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Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
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Waldbäume finden solte. In Holland sind ihre^flanzschulen nur für die Blumen, w'wohl ihrerivemge auch einige zarte, ausl .ndische Pflanzen zie-hen. Alleiye in einigen vvn den um ^onoon befind-lichen Pflanzschulen, ist alles dieses griffen, undaus selbigen werden die meisten ausländischen Lieb-haber mit Vorrat für ihre Garten versehen. Je-doch es ist mein Vorsaz nicht hier von diesen grossenTanzschulen zu handeln, oder von solchen eine Be-schreibung mitzuteilen; sondern ich will nur vondenjenigen Unterricht geben, welche die Liebhabetvom Pflanzen nothwendiger Weiie da haben müs-sen, wo sie einen Pflan;pla; anlegen wolle.1. Dennwenn diese gros sind, so macht es nicht wenig Un-kosten viele Baume berbeyzuführen, zumal aus ent-legenen Hrten, uud da man es auch noch wagenwus, ob sie bekommen und anschlagen: wie es dennin der That viel gewatet heisset, wenn die Pflan-zen in einem guten Land erzogen worden sind, undin ein mittelmaßiges versetzet werden . Daher ist essür jedem, der pflanzen will, uuum '.anglich nothig,daß er mit Anlegung einer Pflanzschule den Anfangwache. Doch mus ich, mit Erlaubnis, in diesen»Ar.ickel anmercken, daß man die Pflanzschule nichtbeständig in einem gewissen Stück Landes halte. I hwill so viel sagen, es seye nicht gut, etliche Jahrehintereinander, in dem nämlichen Stuck Feides be-ständig Baume zu ziehen; weil dadurch der Bodenvon den Bäumen so ausgesogen werden würde, daß<r endlich dazu gar nicht mehr tauglich »rare Des-wegen pflegen alle kluge Gärtner, so Baumschulenhalten, von Ae-t zu Zeit, den Boden zu andern;wenn sie also aus einem Stuck Feldes die Baumsherausgenommen haben, so pflanzen sie entwederKuchenkräuter, oder andere Dinge, zwei' bis drei)Jahre lang darein, da sich denn der Boden dieseZeit über, zumalen wenn er gedunget und umgra-ben wird, wieder erholet, und soandere Bau-We in selben gepflanzet werden können. Alleine sie»nüssen dieses aus Noth gezwungen thun, weil sieein eingeschrencktes Land haben; solche Herren aber,welche im Land viel Feldes haben, sind dazu nicht»erkunden. Daher wollte ich allen solchen rathen,ihre Pflanzschulen da anzulegen, wo man für be-ständig eine Pflanzstätte haben will, und eine ziem-liche Menge von Bäumen stehen lassen kan, wenn5ie übrigen ausgehoben worden, um selbige anders-wohin zu setzen; und dieses ist für alle hochwachsen-de Bäume, sonderlich aber für solche, aus welchenman Bauholtz ziehen will, das allerbeste Verfahren:denn alle Baume, so aus dem Saamen gezogen wor-den, oder die man, wenn sie noch jung sind, dahinversehet, wo sie bleiben sollen, werden viel besser zu-nehmen und viel grosser werden, als diejenige,welche man, wenn sie schon älter sind, versetzet.Daher soll man immer in den Baumschulen bald. ^latz machen, nnd alle die Baume, so man anders-wohin pflanzen will, herausnehmen, weil sie nochlung sind: denn dadurch erspahret man die MüheUnkosten, so man sonst mit derBepfählung, mitdem Begiessen:e. haben würde, und die Bäume>chlac;cn viel besser an. Wenn aber in einem offe-nen Land Baumschnlen angeleget werden, ist es nö-thig, daß man die Bäume länger stehen lasse, da-w>t selbige, indem sie dicker werden, einander selbstMr Bedeckung dienen und sich selbst ziehen, und da>l-u man sie, nachdem sie heranwachsen, nach und!>ach wegnehmen: denn wollte man gleich anfangs5" !"tlemlt einander wegnehmen, würde die Kälte^.Wachsthum der zurückgelassenen Bäume nurWweru. Alleine alsdenn soll man diese Bäume/III. Theil.

