Druckschrift 
Theil 3 (1758) Worinnen die in der neuesten Londnischen Ausgabe dieses Werckes befindliche Verbesserungen und Zusätze Nebst dem Gärtner-Kalender enthalten sind
Entstehung
Seite
32
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

res Mehl, und wird sonderlich da gebauet, wo dieEinwohner vornemlich von Haberknchen leben.

dem zw»yren Abjaz ist hinzuzusetzen:Der rothe Haber wird viel in Derbyfhire Sraf-fordshire und Lheshire gebauet, aber in denGrasschaften um London w rd er nirgend gesehen;da es eine sehr dauerhafte Sorte ist, so eine reicheE-nde giebt, verdienet sie wohl gebauet zu werden,sonderlich in einem starcken Boden,

Das Stroh dieses Habers istbräunlichtroth, wiedie Korner, die dick und schwer sind, und für einHesse es Jutler der Pferde, als irgend eine der vo-rigen Sorten gehalten werden.

Neue Zusage.

Der Haber wird offters auf solche Aecker gesäet,worauf im vorigen Jahr Weihen, Rocken, oderGerste gewachsen. Die gemeine Manier bestehetdarinnen , baß man die Stoppeln zu .Anfang desFebruaru unterpflüget, hernach den Haber säetund einegel; man muö ihn aber nach der Lage derFurchen einegen : denn geschehe solches über dieQuere, würden die Stoppeln vieder hervorgezogenwerden ; bat man aber Zeit die stoppeln im Herbstunterzupflügen, so verfaulen sie im Winter. Wennman sodenn das Held noch einmal pflüget, kurz vor-her ehe der Haber ausgesäet wird, so wird der Bo-den feiner und besser den Habern einzunehmen. Diemeisten nehmen vier Scheffel zu einem Morgen Lan-des; alleine ich weis gewiß, daßdreye übrig genugseyen. Znsgemein giebt ein Morgen be» fünf undzwanzig Schefel, wiewohl mir auch bekannt ist,daß von einem Morgen manchmalen mehr als dreys'slg gefallen.

Der Haber wird auch in ein solches Feld gesäet,so das erstemal umgerissen, und noch nicht für an-deres Getraide gepflüget worden; auch wird er aufden einmal gepflügten Rasen gesäet, es ist aber vielbesser, man lasse den Rasen vorher faulen, eheman den Haber hinein säet.

Dieser Arrickel ist im Anfangfolgender »nassen verändert:

Sind mit Bäumen besezteWege, welche sich ins-gemein mit einem entlegenen Gegenstand endigen.

Ehedem waren sie in grösserer Achtung als heutzutage, indem es wenig alte Lustschlösser auf demLand giebt, so nicht eine oder mehr solcher Alleenhaben sollten ; und bey einigen sind so viele, als dasGebäude Aussichten hat, aber seit einiger Zeit sindsie nicht ohne guten Grund abgekommen : denn eskan doch wohl nichts abgeschmnckers seyn, als einvon zwey oder mehr Reihen Bäumen gehemmtesAussehen zu haben, wodurch das nahe liegende Feldbedecket wird, daß man des Grünen, und der na-türlichen Schönheit des Landes verlustige! wird.Wenn nun auch die Alleen von ziemlicher La igesind,sie mögen gleich dabey eine proportionirliche Breitehaben, so scheinen sie doch, an jedem End.', nichtsanders als schmale Ausschnitte eines Waldes zu seyn,welche Leuten von guten Gescbmack nicmalen gefal-len können. Gehet auch die Straße nach dem Ge-bäude durch die Allee, so kan nichts unangenehmersseyn: denn wenn man sich dem Haus nähert, sokommt man gleichsam in einen engern Weg, inwelchem man von den zur Seite liegenden Gegen-standen Nichts zu sehen bekommet. Siehet manaber vom Haus aus dahin; so hat die Allee keii»besseres Ansehen als ein Weg, der, weil er in ge-rade? Linie fortgehst, lange nicht so schon als ein or-dentliche Weg ist, welcher sich durch seine Wen-

düngen vcriiehret, so, daß man ihn selten auf einelange Strecke hin siehet. Da aber auch diese Al-leen schnurgerade angeleget werden müssen, jo un-terbrechen die Bäume, wenn sie etwas groS gewach-sen sind, die Aussicht ganz und gar, man magdurch selbige, wohin man will, durchsehen. Sindsie in einem Thiergarten, so wird der ebene Gras-boden, in weichen die Allee gepflanzet ist, aller sei-ner nutm lichen Scl vnheit beraubet, welche er sonsthat wenn er offen liegt und wohl unterhalten wird.Wenn also ein Gebäude so gelegen ist, daß es vorsich einen grossen offenen Grasboden haben kan, sollman den Weg in gehöriger Weite um selbiges rundherum führen ; führet man ihn aber auch manch-malen durch Baume, daß natürliche Windun-gen machet, so ist er viel schöner, als eine ordent-liche gerade Aüee, sie mag auch gleich noch so breitseyn.

Weil es aber Leute geben mögte, die der altenManier das Land anzulegen und zu bepflanzen, 10anhanaen, daß sie die Alleen, den schönsten Grasbo-den, Wäldern :c vorziehen: so will ich die beste Artund Weise solche anzulegen und zu pflanzen hiemitanzeigen.

Insgemein macht man die Allee so breit als dasGebäude ist; macht man sie aber zwölf oder vier-zehn Schuhe weiter, so ist es um soviel besser: dem?wenn die Bäume ziemlich gros geworden, so hän-gen sie über, und hemmen das Aussehen

Die ^Vorce so S. 9?. Col. 1. l. 17 stehen:Andere loben:r. sind bis zu jLnde dieses Absa-tzes ganz weggelassen.

G. 94- Col. «. l. is. ist nach den V^orren:Wohl besorget:c hinzusetzen: Wenn aber vondiesen Bäumen Alleen zepflanzet werden, mus mansie vier und zwanzig Schuh weit von einander se-hen, damit sich ihre Wipfel ausbreiten können, ssnsthaben sie kein so gutes Ansehen.

Gleich im Anfang dieses Artickels sind dietvorre: oder wie andere wollen, von der ProvinzOranien, weggelassen.

Die Ssrren huben folgende Veränderung

und Zusaye bekommen.

iz. pumilum. tulzzeri meclullz»

L-n-tol. Gemeine Zwerg - oder Museatenpomeranze.

14. purnilum , folic, ct fruÄu vzrie-xsro, meäullz pl.r2ciäs. L^rlol. Gestreifte Zwerg-pomercmze.

15. imicum PU5NÜUM. Lsmel. Chi-nesische Zwergpomeranze.

16. foeminz, 5eu fvctiferum. kcrr.ttclp. Pomeranze mit Kindern.

17. cüKurlum. k-err. l-Icl^. Ver-drehte Pomeranze.

»8. msximum, verrucolo cortice

karrvl. Pomeranze mit großen Warzen.

19. iieil^tuw e! rolcum. 5err. kilel^.Sternpomeranze.

20. 6>ilci cyrtice. kerr. Po-meranze mit der süssen Schale.

Die erste und zweite Sorte soll nicht wie inunserer Übersetzung stehet, die sicilianische, son-dern die sevillsche heißen.

Von: Anfang finden sich in diesem Arrickel

folgende Fusacze:

Der chinesische Pomeranzenbaum ist nicht so

dau-