184 ZUR GESCHICHTE DES SACCHAROMETERS; 2. NACHTRAG
buche das folgende: „Zu Hall aber erstlich beschawet dieSaltz-Pfannen, deren 4 sein, und seudet man alle Wochen inzwo Pfannen, in jeder 1598 Fuder Saltz, wöchentlich 2 Pfannen;die Jenige, so man aine Wochen gebrauchet hat, lasset mandie andere Wochen ruhen. Der Saltzberg ist auff ain Meilwegs von der Pfannen, in welchem dreyhundert Personen:bey der Pfannen aber 180 Personen, under denen 24 Schmidesein, täglich arbaiten. Zur Probation des sauren und süessenWassers hat man ain Waag, die siehet gleich wie ain metallinerZapfen, den wirfft man in das Wasser: so es sauer ist, soschwimmt die Waag über sich, so das Wasser aber sües ist,so feit sie gen Boden."
Daß die „Waag" nicht nur zur Erkennung des „sauren",d. h. salzhaltigen Wassers diente, — wozu sie wohl kaumnötig war —, sondern vor allem zur Ermittlung der Mengedes in Lösung befindlichen Salzes, hat Hainhofer entwedergar nicht bemerkt, oder nicht richtig verstanden.