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Zeit aber habe ich noch keine dieser Pflanzen blühengesehen, ob ich wohl einige a'.te, bei) dreysig Jah-ren, in meiner Besorgung gehabt. Es ist eine ziem-lich starcke, holzige Staude, dere.: Stanun so dickwird ale ein mittelmaßiger Manns>chenccel. Die?!este wachsen sehr u!?regeliuaßig, und treiben imSommer starcke Schossen, die man a'le Frühlingebeschneiden mus, um den Wipfel der Pflanze inguter Ordnung zu halten. Diese Aeste behaltenihre Blatter bis geqen den Frühling hin, da siedenn absagen, bald aber durch neue ersetzet werden.Man kan sie durch abgeschnittene Zweiglein vermeh-ren, die man im Frühling einsehet, lind im Win-ter müssen die Pflanzen in das Haue gebracht wer-den ; weil sie zu zart sind denselben hindurch in frey-er Lufft, in diesem Land, anzudauern.
Insgemein der africamsche Man-delbaum.
Herr Linnens bat diese Pflanze also benennet/And sie von dem Geschlecht der Mandel, wegen derForm ihrer Blume abgesondert.
Der Cbaracrer ist:
^ie Blume bar keinen Aelch, lind bestehet«Us vier schmalen Blarlcin, die eine Robresormiren/ und sieh um Rand umbiegen. Ausder Mitte enispringt der E^erftock, den vierLaden umgeben. sTIachgehends wird selbigerZU einer rveieben scidenlinden Frucht/ rvorin-^en eine eyformige ^us enthalten ist.
Wir haben nur eine Sorte dieser Pflanze:
l-iort. ZtMvgclZlnz etli<o?iez,
^UÄu holosencn. krevi. ^enr. Die afncanischebder äthiopische Mandel mit seidenlinder Frucht.
Dieser Baum wachst ursprünglich » der GegendUM das vorgebürg der Eliten Hosinung, auswelcher e>' zu erst in die schonen Karten nach Hol-land gebracht, und von da aus in verschiedene Thei-le von Europa versendet worden ist.
In diesem Land wird er selten über acht oder neunSchuh hoch, in seiuem Vatterland aber wird er einBaum mittelmaßiger Grosse; da er aber in diesemLand in Kübeln oder Topfen gehalten werden mus,weil er zu zart ist, in feyer Lufft den Winter hin-durch auszudauern : so können wir uns keine Hoff-nung machen, daß er bey uns zu einiger Grosse ge-langen sollte.
Es wird diese Pflanze durch abgeschnittene Zweig--lein oder Einleger vermehret. Die Zweiglein sollMan im Aptil einsetzen und in ein temperirtes Mist-beet bringen, sonst wurzeln sie nicht. Die Einle-Ser wurzeln öffters innerhalb zweoer Jahren nichtstavck genug, um von den alten Pflanzn .-bgenom-wen werden zu können. Wenn man sie?w/ige ein-leget, ist es gut, sie an einem Knoten aufzuschlitzen,wie beym Einlegen den Nelcken zu ges ehen ofleget,lndem dadurch ihr« Wurzeiung defö.dert wird.
.Diese Pflanzen wolle - im Winter ein gutes Ge-wachshaus haben; im Sonnner aber soll man sie>n einen bedeckten Platz hinaussetzen, da sie denntreiben, und manchmalen Fruchte bringen werden,>o, daß sie also unter andern auslandischen Pflanzenewe seine Mannigfaltigkeit machen.k!^55lc.^.
S. I4Z. Col. I. ist nach Lin. IZ. folgender
hinzuzusetzen :
Der neapolitanische Broceoli hat weisse Köpfe ,. Kopsen!>es Blumenkohls sehr ähnlich sehen,und sich wie seidiger verspeisen lassen, so, daß matt
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keinen Unterschied bemercket. Er ist viel zarter alsder rönnjche Broccoli, und wird daher in ü.! ge-land nicht so starck gebauet: denn da überhaupts inden Garten um London viel Blumenkohl wamset,welcher, wen» gute Witterung ist, bis um 'Mech-nachren dauert, so wird der neapolitanische Broc-coli , der zu gleicher Zeit kommet, nicht so viel ge-achtet.
