ALDEBRANDINO DI SJENAS „REGIME DU CORPS" 245
same Bestandteile aber allerdings nur durch Auspressen, Aus-ziehen, usw. gewonnen, und daher auch nur in unreinem oderhalbreinem Zustande bekannt waren. Hervorzuheben sindunter diesen: das Zitronenöl und Bittermandelöl, 1 die Öle vonMelisse, 2 Minze 3 und Myrte, 4 von Kümmel, 5 Anis, 6 Fenchel 7und Kamille, 8 von Carvi (d. i. Sium sisarum), 9 Möhre, 10 Raute, 11Absinth, 12 Portulak, 13 usw. (Vom Namen des „schneeweißblühenden" Portulaks, pourcelaine oder porcelaine, wollte manehemals den des Porzellanes ableiten!).
12. Farbstoffe. Aus der Reihe der Farbstoffe wird aus-schließlich gewisser organischer Erwähnung getan, und auchsolcher nur, insoweit sie medizinischen oder kosmetischenZwecken dienen; zu diesen gehören die Säfte der Galläpfel,Nußschalen, und Akazien, sowie die der Alkanna (d.i.Hennah), mittels derer man die Haare färbt, 14 der Safran, 15der ebenfalls als inneres Mittel angewandte Krapp, „Waranceen vin" (d. i. garantia = garance), 16 der Bresi 1 17 (d. i. derFarbstoff des ostnidischen Rotholzes, nach dem später Brasilienbenannt wurde, das ein ähnliches Farbholz hervorbringt), unddie Pflanzenharze Drachenblut und Sarcocoll. 18 Nur zumVergleiche mit der Färbung eines Weines wird Vermeil an-geführt, 19 (d. i. der rote Farbstoff Kermes aus den „Würmchen"der Kermeseiche; Würmchen arabisch „Kermes" = lateinisch„vermiculum").
13. Bitterstoffe und Giftstoffe. Heilkräftige Bitter-stoffe, deren widerwärtigen Geschmack man übrigens durchZucker verdecken kann, sind Aloe, 20 Senna, 21 Ysop, 22 undLupinen, 23 gefährliche Giftstoffe Schierling (cenc = cicuta), 24Lolium (d. i. Taumellolch), 25 Nießwurz (d. i. Helleborus, 26
1 S. 87, 94. ' S. 57. 3 S. 20, 26; 119, 169. 4 S. 86, 87.
6 S. 20, 186. 6 S. 20, 52, 189. 7 S. 92, 167. 9 S. 72, 87. 0 S. 52.
10 S. 52. 11 S. 20. 12 S. 20. 13 S. 16, 168. 14 S. 89, 88, 87.
15 S. 99. 10 S. 73, 99. 17 S. 100. 13 S. 37, 55, 74, 99. 19 S. 82.
,0 S. 61. 21 S. 52. " S. 99. 23 S. 142. -'S.U. ^ S, 20. S. 57.