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Erde, an einen offenen Ort säet, so werden diePflanzen, ein Monat oder fünf Wochen darnach/aufgehen , und lässt man sie in dem Play stehen/wohin sie gesäet worden, so brauchen ste keiner amdern Besorgung, als daß man sie jatte und auszie-he, daß sie sechs.oder acht Zoll von einander stehen.Im Iulio werden die Pflanzen ihre Beeren zu zei-gen anfangen, da sie denn ein feines Ansehen ma-chen. Viele aber sitzen diese Pflanzen in die Ra-batten ihres Blumengartens, andere aber in Tö-pfe, um sie in die Hofe, oder auch auf niedrige Mau-ern unter andere jährliche Pflanzen, zur Z'.erde die-ser Play«, setzen zu können.
Wenn man diese Pflanzen versetzen wil!, sollwan solches vornehmen, ehe sie noch ihcen Blumen-stengel treiben , denn nachgehendS laj>en sie sichnicht gerne mehr versetzen Pflanzt man sie mTöpfe, wollen sie bey trockenem Wetter gehörigbegossen seyn, sonst bleiben sie zurück, und kommenZu keiner Grösse; mit anwachsendem Blumenstengelaber, mus man sie mit Stäben stützen: denn ge-schiehet solches nicht, so fallen die Zweige aufden Bo-den, wenn die Beeren etwas gros und jcywer ge-worden.
Die Blatter dieser Pflanzen sehen den Blatterndes spitzigen Spinats gleich, und die Beeren sindscharlachroth, und werden,wenn sie welckem purpur-sarb; sehen auch der Form nach den wilden Erd-beeren sehr gleich, weswegen sie denn auch ^rdbeer-spinat (8trz>'. bcrr^-8pm^c^) gencnmt wird.
Äie zweyte Sorte wir^ dritchcüb ^ chuh, undwanchmalen auch, in einem auten Boden, dreySchuh hoch, und ist von unten bis oben, an ^ede.nKnoten mit Beeren besehet, so, da., wenn dieSken-Set ordentlich unterstü^et werden, sie ein seines An-sehen machen. Die dritte ?. orte wird lelren ckhochals die zweyte, aber die Beeren sind fast großer,und der obere Theil des Stengels ist nn r so hochmit Blattern bewachsen, auch sind die Zacken der-selben nicht so spitzig. Es sind lauter jährliche Pflan-zen, die sich selbst in Gärten aussaen/ und, ohneMühe zu verursachen, aufgehen.
Dieses Pflanzengeschlecht hatHerr vaillanr, ein Professor der Botanic zu Pa-ris , also genennet, dem berühmten Hocrhaave zuEhren, der Professor der Botanic, Cd-mie undMedicin auf der Universität zu L.e> den gewesen.
Die Einwohner von'Westindien, wo diese Pflan-zen urspringlich wachsen, nennen sie das Sclnveins--rraut ( ttttAneec!) und schreiben ihr mancherleyherrliche Kräffte zu.
Der Character ist:
Die Vlume bestehet «ns einem Alätlein, soDlockenfsrmig ist; fünf Ecken und kaum eine»Zxelch hat. In der Micre steckt der Grempfelmir drey kurzen Läden umgeben, dieser wirdHernach zu einer gestreiften Fruchr, rvorinnennur ein Saamenkorn enthalten ist.
Die Gorren sind:
1. ZoCkn.väViä lttlzniroliz in»j r. Vzill. Diegrosse Boerhaavia mit dem Nachtschattenblat.
2. solzn>5o!iz vrocumpens er. kir-, ÜQribuz cc)ccin>-i5 comp^Aiz. ?Ic>uü. Die
baarige kriechende Boerhaavia, mit dein Nacht"schattenblat und dichte beysammstehenden scharlach-farben Blumen.
z. Lokknzkvix sliines folic» , lcan6cn8 , üori^du; xzlliäe lureis msjoribus in umbeÜL moäum
Hl. Theil»
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ciispttsikiz, femine zspero. Kriechende Bvet^haav a mit dem Hünerdarmblat, grossen hellgcll.cn,doltenwas wachsenden Blumen, und rauem aa«»men.
