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2 (1913)
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138
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138 CHEMISCHES UND ALCHEMISCHES AUS ARISTOTELES

der physischen und psychischen Kausalität (mit dem klas-sischen Beispiel der Zornes- und Schamröte), und über denUnterschied zwischen den Bewegungen, durch die Schallund Licht übermittelt werden, und den Empfindungen, diesie auslösen, also den Tönen und Farben.

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Die Einwirkung der aristotelischen Anschauungen undLehren, der allgemeinen wie besonderen, auf die Entwicklungund Ausbildung der Chemie als Wissenschaft, erweist sich,allem Dargelegten zufolge, für jeden auch nur mit den Grund-zügen der Geschichte dieser Disziplin Vertrauten als eine soaugenscheinliche und so maßgebende, daß sie einer weiterenErläuterung nicht mehr bedarf. 1 Dagegen bleibt ein sehrwichtiger Punkt noch insoweit zu erörtern, als dies im Rahmender vorliegenden Arbeit möglich ist: des Aristoteles Einflußauf die Alchemie.

Vorauszuschicken ist, daß, allen späteren Behauptungenentgegen, Aristoteles selbst keinerlei alchemistische Vor-stellungen kennt, ja, daß selbst Andeutungen über den Zu-sammenhang zwischen Gestirnen, Göttern und Metallen, wiesie bei Piaton zu finden sind, 2 bei ihm fehlen; wo wir derleiAngaben begegnen, z. B. denen über die Namen der Sterneund der Götter in der SchriftÜber die Welt" (De cosmo), 3sind sie, wie dieses ganze Werk, untergeschoben und unecht.Wohl nennt Aristoteles die Gestirne göttliche Körper undläßt die Sphären der Planeten von jenen Untergöttern durchden Raum führen, die bei PiatonSirenen" waren und in

1 Einiges Zugehörige findet sich in Lorscheids Schrift:Aristoteles'Einfluß auf die Entwicklung der Chemie" (Münster 1872), die aber nur auszweiter Hand schöpft, weshalb sie der nötigen Gründlichkeit ermangelt undnicht in die Tiefe geht. 2 S. meine eingangs genannte Abhandlung;

neuerdings neigt man dazu, auch dieEpinomis" wieder für ein echtes Werk

Piatons zu halten. 3 cap. 2 und 6.