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ZUR GESCHICHTEDER POTTASCHE UND IHRES NAMENS. II. 1
jnter dem obigen Titel veröffentlichte ich vor zweiJahren 2 einen kurzen Aufsatz, in dem ich zu zeigensuchte, daß der Namen der Pottasche, entgegenlaut gewordenen Behauptungen, in keiner Weise mit jenemdes Chemikers Pott (1692—1777) zusammenhängt, vielmehrvermutlich auf die Art ihrer Verpackung (in Potten) oderihrer Herstellung (durch Einkochen in Kesseln und Töpfen)zurückgeht; ich erwähnte ferner, daß schon die alten Aktender Hansa Pottasche als Gegenstand der Danziger Ausfuhrverzeichnen, daß die angeblich vor 1450 abgefaßten Schriftendes sogenannten Isaac Hollandus sie mehrmals nennen,und daß sie 1577 auch in Lüttich bereits als etwas Wohl-bekanntes erscheint; endlich gedachte ich der Ausdrücke„Vedassium" (= Waidasche), Alumen Catinum (= Kesselasche),und „Cineres clavellati", welchen letzteren die Einen vonClavicula (= Weinrebe), die Anderen von Clavellis (Faßdaube)abzuleiten suchten.
Bald darauf hob 0. N. Witt 3 hervor, daß die Pottasche,die allmählich an die Stelle der (in der alten Welt fast alleingebräuchlichen) natürlichen Soda trat, und hauptsächlich zurHerstellung der Seife und des Glases diente, im Norden ur-
1 „Chemiker-Zeitung" 1910, S. 1217. 2 ebd., 1908, S. 977. 3 ebd.,S. 1029; übereinstimmend mit ihm auch König, ebd., S. 1140 und 1191.