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welche man in einem gewissen Me'' aus diesen Baum-schulen nimmt, nicht eben verpflanzen; sondern esist besser sie zu Brennholtz zu brauchen, als s lbigeso gros zu versetzen; weil, wenn man sie mit gutenWurzeln ausheben will, die Wurzeln cerjeiiigenBäume, so stehen bleiben, östcers sehr beschädigetwerden

Was ich jetzt gesaget habe, ist nur von solchengrossen Pflanzplätzen, dergleichen Thier^artcn, Wal-der :e. sind» zu verstehen, solche Pfianzschulen aber,wo man nur immergrüne und blühende Stauden ,oder solche Pflanzen ziehen will, womit die Gartenausgezieret werden, können an einem - rt bleioen;weil em kleines Stuck Landes hiezu hinlänglich ge-nug ist- Zwei) bis drey Morgen Landes sind zu vemgrössesten Vo haben hinreichend genug , und eil»Morgen ist vo',kommen gros genug, zu einer Pflanz-schule von mittelmäßiger Grösse. Auch kau mansich eines solchen Stuck Fe-deS allezeit bedienen, umselbiges mit d?m Saamen fremder Baums unsPflanzen zu besäen, wie auc!' vermiedene SorteiPzweijähriger und beständ iger Blumen zu ziehen, umsolche in die Rabatten des Lust arten zu versetzen,auch manche ley Sorten boüenwurzliche Blumenaus dem Saamen zu erziehen, wodurch man jähr-lich vielerlei, neue Sorten erhalten kau, so ^ie Mu-he und Unkosten bezahlen; und dabey erbält manauch noch über dieses eine annunhige Belustigung,für alle diejenige, welche im Gartenbau einen ver-gnügenden Zeitvertreib suchen.

Ein; solche Pflanzschule soll auch in Ansehung desWassers ihre bequeme Lage haben ? denn wo diesesmangelt, so wird die Zufuhr des Wassers bey tro-ckenem Wetter nur Unkosten verursachen. Auchsoll sie so nahe bey der Wohnung liegen, ais es nurimmer schicklich seyn kan, damit mm selbiger, zualler Jahrszeit, bequem nachsehen könne: denn esist unumgänglich nöthig, daß der Herr selbst dieAufsicht darüber habe; findet er hieran kein Ver-gnügen, so kau man sich von einem glücklichen Fort-gang wenig Hoffnung machen. Der Boden einersolchen Pflanztthule mus auch gut und nicht zu schwerund zähe seyn; weil ein dergleichen Erdreich zur Aus-saat der meisten Sorten von Saamen nicht tauqt:denn da es im Frühling uud Winter nas bleibt, sijwürde der Saame der meisten zarten Gewächse,sonderlich der Blumen, im Boden faulen, wenn erfrühe darein gesäet werden sollte. Sollte also je-mand keinen andern als dergleichen Boden habenkönnen, so mus man eine genuisame Menge Sand>Aschen, und andere leichte Düngung darunter gra-ben, um die Theile von einander zu sondern, unddie Erde zu Pulver zu machen, wirfft man ihn aberFurchenweis auf, daß ihn im Winter die Kaltedurchdringe, wird es ihm sehr vorträglich seyn;glei>'chen Nutzen wird auch das öfftere Umgraben, s»wohl vor als nach dem Bepflanzen, bringen.

Die'verschiedene Vortheile, die man von einersolchen Pflanzschule zu gewarten hat, werden einemjedem, der diese Sache nur etwas überdencket, st»klar einleuchten, daß es unnöthig wäre, wenn ichsolche hie anführen soüte, daher will ich nur, m tErlaubnis, dasjenige hie wiederholen, was ich sovfft angepriesen habe / daß man nämlich den Bodenimmerzu von Unkraut rein halten soll: denn lnsstMan solches wachsen, so entziehet es den jungen Bäu-men die Nakrung. Hernach mus man sich an hdieses ein Hauptwerck seyn lassen , daß man wenig-stens das Jahr einmal den Boden zwischen den jun-gen Pflanzen aufgrabe, damit er locker werde, und«die Wurzeln darinnen treiben können; ist aber derK BodeH