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2 (1913)
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CHEMISCHES BEI MARCO POLO

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liehen Handelskrise, und durch sie zum Sturze der mongolischenDynastie führte. 1

Ein Material, aus dem man in China die mannigfaltigstenGebrauchsgegenstände herzustellen weiß, ist der Bambu,eine Art Rohr, das am Hoangho einen bis anderthalb Fuß dickwird, bei Kinsay aber fünfzehn Schritte hoch und vier Spannenim Umfang; 2 man kann ihn spalten, flechten, und selbst zuSeilen für die schwersten Schiffszüge drehen, 3 auch dient erzur Herstellung von Brücken, Dächern und ganzen Gebäuden,sowohl gewöhnlicher Hütten als auch der herrlichen Lust-häuser im Kaisergarten zu Peking, denn er läßt sich wunder-voll vergolden, mit den schönsten buntfarbigen Lacken über-ziehen, und auch kristallhell glänzend und dabei völlig wasserdichtfirnissen. 4 Aus Bambu bestehen endlich auch die Lanzen undPfeile der Soldaten, die zuweilen auch vergiftet werden; Gift-pflanzen wachsen im westlichen China, sowie in der Rhabarber-gegend bei Succuir (Su-Tschu), und sollen fremden Zugtieren,die sie zufällig fressen, die Hufe abfallen machen, während dasheimische Vieh sie kennt und ihren Genuß sorgfältig vermeidet. 5

Bambu von außerordentlicher Größe, bis zehn Ellen hoch,bringen die Einöden Tibets hervor, und bieten hierdurch deneinzigen wirksamen Schutz gegen die ungeheure Menge wilder,reißender Tiere dieses Landes. 6 Legt man nämlich die jungengrünen Rohre des Abends in das Feuer,so verbrennen siemit so furchtbarem Krachen, daß man es nachts zehn Miglienweit vernimmt, und wer es nicht kennt, aus Schrecken denVerstand verlieren oder sterben kann, . . . weshalb man sichdie Ohren mit Baumwolle verstopfen und die Kleider über denKopf ziehen, auch den Pferden alle vier Füße fesseln und Ohrenund Augen zubinden muß, . . . denn es ist das Schrecklichste

1 Pauthier 319, 326. 2 301, 401. 3 371. 4 199, 231;

Pauthier 83; Yule I, 364. 6 326, 159; nach Yule handelt es sich um

eine Art Erika oder Rhododendron, deren Gift aber nichts mit dem Abfallen

der Hufe zu tun hat (I, 219). 6 310; Pauthier 314.