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2 (1913)
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ZUR GESCHICHTE DES NAMENSGAS". II.

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sier in seinen älteren Abhandlungen, und auch noch in denOpuscules" von 1774, zwar des durch Helmont aus demniederländischen Ghoast abgeleiteten Gas gedenkt, selbst jedochair fluide, air elastique, u. dgl., schreibt, heißt es imTraite" ausdrücklich:Fortan werde ich die luftförmigenFluida mit dem Gattungsnamen Gas (nom generique de gas)bezeichnen, . . . den verschiedenen Gasen aber, die oft nochwenig bekannt sind, besondere Namen geben, . . . u. a. Gazhydrogene, acide carbonique, muriatique, aqueux, alcool, . . ."; xseiner unrühmlichen Gewohnheit gemäß sagt. Lavoisier beider ersten Einführung des Namens nicht, woher er ihn ent-lehnte, sondern läßt erst später gelegentlich einfließen:Denvon Helmont gebrauchten Namen Gas behalte ich nachMacquers Vorgange bei." 2 Zu beachten ist, daß nachLavoisier die Gase, auch die einfachen, nicht die Grund-stoffe selbst sind, sondern deren Verbindungen mitCalorique",d. i. Wärmestoff, also z. B. Wasserstoffgas = Wasserstoff +Wärme; daher konnte Gadolin vorschlagen, den Wärme-stoff, durch den erst dieFluida aeriforma oder Gasa" ent-stehen,Gasogenium" zu benennen. 3

Betreff der, durch Lavoisiers Lehre vermittelten, raschenund allgemeinen Annahme der Worte Gas und Gaz seit 1789,sei auf die vortreffliche Darstellung verwiesen, die Kahl-baum und Hoffmann in ihrer oben genannten SchriftÜberdie Einführung der Lavoisierschen Theorien in Deutschland"(und den übrigen wichtigen Ländern) gegeben haben. Hervor-gehoben sei jedoch, daß diese schnelle Verbreitung in un-geahnter Weise noch durch einen besonderen Umstand ge-fördert wurde, der zunächst keinen rein wissenschaftlichenCharakter trug: durch die Erfindung des mit dem neuentdeckten

1Traite" (Paris 1789), S. 17, 54, 200, 201. Auch die Bezeichnungen

gazometre" undgazometrie" finden sich hier zuerst (S. 342, 359). 2 ebd.,

S. 53. 8Wissenschaftliche Abhandlungen", ed. Hjelt-Tigerstedt

(Leipzig 1910), S. 65, 69.