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2 (1913)
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449
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ENCHEIRESIS NATURAE

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in Betracht zu ziehen. Die Werke des ersteren (die übrigensnicht aus dem 15. Jahrhundert stammen, sondern vermutlichvon Thölden erst im 17. untergeschoben sind), erwähnen in-dessen nurdas Heraustreiben des in allem Lebendigenwirkenden Geistes", 1 desSpiritus Vitalis", 2 sowie die che-mischenHandgriffe, Präparationen und Operationen", 3 undauch bei Paracelsus findet sichEncheiresis Naturae" nicht,wohl aberOperatio Naturae", z. B. im BucheParamirum". 4Diese 1529 verfaßte Schrift enthält auch im übrigen manches,was auf Goethe dauernden Eindruck gemacht zu habenscheint: sie redet von den Elementen alsMüttern", 5 sie ver-ficht den SatzAlle Krankheiten der Frauen sind aus derMatrix conditioniert und genaturt", 6 den Mephistopheles schonimUrfaust" dem Schüler vorhält (der bereits dort als Medi-ziner auftritt); 7 endlich erörtert sie an zahlreichen Stellendiegroße und kleine Welt" 8 und die Parallelität des Makro- undMikrokosmus, einen Gedanken, der zwar ganz besonderszur Zeit der Renaissance die Herzen aller Besten mächtig be-wegte, seine Quelle aber u. a. schon in den (echten) Schriftendes griechischen Philosophen Demokritos hat. 9

1Triumphwagen Antimonii" (Nürnberg 1676, S. 20, 30). 2LetztesTestament und vom großen Stein der Weisen" (Straßburg 1645, Bd. 2,S. 33, 103). 3 ebd., Bd. 1, S. 13, 163, 111; Bd. 2, S. 116. « ed. Strunz(Jena 1904, S. 152). 5 S. 237. 6 S. 344. 7Es ist ihr (der Frauen)Weh und Ach, So tausendfach, Aus einem Punkte zu kurieren". 8 z. B.S. 90, 93, 144, 234; siehe hierüber auch bei Basilius Valentinus,Testa-mentum", Bd. 2, S. 101, 127. 9 Diels,Die Fragmente der Vorsokratiker"(Berlin 1903, S. 417); Demokritos lebte im 5. Jahrh. v. Chr.

v. Lipp mann, Abhandl. u. Vortr. II.

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