Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
167
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DIEENTSALZUNG DES ME ER II A SSE RS''; NACHTRAG 167

hervorgeht, aller Wahrscheinlichkeit nach durch Demokritosangestellt worden, aber mit einem tönernen Gefäß, in dervon mir berichteten Weise, und mit dem angegebenen posi-tiven Erfolge. Das äyysTov xeqüixivov des Demokrit hat einAbschreiber in ein äyytiov xrjoivov verwandelt, und nachdemso das Tongefäß zu einem Wachsgefäß geworden war, begannes als solches, von jener ersten Quelle ausgehend, seine Wander-schaft durch die spätere Literatur: ein Autor überlieferte esdem anderen, ohne den auf eine hohe Autorität zurückgehendenVersuch zu wiederholen, und ohne sich daran zu stoßen, daßdie (vielleicht schon von Anfang an beigefügten) erklärenden,aber auf Ton bezüglichen Analogieschlüsse auf Wachs garnicht zutreffen. Aus einer Handschrift, die die Lesart xi'igivovbot, schöpfte auch Aristoteles, und infolgedessen ist esnicht auffällig, daß er in seinen Werken, so oft sich ein Anlaßergibt, diesen Gegenstand zu berühren, alle Male von einemWachsgefäße spricht.

Was endlich Di eis' Bedenken bezüglich der Diosmosebetrifft, so ist zu berücksichtigen, daß eine solche, den vonmir berichteten Versuchen gemäß, nicht in Frage kommt, dabei diesen das Wasser einfach infolge des hydrostatischenDruckes in die Tongefäße eintrat.

Die Schwierigkeiten, die Di eis seiner Konjektur xsncif/ivovfrüher entgegenstehen sah, dürften demnach jetzt als behobengelten, und da die Lesart xijoivov auf alle Fälle unzulässigbleibt, weil sie Unmögliches voraussetzt, so scheinen physi-kalische wie philologische Gründe in gleicher Weise für dieRichtigkeit der von mir geäußerten Vermutung zu sprechen.