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2 (1913)
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ZUR GESCHICHTE DES WASSERBADES

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heimbringen läßt; 1 bedenkt man ferner, daßNun" auch diedrei Wassergefäße der Nilflut bezeichnete, und daß dasWasserbassin" 7 -~7 für das Symbol ~ des Wassers ein-tritt, welches letztere in den Schriften der alexandrinischenChemiker nachweislich noch im alten Sinne benutzt wird; er-innert man sich endlich der merkwürdigen Inschrift növroq(Meer) auf der Schale jenes Wasserbades, das im Kodex derMarciana abgebildet ist, sowie der Tatsache, daß Reinigungs-und Einweihungsbäder beim Isiskult eine wichtige Rollespielten, 2 daß man Bäder und Thermen mit der Isis geweihtenStatuen und Inschriften versah, und daß gewisse Feiern, z. B.die der Isis-Kybele, mit dem Baden des Götterbildes (oft durcheigene Priesterinnen, &aMa<riai) ihren Abschluß fanden: 3 sodarf die Vermutung als gerechtfertigt gelten, daß in der Ge-heimsprache der hellenistischen Periode das (als solches längstbekannte und angewandte) Wasserbad mit der zur Pelagiagewordenen Wassergöttin in Verbindung gebracht,und alsBad der Isis" bezeichnet wurde.

Daß dies zunächst eine Hypothese ist, sei ausdrücklichhervorgehoben. Ob sie durch Belegstellen erhärtet werdenkann, vermöchte nur eine planmäßige Durchforschung zulehren, der die in innigem Zusammenhange stehenden theo-logischen, magischen, und chemischen Schriften der helle-nistischen Literatur, sowie deren früheste syrische und arabischeÜbersetzungen zu unterwerfen wären, nicht zu vergessendes Gebietes der sogenannten Zauberpapyri, das sich immermehr zu einem der wichtigsten und umfangreichsten der helle-nistischen Disziplin herausbildet; vergleichende Forschungen inangedeutetem Sinne haben aber erst seit kürzester Frist über-haupt begonnen. 4

1Satiren" VI, 529. 2 Dieterich,Eine Mitliras-Liturgie"

(Leipzig 1903), 164. 3 Roscher 524, 529, 530, 1655. 4 Abbildungen,

Denkmale, erhaltene Überreste oder Inschriften könnten möglicherweise eben-

falls in Betracht kommen.

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