244 ALDEBRANDINO DI SIENAS „REGIME DU CORPS"
8. Gummiarten und Harze. Gummi wird als arabischerund Traganth-Gummi (gomme arabiche und adragant) vielenArzneien zugesetzt; 1 ihm ähnlich erweisen sich die Pflanzen-schleime aus Quittensamen, Flohsamen (d. i. Psyllium), undLeinsamen, 2 sowie der dem Tierreiche entstammende Fisch-leim (glu de pisson). 3 Mehr den Harzen nähern sich derMastix-Gummi, 4 der Karabe (persisch = Strohräuber, d. i.Bernstein), 5 und die Ambra, 6 die zum Ausräuchern (par-fumer, vom lat. fumus = Rauch) sehr dienlich ist. 7
9. Fette. Die gebräuchlichsten Fette sind das gewöhn-liche Öl, 8 die fetten Öle mancher Pflanzensamen, 9 dasSchweinefett, 10 das Hühnerfett, 11 und die „Escumede burre", d. i. Butter. 12 Aus Fetten und Lauge (lessive)macht man die Seife (savon). 13
10. Säuren. Dem Essig ähnliche Säuren sind in ver-schiedenen Pflanzen vorhanden, u. a. enthalten solche: der„verjus", d. i. der Saft (likeur) noch unreifer Weintrauben, 14der Saft der Zitronen und Limonen, 15 der Saft der unreifenÄpfel, 16 der Saft der unreifen Granaten, 17 und die äußerstherben und adstringierenden Säfte der Früchte und Rindenvon Sumach, Mirobalanen, Galläpfeln, Akazien und Nüssen, 18sowie von Eichen, Kastanien, Granatbäumen, Nußbäumen undAkazien. 19
11. Ätherische Öle und Verwandtes. Neben den Aromender sämtlichen, allbekannten Gewürze des Orientes, unter denenman auch hier dem antiseptischen, köstlich kühlenden, unddaher für Augenleidende sehr nützlichen Kampfer begegnet, 20werden noch zahlreiche andere wohlriechende und wohl-schmeckende Stoffe aufgezählt (Samen, Öle, . . .), deren wirk-
1 S. 53, 55. 2 S. 55, 68, 69; 88. 3 S. 99. 4 S. 54. 5 'S. 107.
6 S. 66, 107. ' S. 72, 82. 8 S. 57. 9 S. 86, 87. 10 S. 89. 11 S. 73.
V S. 73, 181. 13 S. 86, 87. 14 S. 20, 119, 145. 16 S. 46, 61, 149; 61.
> 6 S. 119, 147. 17 S. 91. 18 S. 53, 61; 51; 44; 88. 19 S. 54.
S. 60, 107; 92.