1 „Anleitung zur Technologie" (Göttingen 1777; S. 282 ff.). 2 s. meinenAufsatz a. a. O. 3 „Deutsches Wörterbuch" (Gießen 1878; Bd. 2, S. 377).4 „Archiv für die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik"(Leipzig 1910; Bd. 2, S. 201).
sprünglich jedenfalls die Holzasche der Haushaltungen war:die Mitte des Hauses nahm der Herd mit dem großen, stetsbrodelnden „Pott" ein, und unter diesem häufte sich die Aschean, man sammelte diese „Pott-Asche", laugte sie aus, undverbrauchte die Lauge zunächst sicherlich unmittelbar. Sodürfte nach Witt die Bezeichnung „Pottasche" entstandensein, und es erscheint ihm daher mißlich, sie erst von der Her-stellung durch Einkochen, oder von der Art der Verpackungin Potten abzuleiten.
Was diese letztere betrifft, so haben mich weitere Studienüberzeugt, daß die Versendung in wirklichen „Töpfen" keines-falls so allgemein anzunehmen ist, wie dies aus den Angabenbei dem so höchst zuverlässigen Beckmann, 1 bei mehrerenanderen Technologen des 18. Jahrhunderts, 2 und auch beiWeigand 3 hervorzugehen schien; denn offenbar haben ge-nannte Autoren unter „Potten" stets Töpfe verstanden,während der Ausdruck in späteren Zeiten auch Fässer be-zeichnete (siehe weiter unten). Indessen hätte mich dieserUmstand nicht veranlaßt, abermals auf das Thema Pottaschezurückzukommen, — auch nicht in Verbindung mit Sud-hoffs Hinweis, daß die Schriften des sogenannten IsaacHoll and us, mindestens in ihrer vorliegenden Form, nach-Paracelsischen Ursprunges, und demnach in historischer Hin-sicht nicht ohne weiteres beweiskräftig seien —, wäre nichtvor einiger Zeit eine größere Arbeit des Herrn Dr. M. Spetererschienen, 4 die auf den fraglichen Gegenstand ganz neuesLicht zu werfen unternahm.
Ausgehend von einem Hinweise in Zedlers „Universal-Lexikon" von 1734, gelangt Herr Dr. Speter im wesent-lichen etwa zu folgenden Leitsätzen: