BEMERKUNGEN ZUR GESCHICHTE DER DESTILLATION USW. 225
auflöste (s. S. 20 und 76), ist jedoch, wie ich bereits vor vielenJahren anmerkte, 1 nur auf das Vorurteil gegründet, daß beimBegießen der vorher durch Feuer stark erhitzten Gesteine mitEssig, „der eine so besonders kalte Natur besitzt", dieses Zu-sammenprallen der größten Gegensätze auch eine ganz un-gewöhnliche und außerordentliche Wirkung hervorbringen müsse.
Schließlich sei noch erwähnt, daß Birkenteer nicht erstim 14. Jahrhunderte bereitet wurde (S. 59), sondern, wie S. 125richtig angeführt steht, schon von den alten Galliern; daßder Name „Äther", der um 1740 aufkommt (S. 77), als „etor"und „eter" schon bei mittelalterlichen Alchemisten die feinstenund flüchtigsten Bestandteile von Flüssigkeiten bezeichnet,daher z. B. auch bei Cardanus (1559) und Libavius (1595)den reinsten Weingeist; daß das englische „Demijohn" schwer-lich mit einer „Dame Jeanne", nur „nach ganz äußerer Ähn-lichkeit", zusammenhängt (S. 51), sondern wohl mit „Da-masjan", einer orientalischen Bezeichnung für große Krügeund Flaschen, die z. B. noch zur Zeit von Niebuhrs arabischenReisen (um 1770) als sehr gebräuchlich angeführt wird; endlich,daß der Gasometer nicht „zuerst 1802 von Pepys in An-wendung gezogen wurde" (S. 126), sondern, daß Apparat undName von Lavoisier herrühren.
1 1898; vgl. meine „Abhandlungen und Vorträge", S. 127.
v -Lippmann, Abhandl. u. Vortr. II.
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