleichsam einestachlichte braune Mütze führten, welche die Formderjenigen Pelzmützeu hatten, dergleichen die Tür--cken tragen; anderen mangelte diese Mütze, ob diePflanzen gleich vo rkommen so gros, als diejenigenwaren, so selbige trugen. Diejemnach sö tte mansie für verschiedene Sorten halten, sonderlich da dieledern verstbiedene Jahre in den Ga ten erhaltenw»-den, und man doch noch bis jetzo nichts von ei-n-r solchen Mutze an ihnen wahrnimmt. Diejeni-gen so diese Mütze haben, tragen ihre Früchte imK>eis um den obern Theil der Mütze herum; dah ngeqen die kleineren Sorten, ihre Früchte zwischendni Beulen um dieMitte der Pflanze herum tragen.Zu einigen Abbildungen von deu grösseren Sortendieser Pflanzen, wird die Frucht so vorgestellet, alsvbsie an der Krone der Pflanzeherauslame; wem»diesemnach ein erfahrner Botanist diese Pflanzen inden Orten, wo sie wachsen, untersuchen sollte, wür-de manwahrscheinlicherWeise eine vielgrosie eVa-rietät unter denselben finden, als wohl zur Zeit be-kannt ist.

Diese besondern Pflanzen wachsen insgemein anden steilen Seiren der Felsen, in den wärmestenTheilen von America, wo sie aus den Ritzen derFelsen herauszuwachsen scheinen, und wenig oderkeine Erde zu ihrer Bevesti una haben, indem ihreWurzeln ziemlich ties in die Ritzeu der Felsen hin-ein treiben, so, daß es Mühe kostet die Pflanzenloszubekommen, sonderlich da sie starck mit Dornenbesetzet sind, daher es denn gefabrlud ist sie milHandenanzufassen. Da aber diele Pflanzen solche selsichteOrte lieben, so dauern sie selten lange, wenn sie ineinen bessern Boden von den Einwohnern dieserInseln versetzet werden.

Die grösseren Sorten sind vor einigen J-chren vielhauffiqer, als seit kurzem, nach Engeland gebrachtworden; alleine damalen wurde der gröste Theil der-selben, durch die Uuwistenheit derjenigen, so sie aufder Keift zu besorgen hatten, zu Gn-nd gerichtet:denn da sie sie begossen, machten sie daß selbige ver-faulten , ehe sie aus dem Schif genommen wurden;einige aber, welche gesund zu seyn schienen, warenso voll Nasse, daß sie bald darnach, als sie in dieGlashäuser gebracht wurden, verfaultem WerM dj«-