ZUR GESCHICHTE DES NAMENS „GAS". II.
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Nicht unerwähnt bleibe die merkwürdige Tatsache, daßin den Niederlanden, zur Zeit Helmonts, Gas als Eigen-namen nachweisbar ist; so z. B. berichtet Reesses „DeSuikerhandel van Amsterdam" (Haarlem 1908) auf S. 143von einem 1629 verstorbenen „Zuckerbäcker-Knechte" (= Raf-fineriearbeiter) Lambert Gas.
IV. Spätere Schicksale der Worte Gas und Blas.Nach dem Tode des Paracelsus (1493—1541) und Helmont(1577—1644) gerieten weder Gas noch Blas in jene völligeVergessenheit, von der man meist anzunehmen pflegt, daßsie für letzteres Wort sogleich endgültig eingetreten sei, fürersteres aber bis auf Macquer (1778) fortbestanden habe.
In der 1605 zu Hamburg erschienenen „Medulla destillatoriaet medica" des Khunrath, der durchaus aus Paracelsusschöpfte, und des „hochbegabten und teuren Mannes" schonin der Vorrede rühmend gedenkt, ist von Blast = Wind =Flatus sehr oft die Rede, und das Register II (der Krankheiten)verweist auf nicht weniger als 32 einschlägige Stellen. Im„Miraculum mundi" von 1656 sagt Glauber: 1 „solches Prä-parat . . . entzündet, gibt einen ziemlichen Blast." Boylezählt 1661 Sulfur und Merkur, Gas und Blas, unter den will-kürlichen Benennungen auf, deren sich die Chemiker be-dienen. 2 In Stahls Traktat „Vom Sulphure" (Halle 1718)wird Wasser durch Feuer biästig ausgebreitet und in Blasund Wind zertrieben, 3 Luft zeigt Blästigkeit, 4 ein Wesen istblasend oder bläsericht, 5 ein großer Blaas entsteht durchBlähungen, 6 die Kraft des Pulvers ist ein Blaas; 7 der Über-setzer von Stahls „Zymotechnia" (1697) spricht von Blästig-keit der Luft, 8 von biästigen Dämpfen, Dünsten, Geistern,und Ölen, 9 von biästigen Wesen, Teilchen und Kräften, 10
1 Prag 1704, S. 273. 2 „Chymista scepticus" (Genf 1680), S. 72.
3 S. 93, 179, 230. 4 S. 186, 187, 224. 6 S. 217, 222. 6 S. 226.
7 S. 226. 8 Stettin 1748; S. 124, 279, 281. 9 ebd. S. 127, 165, 243;
119; 175. 10 ebd. S. 121; 153, 162, 309 ; 95.