350 ZUR GESCHICHTE DER POTTASCHE UND IHRES NAMENS. II.
Die Erklärung „Kesselasche, weil hier und da aus denzu Asche verbrannten Fässern ausgelaugt und nochmals ingroßen Kesseln abgesotten", gibt auch 1755 die „Onomatologiamedica" ed. A. von Haller; 1 bei Justi (1758) ist Pottascheausgelaugte Asche, in Töpfen zum Salz verkocht, 2 nach Beck-mann (1777) glaubt man, der Name Pottasche komme vomehemaligen Bereiten und Versenden in Töpfen. 3 Vom Ein-kochen und Kalzinieren in Töpfen leiten ihn u. a. ab: 4 DieHerausgeber der großen französischen Enzyklopädie, 5 1788Macquer-Leonhardi im „Chymischen Wörterbuch", 6 1789Kunradi in der „Anleitung zum Studium der Technologie", 71794 Böhmer in der „Technischen Geschichte der Pflanzen", 81798 Buse im „Vollständigen Handbuch der Warenkunde", 91801 Fourcroy im „System chemischer Kenntnisse", 10 sowieBouillon-Lagrange im „Manuel d'un cours de Chimie", 111811 Weise in der „Ökonomischen Technologie", 12 1814Hermbstädt im „Grundriß der Technologie", 13 1830 Schu-barth in den „Elementen der technischen Chemie", 14 1840Ure im „Dictionary of arts", 16 1847 Wittstein im „Etymo-logisch-chemischen Handwörterbuch", 16 und 1850 Payen-Fehling in der „Gewerbschemie". 17
Erwähnt sei, daß noch Hermbstädt, anscheinend aufGrund einer Schrift Lampes von 1795 (die auch HerrDr. Speter auf S. 205 anführt), berichtet, „daß man infrüheren Zeiten die mit Pottasche durchdrungenen Stäbe der
1 Ulm 1755, S. 415. 2 „Vollständige Abhandlung von denen Manu-facturen und Fabriken", Kopenhagen 1758; Bd. 2, S. 446. 3 „Anleitungzur Technologie", Qöttingen 1777, S. 283. 4 s. auch die Angaben bei
Speter, S. 209, 212, 213. 5 s. ebd., S. 210. 6 Leipzig 1788, Bd. 1,S. 244ff. 7 Brünn 1789; S. 493ff.; meist aus Beckmann entlehnt.
8 Leipzig 1794, Bd. 1, S. 719. 9 Erfurt 1798ff., Bd. 6, S. 493. 10 Üb. vonWolff, Königsberg 1801, Bd. 1, S. 281. 11 Paris 1801, Bd. 1, S. 358.
12 Erfurt 1811, Bd. 1, S. 126ff. 13 Wien 1821, Bd. 2, S. 32; 2. Aufl.
Berlin 1830, Bd. 2, S. 260. 14 2. Aufl., Berlin 1835, Bd. 1, S. 291 ff.
15 London 1840, S. 1005. 16 München 1847, Bd. 2, S. 340. 17 Stutt-gart 1850, S. 234.