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2 (1913)
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164 DIEENTSALZUNG DES MEERWASSERS"; NACHTRAG

kaiischen Fragen" des Plutarch (48125 n. Chr.), derenEchtheit man mit Unrecht angezweifelt hat; eine Stelle dieserSchrift sucht das Verhalten der Strandpflanzen gegenüberden Salzen des Meerwassers zu erklären, und indem der Autordaran erinnert, daß man beim Graben in der Nähe der See-küste nicht selten auf Adern trinkbaren Wassers stoße, fährter fort:Viele gewinnen auch Süßwasser aus dem Meere, in-dem sie es in Wachsflaschen, xijqivoi g ccyyet'orc, f emporheben:es wird dabei durchgeseiht, während das Bittere und Erdigesich abscheidet; die Fortleitung durch Ton macht das durchihn filtrierte Meerwasser durchaus trinkbar, da er das Erdigein sich zurückhält und nicht durchläßt." Das nämlichepflanzenphysiologische Problem behandelt auch Theophrast(der Schüler und Nachfolger des Aristoteles, 376288 v.Chr.),jedoch in anderer Weise, und hauptsächlich anschließend anDemokrit (440350 v. Chr.?), dessen Werke uns nicht er-halten sind.

Nun stammt die Lehre, daß Süßwasser nichts anderessei, als durch Erde filtriertes Seewasser, aus einer alten, volks-tümlichen, schon bei Thaies (624548 v. Chr.?) vorkommendenTheorie, der gemäß auch die Flüsse sämtlich auf solche Weiseaus dem salzigen Okeanos hervorgehen; diese Theorie aber,deren Aristoteles ausdrücklich Erwähnung tut, findet sichauch bei Demokrit vor, derals ein Mann, der beinahe überalles nachgedacht hat", dem Aristoteles als unbedingt ersteAutorität bezüglich der Physik galt. Da nun auch Aelian,wo er in seinerTiergeschichte" (verfaßt um 125 n. Chr.) vonder Wachsflasche des Aristoteles spricht, im Zusammen-hange hiermit den Theophrast und Demokrit anführt,und Plutarch gelegentlich der Erörterung derselben Fragendie nämlichen Autoren zitiert, so unterliegt die demokritischeHerkunft der ganzen Anschauungsweise wohl keinem weiterenZweifel; die dem Aristoteles zugeschriebenen sog.Bücherder Probleme" enthalten in Wirklichkeit zumeist Auszüge