ENCHE1RESIS NATU RAE
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der „debita enchiresi", „vom gehörigen Handgriff"; 1 1721erscheinen des Roth-Scholz' „Fundamenta chymicopharma-ceutica ac manuductio ad Enchireses artis pharmaceuticaespeciales" (Grundlagen der pharmazeutischen Chemie und An-weisung betreffs der besonderen pharmazeutischen Kunst-griffe); 1732 gibt ein Anonymus heraus „Fundamenta Chymiaedogmaticae, ... quae ... viam ... sternunt ... per solidaratiocinia ad dextras Encheireses" (Grundlagen der theoretischenChemie, ... die auf zuverlässigem Wege die Kenntnis der rich-tigen Kunstgriffe erschließen).
Diesen Anführungen Kopps wüßte ich noch nachstehendezuzugesellen: 1647 bemerkt A. Sala bei Besprechung des Wein-geistes 2 „veniam ad ipsam encheiresin . . . seu manualemoperam destillandi", d. h. „jetzt komme ich zur wahren En-cheirese . . . oder Manipulation beim Destillieren"; 1714 ver-sichert Morhof im „Polyhistor", 3 daß oft auch bei ganz rich-tigen chemischen Angaben dennoch ,,i//Eioi/rrEi g quaedamcelantur" „die eigentlichen Kunstgriffe verschwiegen werden",sowie daß der Hüttenmann Erker klarer als alle Vorgängerdie „ky/eiQiasig metallicas" beschrieben habe, „die metallur-gischen Verfahren". Häufig begegnet man endlich dem Aus-drucke in Junckers umfangreichem Lehrbuche „ConspectusChemiae" (Halle 1730): er erwähnt die Encheiresen bei derDestillation, Kristallisation, Kalzination und Reduktion, 4 diebesondere Encheirese (singularis encheiresis) bei der Darstellungdes Quecksilbers, beim Fällen des Silbers, beim Gebrauchedes Scheidewassers und bei der Behandlung des weingeistigenPhlegmas, 5 empfiehlt wiederholt, die einzelnen Encheiresen zubeachten und zu bemerken, 6 und beklagt, daß kein Chemikermehr vermöge, die Kenntnis aller der nötigen ungezählten
1 „Opera omnia" (Genf 1740, Bd. 5, S. 171). 2 „Opera medico-
chymica" (Frankfurt 1647, S. 95). 3 „Polyhistor" (Lübeck 1714, Bd. 1,
S. 711; Bd. 2, S. 403). 4 ebd., S. 506, 549, 579, 644. 5 ebd., S. 410, 570,
572, 653, 1014. 6 ebd., S. 362, 418.