4. 5o!znjfoiiR, ureAz, xjzbrz, ^c>.
rikus c«rnei5. Iüxiu>; clilpositix. Alifrecht
wachsende, glatte Boerhaavia, mit dem Nacht-schattenblat, nnd fleischfarben Blumen, so eintlockere Aehre maä)en»
s. procumbenSj 5oj?ni 5vho ßlz-
brz , ttnre coccineo Kriechende Boerhaa-
via, mit dem glatten Nachtschattenblat, und scharelachfarber Blume»
Alle diese Pflanzen wachsen urspringlich in West-indien, woselbst sie ein Unkraut sind. Die ersteSorre ist in den britannischen Inseln sehr gemein;woselbst j^ich die Einwohner derselben gegen verschie-dene Zufalle bedienen, und sie als ein Mittel gegen,vtcle Krauckheicen rühmen.
Sie sind lauter jährliche Pflanzen, welche balddarauf, wenn ihr Saame reis worden, vergeben;und in warmen Landern wkd der Eaame, wenn erausfallt, aufgeben und daselbst zu einem Unkrautwerden. In Engelandmus derSaaim im Mer-zen in ein Mistbeet gcsäet werden, die 'i «ianzcnabersoll man in ein anderes temperiites Mistbeet verse-tzen, um sie fortzubringen Daselbst kan man siebis um die Mitte des Juni: wachsen lajstN; hernachaber mus man sie 'orgfaltigst in ein Beet von fetterErde, an einen wanncn Ort pflanzen, da denn ihrEaame im August oder zu Ansang des Septem-bers reif werden wird»
z. kc»inuc czuie creAo inermi, foIÜ8 cleciäuis.Der gerade, glatte Schusserbaum aus Canada,so im Winter die Blätter fallen lässt.
S. ?. Col. >.I. 24. von unren, statt: Diesedrey Pflanzen, seye: Die drey ersten Sorten:c.
- — L. von unren, seye starr, Beede>Diese.
Neuer Zusaz.
Der Saame der dritten Sorte des Schussesbaumes ist ans Canada gekommen, allwo selbigeein hoher Baum wird. Man hat sie zu Paris i>,dem Königlichen Garten gezogen, wo sie in freycxLufft stehet, und aus der Wurzel Nebenschossen trei-bet , durch welche selbige vermehret und in verschie-dene Gärten vertheilet worden; aber in Engelandist sie setzt sebr rar; indem sie nur alleine in den scho-nen Gärten des verstorbenen Herzogs von Rich-mond zn Grodrrood in Gujsex zu sinden ist, undwovon eine Pflanze in den Kräutergarten zu Chel,fta stehet, welche durch die Gnade desselben imJahr l-^sO. dahin gekommen ; weil sich aber dieserBaum starck durch Nebenschossen vermehret, so ste-het ;u boffeiu er werde in wenigen Jahren, in denenglischen Gärten, gemeiner seim; sonderlich da er,dauerhaft genuc. ist die gröste Kalte unserer Winterin freyer Lnfft auszustehen.
Da dieser Name der indianische Geschlechtsna-me ist: so hat ibn Herr L.innäus in (^uil»nt.,in ver-ändert, um dadurch das Andencken des MelchiorGuilanduuis, welcher Professor der Botanic zupadua gewesen, zu verewigen.
LMMKOWlä. Pater Plumier hat diesem Pflan-zenqeschlecht, zu Ebren des Hauses Bourbon>der Könige von Frankreich, also benennet.
Herr kinnälis setzt solches unter die Lorbeeren/und macht eine Sorte des l^urus daraus; da aber
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