ENCHEIRESIS NATURAE
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in Betracht zu ziehen. Die Werke des ersteren (die übrigensnicht aus dem 15. Jahrhundert stammen, sondern vermutlichvon Thölden erst im 17. untergeschoben sind), erwähnen in-dessen nur „das Heraustreiben des in allem Lebendigenwirkenden Geistes", 1 des „Spiritus Vitalis", 2 sowie die che-mischen „Handgriffe, Präparationen und Operationen", 3 undauch bei Paracelsus findet sich „Encheiresis Naturae" nicht,wohl aber „Operatio Naturae", z. B. im Buche „Paramirum". 4Diese 1529 verfaßte Schrift enthält auch im übrigen manches,was auf Goethe dauernden Eindruck gemacht zu habenscheint: sie redet von den Elementen als „Müttern", 5 sie ver-ficht den Satz „Alle Krankheiten der Frauen sind aus derMatrix conditioniert und genaturt", 6 den Mephistopheles schonim „Urfaust" dem Schüler vorhält (der bereits dort als Medi-ziner auftritt); 7 endlich erörtert sie an zahlreichen Stellen „diegroße und kleine Welt" 8 und die Parallelität des Makro- undMikrokosmus, — einen Gedanken, der zwar ganz besonderszur Zeit der Renaissance die Herzen aller Besten mächtig be-wegte, seine Quelle aber u. a. schon in den (echten) Schriftendes griechischen Philosophen Demokritos hat. 9
1 „Triumphwagen Antimonii" (Nürnberg 1676, S. 20, 30). 2 „LetztesTestament und vom großen Stein der Weisen" (Straßburg 1645, Bd. 2,S. 33, 103). 3 ebd., Bd. 1, S. 13, 163, 111; Bd. 2, S. 116. « ed. Strunz(Jena 1904, S. 152). 5 S. 237. 6 S. 344. 7 „Es ist ihr (der Frauen)Weh und Ach, So tausendfach, Aus einem Punkte zu kurieren". 8 z. B.S. 90, 93, 144, 234; siehe hierüber auch bei Basilius Valentinus, „Testa-mentum", Bd. 2, S. 101, 127. 9 Diels, „Die Fragmente der Vorsokratiker"(Berlin 1903, S. 417); Demokritos lebte im 5. Jahrh. v. Chr.
v. Lipp mann, Abhandl. u. Vortr. II.
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