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2 (1913)
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CHEMISCHES BEI MARCO POLO

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Erhebung der Berge und der Schärfe der Luft, das Feuer nichtvon derselben Helligkeit und Hitze ist wie in der Ebene, unddie Speisen nicht ebenso gar kocht", 1 während doch tat-sächlich auf dem Pamirplateau, demDache der Welt", dessenHöhe weitaus die des Montblanc überragt, das Wasser schonbei etwa 83° siedet. Außerordentlich viel Merkwürdiges bietetPolo aber auch in chemischer, technologischer, mineralogischerund pharmakognostischer Hinsicht; deshalb dürfte es nichtals unfruchtbares Beginnen erscheinen, das einschlägige Materialzu sichten und im Zusammenhange darzustellen, wobei frei-lich nicht zu vergessen bleibt, daß Polo im wesentlichen stetsmit dem Auge des kaufmännischen Großhändlers oder Finanz-mannes sah, so daß ihm das Kostbare, Seltene, mit hohemGewinn zu Verwertende, auch das größte Interesse abgewann.

I. Metalle.

Gold findet sich in vielen Gegenden des mongolischenund chinesischen Landes, deren Namen das mongolische WortAltai (Altun) oder das chinesische Kin enthalten, das nichtsanderes als Gold besagt. 2 Reich an goldführenden Schichtensind die Gebirge, reich an kleinen und großen Stücken Goldesdie Flüsse des östlichen Tibet, 3 des Umkreises von Kangiguim westlichen Tonkin, 4 von Toloman an der chinesisch-hinter-indischen Grenze, 5 und von Zardandam am Mekong, woselbstdie Einwohner ihre Zähne mit dünnen Goldplättchen zu über-ziehen pflegen. 6 Zu Mien (bei Mandalay am Irrawadi) erhobensich zehn Fuß hoch zwei königliche Grabdenkmale, die mitgoldenen und silbernen Platten von Daumendicke abgedecktund mit zahllosen goldenen und silbernen Glöckchen behängtsind. 7 Auch die Bergwerke Zipangus (Japans) liefern Goldin reichster Fülle; seine Ausfuhr ist verboten, und es steht in

1 Pauthier, 49. 2 Pauthier, 250, 186. 3 315, 321, 324.

4 344, 427. 5 347. 6 328; nach Klaproth bedeutet in persischerSprache Zardandammit goldenen Zähnen". 7 340.