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2 (1913)
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59
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CHEMISCHES UND PHYSIKALISCHES AUS PLATON 59

des Piaton" (annulus Piatonis), mit dem man jedoch auchwieder die Kette magnetischer Ringe aus demIon", unddie imTheätet" 1 aus der Ilias 2 angeführte goldene Kettedes Zeus, dieCatena aurea Homeri", identifizierte; sie allegelten als Sinnbild eines allgemeinen Zusammenhanges imendlosen Kreislaufe des Weltalls, einer, unberührt von allemWechsel des Einzelnen, beharrenden, einheitlichen Verkettungdes Ganzen, die unterbrochen und zerstört würde, wenn auchnur ein einziges kleines Glied fehlte. Diese Anschauung warnamentlich von nachhaltigem Einflüsse auf die Transmutations-theorie der alexandrinischen Chemiker, in deren, die Ver-edlung der Metalle begleitenden Formeln undheiligen"Sprüchen der Kreislauf der Elemente und das Strömenvonunten nach oben und von oben nach unten" eine Hauptrollespielt. Den Gipfel seiner Bedeutung erlangte jedoch dasSuperius et inferius Hermetis" (das Oben und Unten desHermes, das hermetische Oben und Unten) vermutlich erst,als (gegen 400 n. Chr.) die Destillation des Quecksilbers,desHermes oder Merkurs der Philosophen" (nämlich derPhilosophi per ignem", d. i. der Chemiker) entdeckt wurde;die ungeheure Bedeutung dieses Fortschrittes für die Lehrevon der Metallverwandlung hat man bisher entschiedennicht genügend gewürdigt, obwohl zweifellos auch sieden Anlaß gab, daß man das Quecksilber fortan dem be-flügelten Merkur zuteilte an Stelle des Zinnes, währenddieses nunmehr alsMetall des Zeus" dasElektron" er-setzte, jene ehemals hochgeschätzte, und in den Listen derVorzeit dem Jupiter zugesellte Gold-Silber-Legierung, dieaber schon zu Beginn unserer Zeitrechnung fast gänzlichaußer Gebrauch gekommen war. Der Ring Piatons unddie goldene Kette Homers 3 erbten sich übrigens durch

1 Theätet III, 117. 2 Ges. VII, V. 18ff. 3 s. Kopp,Aurea

catena Homeri" (Braunschweig 1880), u. Maack,Die goldene Kette Homers"

(Lorch 1905).