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2 (1913)
Entstehung
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355
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gehörten ihre Gilden zu den ältesten Flanderns, z. B. zu den1368 erwähnten 59alten Zünften" in Gent. Dafür, daß Pott-asche in den Niederlanden zuerst ein Gegenstand des Groß-verbrauches und des Großhandels war, spricht noch, daß dieFormPotasch" oderPotas" als Pottaske und Pottaska insDänische und Schwedische, als Potasch ins Russische undPolnische überging, 1 auch noch als Potasch bei Jungius,Pottäsch bei Becher, Potas bei Boerhave nachweisbar ist,desgleichen als Pottas und Potas in den Lütticher Privilegienvon 1569 und 1534 vorkommt;Wraken" undWeedasche"(in Danzig noch um 1800 allein üblich), sowie das französischeVedasse" sind ebenfalls niederländischen Ursprunges.

Schließlich sei noch erwähnt: Daß der im 17. und 18. Jahr-hunderte häufig genanntePotzucker" 2 ein sehr geringwertigerZucker der westafrikanischen Insel St. Thomas war, woselbstman die eingekochte Masse einfach in große Potten füllte unddurch Erkalten fest werden ließ, wie dies u. a. ein schönerStich im Museum Bodel Nijenhuis zu Leyden deutlich zeigt;daßPotte-Loot" (Topf- oder Töpfer-Blei, das noch jetztfälschlichPotlohe" genannte Anstrichmittel, bestehend ausGraphit Reiß-Blei) schon 1611 aus England nach Ham-burg eingeführt wurde; 3 daß die durch Kalzinieren von Zinnin eisernen Töpfen bereitete sogenannte Zinnasche, im Fran-zösischenpote-d'etain", im Englischentin-putty" hieß; 4daß das Material zum Gießen bronzener Töpfe sich schon im14. Jahrhunderte alsPottspeise", analog unserer Glocken-speise, bezeichnet findet. 5

1 Buse, a. a. O., Bd. 5, S. 418ff. 2 s. z. B. Bohn, S. 954. 3 Ehren-berg, S. 355. Daß ,,Reiß-Blei" kein Blei enthält, zeigte erst 1740 Pott.4 Baume,Manuel de Cliimie", Paris 1766, S. 178 (von diesem Buche be-sitze ich das Exemplar aus der Bibliothek Lavoisiers, mit dessen Ex-libris);Schubarth, a. a. O. (1830), Bd. 2, S. 240. 6 Jacobs,Das Aufkommender Feuerwaffen am Niederrhein", Bonn 1910, S. 41, 62.

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ZUR GESCHICHTE DER POTTASCHE UND IHRES NAMENS. II, 355