G. 11-6. Col. i. L. 2. von unren, ist nachdein N)orc: kan, hinzuzuseyen : Es begiebt sichabe. vielmals, daß einige Blumen an den weibli-chen Pflanzen Zwitter sind, woraus man schliesset,daß sie guten Saamen trafen würden, und dieseswag sich auch b-v mei en Pflanzen ereignet haben:denn ich habe an der Pflanze nicht jede Blume un-tersuchet, und ran also auch nichts gewissere melden,als ich hier angeführet habe»
Der Character ist solgendetmassen verändert:Sie hat eine vielspalcige, trichterförmigöDUime, so aus einein ^»läclcin bt stehet, ausderen ^rlch, welcher bis unren zerschnitten ist,ein mit vier Embryonen umgebener Stempfelkommr; aus jeneni werden hernach so viele Saa-men, die einem ^7acrerkopf al nlich sehen.
S> l47-^ ^-ol. i. L.. t?. ist der AbsazDiehier ange.ühl'te:c- folgendermassen verändert!Die sechste und siebende S orte sind Varietäten vonder Gartenochsenzunge, die man, um 5er Mannig-saltiche.it wilkn, in ^raukergärien halt^ Man kansie aus dem Saamen ziehen, we el en man im Herbst,bald nach seine,- Zeitigung aussäen sol!: da er denngewisser bekommen wird, als wenn Man ihn imF ubting aussact. Oder wenn man den ^ aamenauffallen lasset, lind der Boden vom Unkraut reingehalten wiro, so gehen die Pflanzen auf, und kön-nen hernach, in solche Beete, worinnen sie bleibensollen, verletzet werden. Die Herbstpflanzen wer-den im nächsten Sommer blühen, und wenn ihrSaame reis geworden, verderben die Pflanzen ins»gemein; daher soll man jährlich einen Vorrath vonfrischen Pflanzen ziehen, wo man sie erhalten will.
Der auf dnsen folgende Absa; ist folgendermasjcn verändert: Die zwölfte Sorte ist eine jähr»liche Pflanze von niedrigem Wachsthum, indem sieselten über drey oder vier Zoll hoch wird. Sie dringtsehr schöne scheckige, wohlriechende Blumen , wes-wegen sie auch die Lieohaber halten. Wenn Mattden Saamen dieser Sorte im Herbst säet, so dau-ern die Pflanze» den Winter über, und blühen balddaraus im sollenden Frühling, so, daß man sich vonihnen guten Saamen versprecien kaii. Lasst manauch diesen Saamen ausfeilten > so geben die Pflan-zen hesftr auf, ale wenn man sie noch so sorgsal'ic. saet,wenn man nur den Boden vom Unk aut rein hält.
G- 157. Col. 2. b ncch dem V^orr, verse-tzen, ist noch beizufügen: Sie gehen von dem imHerbst ausgefallenen Saamen auf.
S. 14k ^oi. t. l. 24. nccb den dorten, ^ehtgelobt, seye hinzu: man nennet sie auch (.onloliäsMt.cl>!>»
Dieser Zlrtickel ist folgender Mas-sen verändert : Boüige Wurzeln sind zwererleyArt; als nämlich häutige und schuppige, (ine ban-tiqe Wurzel bestehet aus vielen .s a -ten , von wel-chen eine die andere umgiebt, wie an den Zwiebeln,Tulpen :c deren Wurzeln, wenn sie mitten entzwei)geschnitten werden, die verschiedenen Häute ganjVeutlich zeigen. Eine schuppige Wurzel bestehet aus
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