ZUR GESCHICHTE DES SACCHAROMETERS; i. NACHTRAG 181
Süßes Wasser, kalt
1,000
1,000
„ „ heiß (siedend)
. 0,958
0,9597
Meerwasser
1,041
1,028-
-1,040
Gesättigte Kochsalzlösung . .
. 1,134
1,205
Harn des Menschen, kalt . .
. 1,025
1,011
,, „ ,, heiß . .
. 1,018
1,004
Blut „ „ . . . .
. 1,033
1,053
Kuhmilch
1,110
1,020-
1,041
Wein
1,022
0,992-
-1,038
Weinessig
1,027
1,013—
1,080
Honig
1,406
1,450
Olivenöl
0,915
0,918-
■0,919
Sesamöl
0,920
0,919
Quecksilber
. 13,560
13,557
Wie man sieht, sind diese Ermittelungen
von erstaunlicher
Schärfe, so z. B. ist der Wert für Quecksilber genauer als dervon Galilei bei zwei Versuchen zu 13,357 und 13,760 ge-fundene! Auch war es Al-Khazini und Albiruni bekannt,daß die hauptsächlichen Fehlerquellen bei der Bestimmungspezifischer Gewichte die anhaftenden Luftblasen und diewechselnden Temperaturen sind, 1 daß daher auch kaltes undheißes Wasser oder kalter und warmer Harn erheblich ver-schiedene Werte ergeben; deshalb dürfe man nicht nach Be-lieben das wärmere und dünnere Wasser des Sommers, oderdas kältere und dichtere des Winters als Einheit benutzen,sondern müsse für solches von richtiger und gleichbleibenderWärme sorgen, könne aber umgekehrt den Wechsel der Wasser-temperatur im Sommer und Winter mittels der Spindel inzutreffender Weise erkennen. 2
Ist das Wesentliche der dargelegten Angaben und Er-läuterungen der Inhaltsüberschrift Al-Khazinis gemäß wirk-lich dem Pappos zuzuschreiben, so wird hierdurch die Kennt-nis des Aräometers und seiner Anwendung bis in das dritteJahrhundert n. Chr. hinaufgerückt, und die Wahrscheinlich-keit seiner Erfindung durch griechische Gelehrte auf ägyp-tischem Boden bestätigt, denn Pappos wohnte und wirktezu Alexandria und starb daselbst um 300 n. Chr., wie Cantor
1 S. 70, 101; 71, 74. 2 S. 99.
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