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2 (1913)
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349
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ZUR GESCHICHTE DER POTTASCHE UND IHRES NAUENS. II. 349

bungen der Pottaschenbereitung enthalten RothsGründ-liche Anleitung zur Chymie" von 1721, 1 StahlsFundamentachimiae" von 1732, die von Sal alkali fixum, Waid-Asche,Potasche, Pottasche, Pot-Asche, Pott-Asche sprechen, 2 sowieBoerhavesElementa Chemiae" von 1732; dieser Autorbeschreibt, 3 wie man die in Scheite (in clavos) zerschnittenenHölzer verbrennt, die Aschenlauge in große Kessel (ollasingentes) gießt, und zu jenem Salze einkocht,das man Potasnennt, was Kesselasche heißt" (quem Potas appelant, quodcineres ollarios sonat), und das jährlich zur See, in viele großehölzernen Fässer gefüllt, nach Holland gebracht wird. 4

Was des GleditschCurieuses . . . Handels-Lexikon"von 1712 und 1741 über Pottasche sagt, 5 ist aus Valentinientlehnt, den er fälschlich Valentius nennt. Aus der näm-lichen Quelle schöpft BohnsNeueröffnetes Warenlager" von1743: 6 Gute Pottasche (schlechte heißt Brak und Brak-Brak)soll aus weißen, trocknen, harten Stücken bestehen, und inFässern aus dünnem aber recht hartem Holz möglichst dichtverpackt und eingepreßt sein. Sie heißtPottasche", weil sieanfänglich aus den Dauben oder Clavellis derjenigen Fässerund Potten gemacht wurde, worinnen die Waidasche kömmt,oder auchKesselasche", weil man sie aus den zu Asche ver-brannten Fässern auslaugte und dann in großen Kesseln absott;da aber so viele Waid-Potten und -Fässer nicht zu haben waren,verwandte man später auch Eichen- und Buchenholz. AusPottasche verderbt istPatach", eine Bezeichnung der Aschengewisser Kräuter, die man in der Levante, aber auch in Spanienund Frankreich anfertigt, wo sie Soda, Aschensalz, Alumencatinum heißt. 7

1 Leipzig 1721, S. 92, 190, 194. 2 Nürnberg 1732, Bd. 3, S. 304 ff.,272, 137ff., 163, 169, 170. 3 London 1732, Bd. 1, S. 296ff.; 2. Aufl.

Basel 1745, Bd. 1, S. 771 ff. 4 Den Ausdruckcineres ollares" gebrauchtauch 1669 Merret; s. bei Speter, S. 209, 210. 5 s. Reisenegger,

Chemiker-Zeitung" 1908, S. 1071, sowie Speter, S. 208. 6 Hamburg 1763,S. 697. 7 Hamburg 1763, S. 643, 875.