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ZUR GESCHICHTE DES NAMENS „GAS". II.
von biästigen Verdunstungen, Ausdehnungen, und Bewegungen. 1Im Buche „Von den Saltzen" (Halle 1723) erwähnt StahlBlästigkeit und Blass, 2 biästige oder bläserichte Ausdehnung,Gestalt, oder Erregung, 3 Entstehung eines Blaass oder Fulmen, 4biästige Schäumung oder Effervescenz unter Gewalt und großerErhitzung; 5 auch heißt es daselbst: 6 „Das Geschtige, Biästige,gleichsam luftige Brausen und Ausbreiten, . . . Aufsieden undEffervescieren, . . . durch Helmont nicht unfüglich benannt. . . mit dem ehrlichen grunddeutschen Worte Blass, vonBlas, Blästigkeit, ja selbst Blähen, gleichwie sein Gas nichtsanderes benennt als den Gäszt oder Gäscht, eine schaumigteWallung." Diese Stelle, die später vielfach nachgeschriebenwurde, 7 und auf deren unrichtige Voraussetzungen nochmalseinzugehen erübrigt, hat Anlaß dazu gegeben, „Gas", unterbesonderem Hinweise auf die Gärung, in Zusammenhang zubringen mit Gäscht, Gischt, gäschen ( = aufschäumen), demnorddeutschen Jest und dem englischen Yeast (sprich Yest),d. i. Schaum oder Hefe, u. dgl.; ernstliche Belege für diese,sachlich wie etymologisch gleich unwahrscheinliche Vermutung,sind mir nicht bekannt geworden. Bei Paracelsus kommtein verwandtes Wort nur im Sinne von Aufwallen oder Auf-kochen vor: Harn ist „siedendt, jesendt, tremula" (= zitternd); 8Hopfen soll man „in Wein hencken und vergässen", 9 d. h.abkochen, denn in Wein gesottenen Hopfen hielt man, wiedas „Kräuterbuch" des Lonicerus von 1582 bezeugt, 10 fürein besonders wirksames und kräftiges Heilmittel.
Becher gebraucht in seinem hervorragenden Werke
1 Stettin 1748; S. 163; 120; 180; 126, 237. 2 „Von den Saltzen", S. 366, 370.
3 ebd., S. 370, 372, 373; 377; 367. 4 ebd., S. 93. Dies sagt nach Stahl
(ebd., S. 362), an einer von ihm nicht näher angegebenea Stelle, schon
Kunckel (1630—1702). 5 ebd., S. 368, 381. 6 ebd., S. 362. 'u.a.
von Juncker in dem vielgelesenen „Conspectus Chemiae" (Halle 1730), den
auch Herr Dr. Speter anführt. s ed. Huser, Bd. I, S. 571. 9 ebd.,
Bd. 1, S. 461. 10 Frankfurt 1582, S. 237. Auch Tabernämontanus sagt
1588: „wenn der Meth vergiesset".