daß man den Saamen im Herbst dahin säe, wo dieWanzen bleiben sollen. Sie wollen in einem ver-wahrten Ort stehen, sonst mögten sie verderben,wenn ein strenger Winter einfiele. Auch ist es gutdaß man von den, Saamen ,eder Sorte etwas bisin den Frühling aufhebe, aus Furcht, «s mogtenetwann die Herbstpflanzen verderben: denn die soim Frühling gesäet werden, blühen zu Ende desIulti, und wenn der Herbst gut ist, wird im Sep-tember ihr Saame reif. Da aber die Pflanen,welche im Herbst aufgeben, balo im Sommer blü-hen, so kan man sich mehr Hoffnung machen vonlhnen, als von den Frühlings Pflanzen, guten Saa-wen m erhalten; deswegen aber rathe ich, bald imHerbst alle Sorten auszusäen.
Wenn die Pflanzen aufgegangen, brauchen siekeiner andern Besorgung, als daß man sie vom Un-kraut rein halte. Wenn die Pflanzen zu dick stehen,wus man sie ausziehen, so, da«! sie sechs oder achtZoll weit von einander stehen, der Boden aber musdabey vom Unkraut gereiniget werden, weil, wennwan solches wachse» lässt, es bald über die Pflan-zen die Oberhand gewinnet, und sie am Wachsthumhindert. Die H?rbstpflanzen blühen im Imuo,und ihr Saame wird im August reif; auch werdendiese Pflanzen viel grosser, uno^dnugen vielmehrAumen, als die, so man im Frühling aussaet.Die erste, vierte und fünfte Sorte, werden insge-mein zwey Säum doch; aber die zweyte, sechste un)hebende Sorte, wachsen niedriger, indem >ie seltenüber sechs Zoll hoch werden; breiten sich aber inviel Zweige aus. Diese Pflanzen wachsen fast mledem Boden; wo er aber zu kalt, starr und nas ist,thun sie nicht so gut, als in einem leichten und san-digen Erdreich, in welchem sie auch viel sicherer ste-hen, und nicht so leicht von dem Frost und derWm-ternäsie Schaden leiden. Wenn einige Pflanzendieser Sorten vom Saamen aufgehen, der elwannAusgefallen ist, wie offters zu geschehen Pfleget, sokommen sie, wenn selbige vom Unkraut rem gehal-ten worden, so wohl fort, als die so ausgesäet wer-den. Daher soll man sie nicht ausrotten, sondern,wenn sie etwann nicht in dem rechten Platz stehen,kan man sie mit der Erde an der Wurzel aushebenund versetzen.
Die dritte Sorte wird entweder aus den Saa-wen, oder aus abgeschnittenen Zweiglein in einem derSommermonate gezogen ; weil aber ihr Saamen indiesem Land selten reif wird, kan man sie nur blosdurch Zweiglein vermehren, welche, wenn man siein Topfe setzet, so mit leichter Erde angefüllet sind,hernach im Schatten halt nnd begiesset, innerhalbsunf bis sechs Wochen Wurzeln schlagen werden,und hernach mit andern dauerhasten ausländischenWanzen, in die freye Lufft hinaus gesetzet werdenkönnen, wo sie zur Mannigfaltigkeit etwas beytra-Sen. Es ist eine beständige Pflanze, un) blühet denMosten Theil des Jahrs lv.ndurch, welches ihr aucheinen Werth giebt. Sie ist zart, uns will in sehrstrenger Witterung etwas verwahret seyn.
Ist in der neuen Ausga-be ausgelassen.
In der neuen Ausgabe wirddiese pflanze auf englisch, ^.i^uorice,
bder I^iczuoricc. vetck genennet.
Neue Sorten.
'7. orieMalis villosllAmus, czpim«
>5 rczrunäiurilzuz, ssnribus purpursi». t>cir. l>iK.
' ti. Das am stärksten mit Haaren besezte, vri-
entalische Wirbelkraut, mit runden Knopflein, und
purpurfarben Blumen.
18. ^8r^6äl.us villntuZ, lpiczruz, ereAus,ribus ^.uieicentitius. Xurk. Das haari^ge, ausrecht wachsende Wirbelkraut, mit gelblich-ten Aehrenblumen.
19. non , villolu8 et in-cznu8 , stzicsbus , iloribus purpurea . vi^lzceis»
Kurli. Das haarige nicht ästige Wirbel-kraut, mit purpurfarbvioleten Blumen, so ahren-weis wachsen.
20. c3ulelcei,8 ereKus, IcZumini-bus crectiulculis, nu<äis, tumiciis, tereti--lepres-s>5 , mucrone reflexo. ^pszl. AufrechtesWirbclkram mit dicken, nackichten Schoten, soaufrecht stehen, an der Spitze aber umgebogen sind.
Seire 90. Col. 2. ist am Ende des Absanes:Die zweyte / viertes, binzuzuseyen: Diese Pflan-zen haben wenig Schönheit; daher hält man sifnicht viel, ausser in Kramergarten, um der Varie-tät willen.
— — Der Absaz : Die übrigen Sorten zc.ist am Ende folgendermassen verändert: Diefunfzehende Sorte wird fünf bis sechs Schuh hoch,und ist offters, von der Wurzel an, bis an denobersten Theil des Stengels mit Blumen besetzet,und macht ein gutes Ansehen; aber die a^te ist un-ter a'cn die schönste. Sie bringet grosse Büschelngelber Blumen, oben am Stengel. Die Wurzeldieser S o- re dauert nicht über zwey oder drey Jahr;da aber ihr Saame in den meisten Jahren schr wohlreiffct, so kan man immerm einen Vorrath vonjunge» Pflanzen ziehen. Die übriaen sind bestan-dige Pflanzen, von geringer Schönheit, daher mansie selten iu Gärten ziehet.
G. 91 Col. !. l. 24. vonunren, soll es heistsen : Die ganze Masse oder Versammlung der unsumgebenden Lufft, wird insgemein Atmosphäregenennet.
— — l. 19. von unten, lies statt, der Er-de , der Lufft.
Die in unserer Übersetzung befindliche lz.Sorte, ist in der neuen Ausgabe weggelassen.
S 92. Lol. -. sind in dem ersten Absaz l 19.die'Morre: Man kan es im Frühling:e. bis zuEnde des Absatzes ausgelassen.
— Lol. 2. ist zu dem Absaz: Die sechste, sie-bende :c. am Ende hinzuzusetzen : Lasst man ih-ren Saamen ausfallen, wird er den Garten mit Un-kraut anfüüen; daher mus man sie,"so bald a!s ihrSaame reif wird, ausziehen; will man aber dieSorten erhalten, so kan man von i'eder etwas we-niges vom Saamen sammlen, und die Pflanzenausrotten, ehe sie den Saamen fallen lassen.
Der Lharacter ist folgendermaßen verändert.
Er unterscheidet sich von andern Getreide dadurch,daß seine Körner in lockern Aehren wachsen.
Neue Sorte:
ävlmä rubrz. Rother oder brauner Haber.
Der erste Absaz zeigt folgende Veränderung?Die erste Sorte ist die genuinste um London; diezweyte wird mebr in den nördlichen Gegenden vonEngeland gebauet, und für ein sebr gute? Futter»m Pferde gehalten; die erste aber giebt em weisse-H s reZ