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2 (1913)
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JUSTUS LIEBIG ÜBER ROBERT MAYER

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Beziehung ist uns vorerst noch gänzlich unbekannt, und nie-mals können die Vorgänge des Stoffwechsels und die Tätig-keiten der hierbei ins Spiel kommenden Kräfte direkt oderindirekt Geistestätigkeiten, Selbstbewußtsein, oder Gedankenerzeugen, da man sonst, nach dem Gesetze von der Erhaltungder Kraft, fähig sein müßte, auch umgekehrt durch GedankenLasten zu heben, oder etwa Elektrizität, Magnetismus, undWärme hervorzubringen (S. 187).

Noch in seiner letzten großen ArbeitÜber Gärung, Quelleder Muskelkraft, und Ernährung", die u. a. den unvergeß-lichen Satz enthält:Man sollte doch endlich zur Einsichtkommen, daß man ,Ursachen' auch mit Mikroskopen nichtsehen kann" 1, sagt Liebig in gleichem Sinne:Bei derBildung organischer Substanz in der Pflanze unter demEinflüsse des Sonnenlichtes wird Wärme (oder Sonnenkraft)gebunden, oder, wie man sagt, latent; bei ihrer Rückbildungwird sie wieder frei, und das Maximum wird frei, wenn dieRückbildung dieser Substanzen genau ihrer Bildung entspricht.. .. Die Pflanze ist ein Magazin von Sonnenkraft, ... und diein den Nährstoffen der Tiere aufgespeicherte Kraft kommt imTierleibe wieder zur Äußerung." 2 Von solchen Gedanken er-füllt, durfte Lieb ig mit Recht in einem Briefe vom 1. Dezember1867 an Fr. Mohr den Ausspruch tun:Wie unendlich frucht-bar ist doch das Prinzip der Erhaltung der Kraft in den Natur-wissenschaften gewesen, und wenn ich daran denke, daß dieerste Abhandlung Mayers weder Poggendorff noch einAnderer drucken wollte, und daß man ihn in Heidelberg undKarlsruhe für einen Narren erklärte, so erscheint der geistigeFortschritt von da bis heute ganz wunderbar".

Bemerkenswert ist es, daß Lieb ig in seinem Vortragevon 1858 zwar die, sich an Mayers Lehrenknüpfenden

1 Seite 44 des Sonderabdruckes (Leipzig u. Heidelberg 1870). 2 ebd.,

S. SO und 123.

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