Z6
2. sculezlz, tolzm solio zn^ustiore,
^Ic>re cxruleo, pjum. I>iov. (Zcn. Stachlichte Bar-leria mit dem schmalen Nachtschaitenblat, und blau-er Blume.
Die erste dieser Pflanzen ist inIamaica und ver-schiedenen andern Theilen von Wcstindien sehr ge-mein ; zur Zeit aber in Engelaut» etwas Zar selte-nes. Sie wird drey bis vier Schuch hock), und thei-let sich in viele dünne Zweige, so grau aussehen.Am Ende der Zweige wachsen die Blumen, die schüttroth sind, und wie die Blumen des^ncirri in, aus-sehen. Aus diese Blumen folgen viereckichte Saa-mengehäuse, die bey eimm Zoll lang sind/ und vieleplatte braune Saamen enthalten. Wenn diese Saa-men ''eif sind, /pringen sie mit Gewalt weg, wennman das Gehäuse berühret.
Die zweyte Sorte ist in Iamaica weniger gemeinals die-erste, hingeaen wachst sie in einigen frauzö-sisthen Inseln von America hauffig. Sie wird nichtüber zwey Schuhe hoch; die Blätter sind schmalerals an der vorigen Sorte, und die Blumen sind vonFarbe schon blau.
Die Blumen dieser Pflanzen sind sehr fluchtig,indem sie selten über einen halben Tag dauern. Ins-gemein gehen sie des Morgens auf, wenn aber dieSonne starck scheinet, schliessen sie sich geschwinde,»der fallen gar ab, so, daß sie also wenig Schönheitbaden, und wenn der Saame reif ist, und die Scho-ten berühret werden, sprin-jt er, vermög ihrerSchnellkrafft, weit hinweg , daher man denn, umsolchen zu sammle», Vorsicht zu gebrauchen hat.
Es werden diese Pflanzen aus dem Saamen ge-zogen , den man im Frühling in ein gutes Mistbeetsäen mus,die Pflanzen aber müssen in dem Lohglas-i)ans gehalten werden : denn stehen sie im Sommerm freyer Lufft, so werden sie niemalen weder blühennoch Saamen tragen , und von der ersten Herbst-kalte verderben. Stehen sie aber im Lohbett, musman ihnen bey warmen Wetter viel Lufft geben,sonst werden sie gerne schwächlich , und haben einkranckliches Ansehen.
Herr Linnäus hat diese Pflanzen unter sein Ge-schleckt kuclliz gesetzet, und den Namen dieses Geschlechtes einer Pflanze beygeleget, so in den euro-päij^ cn Gärten unter dem malabarischen Na-men Colerra- vcerla bekannt war.
S. i c>. Col. 2. l. 26. stnd die Worte, und sindpurpurfärb, rreggelüsjcn.
G- >i'- ^0! >- l sind die lezern Worte,
die Zwey lezern Pflanzen :c. weggelassen.
VASINSZu diesem Arrickel ist folgender Zusay ge-kommen :
Vorjetzo werden diese BasinS, von Leuten vongutem Geschmack tast insgemein verworffen,und garfür nichts zierliches gehalten; wenn man sich alsogezwungen siehet Wasserbehaltnüsse zum Nutzen derGarten zu machen , so grabt man solche insgemeinim niedrigsten Theil des Gartens, vser wo der be-quemste Ort ist , das Wasser, so etwann bey star-cken Regen aus der umliegenden Gegend zufliesset,zu sammeln. Die Seiten dieser Teiche sollen rechtbequem eingerichtet werden: denn sind sie gar zu ge-rade, so bricht das Erdreich gerne, wenn selbigesuntenher vom Wasser ausgeschwemmet und ausge-holet wird. Dir Seitentheile sollen nebst dem Bo-5m Uejer Teiche, neun bis zehen Zoll dick, mit wohl
durcharbeiteten Leimen beleget werden , und tveiMsolches geschehen, mus man den Leimen wohl bede-cken, um zu hindern, daß er von der Sonne undden Winden, noch ehe das Wasser hinein geleitetwird, keine Risse bekomme. Diesen Teichen sollman keine reguläre Form geben, sondern man soll ,dem Graben, woraus der Teich gemachct wird, seineForm lassen, dadurch wird etwas erspahret, undder Teich bekommt ein besseres 'Ansehen.
S. i!2. Lol. ?. 20. von unten, finderstchfolgende Veränderung; Die dritte, vierte undfünfte Sorte wachsen zu Carrhagena, von wannenich auch einige Muster dieser Pflanzen bekommen,so D.wilh. Houftoun gesammelt hat.
Die sechste und siebende Sorte hat Herr RobertMillar zu Panama gefunden , von wannen er so-denn Muster und Saamen dieser Pflanzn zu unsgesendet hat.
,G. i iz. Col. i. L. ?. ist alles von den Wor-ten an: Wann die Pflanzen:c. folgendcrmassenverändert.
Wenn die Pflanzen zunehmen und starckcr wer-den , werden sie auch dauerhafter, und können beymittelmaßiger Warme erhalten werben; doch sindsie nicht dauerhaft genug, ohne etwas Fcuer, in ei-nem Gewächshaus fortzukommen; da fkaber nichtstarck wachsen, mus man sie in grosse Töpfe sey-n:denn ihre Wurzeln breiten sich nicht starck aus.
Die dritte Sorte verdienet im Glashaus, woandere ausländische Pflanzen stehen, einen Platz;weil sie nicht m r lange blühet, sondern auch schon zublühen anfangt wenn sie noch jung ist. Sie blüheninsgemein im zweyten Jahr nach dem Aussäen, undsolches dauert wenigstens sechs Monate, so, daß sie,vom Merzen bis in den Occoder, selten ohne Blu-men sind.
Die zweyte Sorte ist ebenfalls eine recht schonePflanze wenn sie blühet; alleine sie wird insgemeinsechs bis sieben Jahr alt ehe sie Blumen bringt,auch dauert ihre Blüte nicht über drey Wochen,oder ein Monat lang. So lang sie noch jung sind,sind sie beede etwas zart, da^er sie im warmesteaGlashaus gehalten werden müssen; wenn sie aberzwey bis drey Jahre alt sind, kommen sie in tem-perirter Wärme fort, und bey sehr warmen Wet«ter kan man sie hinaus, in einen wohlverwahrtenOrt setzen.
LAUN7SCHUL.E. Dieser Arrickel ist von!Anfang folgcndermasscn verändert: Eine Baum-schule ist ein Stück Landes, so besonders dazu ausgese-tzet worden, um alle Sorten von Bäumen un!>Pflanzen darinnen zu ziehen, und den Garten nebskandern Pflanzstätten daraus zu versehen. Es giebtderselben eine grosse Menge, in verschiedenen Theile»dieses Königreiches, sonderlich aber um London,woselbst diejenigen Gärtner solä e innenhabe», dieihr Werck daraus machen, Bäume, Pflanzen undBlumen zum Verkauf zu ziehen, auch werden invielen derselben weit mehrere verschiedene Pflan-zen und Baume gezogen, als man nur immer in ir-gend einem andern -Theil von Europa finden wird.In Frankreich ziehen sie in ihren Baumschulen,deren nur wenige sind, wenn man sie mit den en-glischen vergleichen wolte, nur einig und alleineFruchlbäume, daher sie denn auch gei
nennet werden. Denn man wird daselbst nichtleicht einen dieser Garten finden, wo man entwe-der immergrüne Gewächse, blühende Stauden oder
Wald-