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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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38
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Boden zähe, so wird es besser seyn, solches des Jahrszweymal zu thun, nämlich im Ocrober und Mer-zen : vasurch wi'-d das Wachsthum der Pflanznsehr befördert, ihre Würze n aber werden zum Ver-setzen um so viel besser zubereitet.

Da es welche geben mögte, die etwann Lust hat-ten ihre Hruchtbäume selbst zu ziehen, so will ich nunvon der eigentlicheil Art unv Weise dergleichenBaumschulen anzuleqen Unterricht geben, dabeyaber hat man foigenoe Regeln zu beobachten.

i. Daß der Boden :c.

S- ! s. Col. . L.» Zl. nach l^veicerite Zt. isthinzuniserzen: Wenn man aber dieses vorhat,mus man die Frucht, bi? sie abfällt, an dem Baumhangen und hernach faulen lassen Hierauf kan mandie Kerne herausnehme ?, in Sand stecken, sie sorg-faltig vor den Würmern verwahren, und an einensolchen Ort sehen, wo es nicht zu feucht ist, weil siesodenn schimm icht werden mögten.

^G- iis. Col. 2 L.. von unten, seize startDirnstammen vorzuziehen, den wilden, -' d.i.Birnen) Stammen vorzuziehen. Dieser bedienetman sich insaemein für alle weiche, schmelzende Bir-nen; für die harten Birnen aber sind sie nicht so gut,weil diese, wenn man sie darauf propfet, gernesteinig werden. Selbige werben:c.

G. «l6. Col. !. L. ?c>. nacd den dorren:gepflanzet sind, seye hinzu: Daher pflegen dieGärtner der Baumsi-Hulen insgemein auf Pflau-menstamme Aprieosen oder wilde Pfersiche zu pfro-pfen, und wenn solche ein Jahr lang gewachsen ha-ben, pfropfen sie auf diese Schossen die zarten Pfer-sicherten , auf welche Weise verschiedene Sortenwohl anschlagen, die sonsten nach de-- gemeinen Art,nicht wachsen wollen, oder kaum am Leben bleiben;und diese werden von den Gärtnern doppeltgepfropf-te Pfersiche ( äouble-work'ä?ezckc8) genennet.

S i-6. Col. i. L. 27. nach, oculiret, seize:und andere die Amarellen:c.

G. l i6. Col. k. L,in. 18 mus was von denWorten an: Doch mus solchem, stehet, folgen-dermassen geändert werden : Doch mus manihn nicht zu^dick an den Stämmen der Pflanzen,noch zu lange liegen lassen; weil dadurch die Nässegehindert würde bis zu den Wurzeln der Pflanzenzu dringen; welches vielmahls geschiehet, wo mandenselben nicht mit gehöriger Sorgfalt, so bald derFrost vorbey ist, wegnimmet.

Der Absaz : Die Baumschule, in welcher manWaldbäume :c. wie auch der folgende: daherwill ich nur :c. sind in der neuen Ausgabe weg-gelassen.

Auch mangelt in selbiger der lezte Absaz dieses Ar-tikels S. 1 Col. i. In diesem Plaz :c.

Zu Ende dieses Arrickelsist hinzuzusezen: Diezweyte Sorte wird in der Arzney gebraucht.

s. Hmericzni Iierb.icca foüis dir-

LXX l2:iaril'UL. llore aib». Das americanische,grasartige Dollkraut, mit breiten Hexenkrautblät-tern, und weisser Blume.

Neuer Zusaz.

Der Saame der fünften Sorte ist durch HerrnRobert Miliar, einem Wundarzt, von Carrhagenazu uns gesendet woroen, und selbiger ist, in verschie-denen Gärten, wo man ihn ausgesäet hat, aujge-

gangen. D>e«e Pflanze ist zart, weswegen sie be-ständig im Glashaus gehalten werden mue, undweil es eine durstige Pflaiize ist, will sie auch öftersbegossen seyn- Sie wird insgemein zwey oder auchmehr Schuhe hoch, und trägt alle Sommer vieleBlumen; so viel miraber bekannt ist, hat sie in En-gelland noch nicht Frucht getragen. Man kansie durch Theilung der Wurzel im April leichtlichvermeh en, weil es aber eine Pflanze von schlechterSchönheit und geringem Nutzen ist, so wird sie nurum der Varietät willen, in einigen Gärten gehal-ten.

K5I^I8.

Am Zinde dieses Artickels sind die S. 118-Col 2. L. 24. nack, Rabatten pflanzen, fol,gende Worte, also zu andern: und a e Jahrversetzen und theilen, dadurch werden ihre Farbenerhalten, auch können sie sich nicht zu sehr ausbrei-ten , sonst arten sie gerne aus.

LLI^0IN.

Inder neuen Ausgabe ist dieser Arrickel aus-gelassen, und der Leser wird auf Naurus ver-wiesen.

?. ßraminez, störe minore csru-

lec,. I-Iorl. ?,!rk. Die grasblätterige Betmudiana,mit kleiner blauer Blume.

Diese Sorte hat Herr Linnaus unter den TitelLihrincwum gesetzet , da aber Herr Tourneforrein so bentteltes Geschleä)t gemachet, und verschie-dene Sorten davon, von den ehemahligen Botanüsten, unter diesem Namen bekannt gemachet und be-schrieben worden: so will ich den Namen öermuäi-zns beybehalten, indem diese dritte Sorte mit demCharacter wohl überein kommet.

Die erste Sorte ist dauerhaft genug, die Kalteunsers ordentlichen Winters, in freyer Liesst, aus-zustehen, wenn sie in einem trockenen Boden, an ei-nen warmen Ort gepflanzet ist. Weil sie aber ineinem strengen Winter verderben könnte, soll maneine oder die andere Pflanze in Töpfen halten undim Winter verwahren, damit die Sorte bleibe. Mankan sie aus dem Saamen ziehen, welchen man imMerzen, in eine an der Sonnen liegenden Rabat-te säen kan. Im Max werden die Pflanzen aufge-hen , und keiner andern Besorgung nöthig haben,als daß man sie vom Unkraut reinige Um Mi-chaelis kan man sie dahin versehen, wo sie blei-ben sollen; im folgenden Sommer werden sie blü-hen und Saamen trafen.

Die dritte Sorte ist lange nicht so dauerhaft alsdie eiste, wiewohl ich sie bey sehr gelinden Winternin freyer Nift erhalten habe; doch ist es am bestenmanverwa're sie, im Winter, in der Nahm ei^eSgemeinen Mistbeetes, wo man ihr bey gelindemWetter Lufft geben ran. S'.e bringt, wie die er-ste, alle Jahre, Blumen und Saamen. BeedeSorten können auch durch Theilung der Wurzelfortgepflanzet werden, und die beste Zeit dazu istum Michaelis.

Hierauf folgt unser zweyter Absaz : Diezweyte ^orte:c.

Hiev findet sich nach dein ersten Absaz fol-gende Veränderung.

Die andern Sorten sind lauter dauerhafte Pflan-zen, und können entweder durch den im Frühlingausgesäten Saamen, oder durch Theilung ibrer

Mir-