Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
179
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ZUR GESCHICHTE DES SACCHAROMETERS; i. NACHTRAG 179

nach Pappos, dem griechischen Philosophen". Nachdem derVerf. bemerkt hat, daß die Senkspindel ebenso bequem, wiefür praktische und medizinische Zwecke wichtig, und einPräzisionsinstrument so gut wie ein astronomisches sei, 1 be-schreibt er zunächst ihre Anfertigung: sie ist ein aus dünnemKupferblech bestehender Hohlzylinder von der Länge einerSpanne und dem Durchmesser etwa zweier Finger, an densorgfältigst abgedrehten Enden abgeschlossen durch zwei dünne,ganz flache Kappen, deren untere innen ein konisches StückchenZinn so befestigt trägt,daß vermöge seines Gewichtes dieganze Spindel beim Einsenken in eine Flüssigkeit völlig auf-recht schwimmt." Als ,,Einheits"-(Normal-)Flüssigkeit nimmtman das Wasser eines bestimmten Flusses an, z. B. des Euphratoder Jaihün (= Amü); die Stelle, bis zu der die Spindel indiesem einsinkt, soll, von oben gerechnet, ein Sechstel derGesamtlänge betragen; sie heißt, weil die Spindel in (spezifisch)leichtere Flüssigkeiten weniger tief, in (spezifisch) schwerereaber tiefer einsinkt,der Äquator des Gleichgewichtes", 2 undwird durch einen eingeritzten Kreis kenntlich gemacht. Willman später von einem anderen Wasser alsEinheit" aus-gehen, so muß man natürlich die Spindel erst entsprechendeinstellen, was durch vorsichtiges Abändern des kleinen Zinn-gewichtes geschieht. Das Sechstel oberhalb des Äquators teiltman, nach Vorschrift Albirunis, in zwei, die übrige Spindel,also die fünf Sechstel unterhalb des Äquators, in zehn gleicheTeile, und jeden dieser zwölf Hauptteile wieder in zehn kleineregleiche Grade, die sämtlich durch Kreise bezeichnet werden;von diesen Graden befinden sich also 20 oberhalb und 100unterhalb des Äquators, und zwar liegt die Stelle des Hundert-punktes auf dem Äquator (so daß die Spindel im Einheits-wasser 100° anzeigt), während nach oben, vom Äquator ausgerechnet, die Grade 110120 eingezeichnet sind, und nachunten die Grade 1001.

'S. 87. 2 Vgl. S. 117.

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