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2 (1913)
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463
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JUSTUS LIEBIG ÜBER R0BER7 MAYER

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Wasser von 0 bis 100°, also um 100 Grade, zu erwärmen;450 Schläge letzterer Art werden demnach die Temperatur von1 kg Wasser um 1 0 C erhöhen, und umgekehrt wird sich durchAufwendung gerade dieser Wärmemenge ein Gewicht von 1 kg450 m hoch erheben lassen.

Wie die Arbeitskraft der Wärme durch Bestimmung derHöhe ausgedrückt werden kann, auf die sie ein gegebenesGewicht zu heben vermag, so auch die Arbeitskraft des elek-trischen Stromes, den ein rotierender Magnet, oder eingalvanisches Element erzeugt (letzteres durch die Auflösungeines Metalles), die Arbeitskraft eines Magneten, den derelektrische Strom, oder eine elektro-magnetische Spule insLeben ruft, endlich auch die Arbeitskraft einer chemischenUmwandlung, z. B. der Elektrolyse des Wassers zu Wasser-stoff nebst Sauerstoff. Mag also Wärme, Elektrizität, Magne-tismus, oder chemische Affinität in Frage kommen, so sindund bleiben doch alle diese Kräfte nach bestimmten Verhält-nissen äquivalent, und gegenseitig ineinander umwandelbar:nirgends ein Ausfall, nirgends ein Überschuß, ... die Kraftist unsterblich, ihre scheinbare Vernichtung nur eine Wandlung."

Auch der Körper des Menschen erzeugt Wärme und ver-richtet Arbeit, offenbar unter Verbrauch des ihm in der Nahrungzugeführten Kraftvorrates. Doch wo hat hinwiederum dieserseine Quelle? Er stammt, gemeinsam mit jenem aller unsererBrenn- und Leuchtstoffe und mit jenem der gesamten pflanz-lichen Organismen, direkt oder indirekt aus der Sonne:Indemdie Sonnenstrahlen als das, was sie waren, verschwinden, häufensich organische Verbindungen im Pflanzenleibe an, und diewärmende Kraft (dieser Strahlen) ruht jetzt in diesen Pro-dukten; ... in ihnen sind die Strahlen der Sonne ebenso,latent' geworden, wie die strömende Elektrizität in dem, durchdie Wasserzersetzung erzeugten Wasserstoff." Beim Genüsseder Nahrungsstoffe empfangen wir also eine Summe auf-gespeicherter Kraft und Wärme; wir heizen mit ihnen den